Die Europameisterschaft rückt näher – und Charlize Mörz kommt immer besser in Form. Am Samstag absolvierte die 20-jährige Burgenländerin im Rahmen des 4-Nationen-Länderkampfes in der Sport Arena Wien ihren ersten Mehrkampf seit der Weltmeisterschaft im vergangenen Oktober und erreichte dabei auf Anhieb einen persönlichen Meilenstein.
Erstmals in ihrer noch jungen Karriere knackte Mörz im Mehrkampf die 50-Punkte-Marke. „Ich bin wirklich sehr zufrieden mit meinem Wettkampf. Es hat zwar noch nicht alles perfekt geklappt, ein paar kleine Fehler waren dabei. Aber es war sicherlich eine Leistung, auf der ich aufbauen kann“, erklärte die Olympia-Teilnehmerin von 2024.
Erstmals über 50 Punkte geturnt zu haben, mache Mörz „schon ein bisserl stolz“. Mit genau genommen 50.150 Punkten klassierte sich die Burgenländerin in der Einzelwertung hinter WM-Mehrkampffinalistin Lena Bickel (SUI/53.150), der Tschechin Vanesa Masova (51.650) und der Schweizerin Anny Wu (51.100) auf Rang vier. Im Team durfte sie sich gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen über die Bronzemedaille freuen.
Steigerung am Balken und Stufenbarren
Die Gründe für die Leistungssteigerung im Mehrkampf sind jedenfalls schnell gefunden. Am Schwebebalken und Stufenbarren, jenen zwei Geräten, die Mörz in der Vergangenheit oftmals Probleme bereiteten, gelang in den letzten Monaten ein Schritt nach vorne. „Gerade auf diesen beiden Geräten habe ich oft die Nerven weggeschmissen. Heute ist es mir gelungen, beide Übungen solide und ohne Sturz durchzuturnen“, meinte Mörz.
Einen großen Anteil an dem neu gewonnenen Selbstvertrauen und der Konstanz habe Cheftrainerin Lara van Dyck. „Wir sind gemeinsam auf einem sehr guten Weg. Sie macht mich und auch die anderen Turnerinnen in vielen Bereichen besser“, sagte Mörz. Dies spiegle sich nun auch langsam in den Wettkämpfen wider.
Van Dyck stellte Mörz nach dem Länderkampf ein positives Zeugnis aus. „Charlize hat sich heute sehr gut präsentiert. Es macht mich besonders stolz, dass unsere gemeinsame, harte Arbeit am Balken und am Stufenbarren sichtbar wird.“
Text- und Bildquelle: Turnsport Austria






