Olympia-Qualifikationspunkte und wertvolle Erkenntnisse für Österreichs Triathlon-Team in Hamburg

Mit einem Sprintbewerb in Hamburg machte die World Triathlon Championship Series (WTCS) heute Halt in Deutschland. Bei den Siegen von Leonie Periault (FRA) und Matthew Hauser (AUS) war es nicht das Rennen, dass sich die Österreicher erhofft haben. Am Ende gab es aber neben wichtigen Erfahrungen und Erkenntnissen auch wieder Olympia-Qualifikationspunkte.

Nicht anschließen an seine tollen Leistungen der bisherigen Saison konnte bei den Herren heute Tjebbe Kaindl. Der Tiroler, der sich in den letzten eineinhalb Jahren mit starken Leistungen und Spitzenplatzierungen in der höchsten Wettkampfkategorie etablieren konnte, hatte in den letzten beiden Wochen nach der WM-Serie in Quiberon (FRA) gesundheitlich zu kämpfen. „Wenn dir 1 bis 2% fehlen, dann bist du gleich mal weiter hinten. Es ist etwas frustrierend, aber es hat in den letzten beiden Wochen vom Training her nicht gepasst weil ich krank war“, hakt Kaindl das Rennen in Hamburg ab. „Es war ein sehr harter Tag!“, so Peter Luftensteiner, der in der zweiten Radgruppe stark gefordert war und dann aber beim Laufen auf der zweiten Runde ein paar Plätze gutmachen konnte. Der Oberösterreicher landete in seinem erst zweiten WM-Serienrennen auf dem 45. Platz. Die Favoriten machten sich den Sieg heute untereinander aus. Der amtierende Weltmeister Matthew Hauser (AUS) sicherte sich nach Yokohama (JPN) im Mai in seinem zweiten Rennen seinen zweiten WM-Seriensieg. Zweiter wurde der Portugiese Vasco Vilaca, der nun die WM-Serienwertung anführt. Lokalmatador Henry Graf (GER) wurde Dritter.

Ergebnis WTCS Serie Hamburg (GER), Herren
Sprintdistanz (750m Schwimmen, 20km Radfahren, 5km Laufen)

1. Matthew Hauser (AUS), 50:07 min
2. Vasco Vilaca (POR), 50:10 min
3. Henry Graf (GER), 50:15 min
36. Tjebbe Kaindl (TRI TEAM TS Wörgl, T), 51:36 min
45. Peter Luftensteiner (OMNI-BIOTIC POWERTEAM Sportverein, STMK), 52:21min

Gesamtergebnis
Es waren 56 Athleten aus 23 Nationen am Start

Top 30 für Feuersinger
Bei den Damen kam Therese Feuersinger beim Schwimmen in der Binnenalster Anfangs zwar gut weg, kassierte aber Schläge und verlor dadurch wichtige Sekunden. Dies hielt die Tirolerin aber nicht auf und auf dem Rad konnte sie mit ihrer Gruppe zu Beginn der dritten von sechs Runden das Führungstrio stellen. Die über 30-köpfige Gruppe fuhr auf die Verfolgergruppe mit Carina Reicht über 1:40 Minute raus und es kam zur Laufentscheidung. „Für das, wie ich mich gefühlt habe, war’s gut“ meinte Feuersinger im Ziel. Sie landete auf dem 29. Platz. Ein Sturz kurz vor der zweiten Wechselzone hielt die zweite Österreicherin Carina Reicht nicht auf, um bei ihrer Paradedisziplin, dem Laufen, noch einige Plätze gutzumachen. Die Steirerin landete in ihrem erst zweiten WM-Serienrennen auf dem 32. Platz und sammelte wie Feuersinger Punkte im Kampf um die Olympiaqualifikation. Der Sieg ging an die Französin Leonie Periault vor der Lokalmatadorin und amtierenden Weltmeisterin Lisa Tertsch aus Deutschland.

Ergebnis WTCS Serie Hamburg (GER), Damen
Sprintdistanz (750m Schwimmen, 20km Radfahren, 5km Laufen)

1. Leonie Periault (FRA), 55:51min
2. Lisa Tertsch (GER), 55:56min
3. Tilda Mansson (SWE), 56.03min
29. Therese Feuersinger (TRI-X-Kufstein, T), 58:04min
32. Carina Reicht (OMNI-BIOTIC POWERTEAM Sportverein, STMK), 58:35min

Gesamtergebnis
Es waren 54 Athletinnen aus 26 Nationen am Start.

 

Text- und Bildquelle: Österreichischer Triathlonverband

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