Im 2024 eröffneten Shanghai Velodrome finden von 14. – 18. Oktober die Bahnrad-Weltmeisterschaften statt und mit dem Kärntner Heimo Fugger sowie den Wienern Raphael Kokas, Maximilian Schmidbauer und Tim Wafler sind vier rot-weiß-rote Athleten im Einsatz in den Ausdauerdisziplinen. Die Titelkämpfe in China sind auch gleichzeitig der Startschuss für die Olympiaqualifikation auf der Bahn.
“Unsere Vorbereitungen sind alle nach Plan gelaufen und wir sind auch schon gut in Shanghai angekommen. Die Bahn macht einen guten Eindruck und unsere Athleten sind alle hochmotiviert“, erklärte Nationaltrainer Andreas Graf, der 2016 die bislang letzte WM-Medaille für Österreich erringen konnte. Vor fünf Jahren beendete er seine Karriere, nach den Titelkämpfen in Roubaix und begann mit dem Aufbau einer neuen, jungen Generation.
Alle seine vier in China am Start stehenden Athleten führte er schon zu U23-Europameistertiteln, aber auch vielen anderen internationalen Erfolgen im Nachwuchs. 2024 qualifizierten sich Kokas, Schmidbauer und Wafler auch für die Olympischen Spiele in Paris. Eine Wiederholung für Los Angeles in den Disziplinen Omnium und Madison ist geplant, aber auch durch die neuen Qualifikationsregeln verschärft.
Denn im Vergleich zu 2024 qualifizieren sich zwei Vierer-Verfolgungsteams weniger und auch ein Madison-Duo, womit die Österreicher gute Ergebnisse brauchen bei den Weltmeisterschaften 2026 und 2027, den Europameisterschaften 2027 und 2028 sowie den Weltcups der kommenden zwei Saisonen, die in das Olympiaranking einfließen. “Wir brauchen deshalb auch Top Ten Plätze bei den Weltmeisterschaften, vor allem im Madison und im Omnium“, so Graf weiter.
Seine jungen Athleten haben in den letzten Jahren bei Weltmeisterschaften an die Top Ten ran geschnuppert, auch schon ihre Erfahrungen gesammelt, mit Ausnahme von Fugger. Der Kärntner geht in seine ersten Elite-Weltmeisterschaften, als 18-Jähriger. “Ich möchte das Beste aus meinen Einsätzen machen“, so Fugger, der vor zwei Jahren in China, damals in Luoyang Vizeweltmeister im Scratch bei den Junioren geworden war. Im Sommer wurde er mit Raphael Kokas U23-Europameister im Madison und holte Silber im Ausscheidungsrennen.
Die Titelkämpfe aus rot-weiß-roter Sicht eröffnet Kokas, der am Donnerstagabend im Scratch im Einsatz ist. Am Freitag folgt das Debüt von Fugger im Punkterennen, ehe Wafler am Samstag das Omnium bestreitet. Der Vierkampf der Ausdauerdisziplinen zählt wie das Madison am Sonntag zur Olympiaqualifikation. “Die ist natürlich wieder der Plan. Wir wollen in Los Angeles dabei sein und daher müssen wir mit einem Top-12-Ergebnis die Quali eröffnen. Meine Vorfreude ist groß“, so Wafler, der am Sonntag dann auch noch das Ausscheidungsrennen bestreitet, ehe seine Teamkollegen Fugger und Schmidbauer das Madison bestreiten.
Mit 24 Jahren sind Schmidbauer und Wafler die ältesten beiden Athleten im heimischen Aufgebot, Kokas ist 21, Fugger 18. Im Vergleich zur internationalen Konkurrenz sind sie eines der jüngsten Teams in Shanghai, obwohl Wafler seine fünfte WM schon bestreitet und Schmidbauer 2021 noch an der Seite von Trainer Andreas Graf das Madison bestritt.
Programm und Ergebnisse: https://www.tissottiming.com/2026/ctrwch/schedule
Text- und Bildquelle: ÖRV – Österreichischer Radsportverband | Peter Maurer, Jan Brychta, Arne Mill






