Sportakrobatik im Aufwind: Staatsmeisterschaften begeistern in Wien

Mit Finalteilnahmen und Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften, starken Weltcup-Ergebnissen und einer stetig wachsenden Leistungsdichte befindet sich die Sportakrobatik hierzulande weiter im Aufwind. Ein sichtbares Zeichen dieser positiven Entwicklung setzten die Österreichischen Staatsmeisterschaften 2026, die an diesem Wochenende erstmals seit 13 Jahren wieder in der Bundeshauptstadt gastierten.

In der Sport Arena Wien kämpften 274 Athlet*innen aus den zehn führenden Vereinen des Landes um die begehrten nationalen Titel. In der Elite-Klasse konnten sich Katharina Gallauner, Carina Angerbauer und Maja Pazolt im Damen-Trio sowie Theo Löffler/Milena Haag im Mixed-Paar und Lena Obernosterer/Daria Angerbauer im Damen-Paar vergolden.Die Rückkehr nach Wien verlieh dem bundesweiten Höhepunkt der heimischen Sportakrobatik jedenfalls einen besonders würdigen Rahmen. Zwei Tage lang präsentierten die besten Formationen Österreichs vor hunderten begeisterten Zuschauer:innen ihr Können und überzeugten mit spektakulären Hebefiguren und Luftakrobatik, beeindruckender Athletik, höchster Präzision und ausdrucksstarken Choreografien.Erfolgreiche Trio-Titelverteidigung

Gallauner, Angerbauer und Pazolt gelang im zweiten gemeinsamen Jahr die erfolgreiche Titelverteidigung. „Wir freuen uns riesig über den erneuten Gewinn der Goldmedaille. Es ist uns gelungen, unsere Leistung genau zum richtigen Zeitpunkt abzurufen. Das gibt uns viel Selbstvertrauen für die kommenden Herausforderungen“, sagte Angerbauer. Nun liegt der Fokus der Gesamtweltcup-Zweiten wieder auf internationalen Aufgaben. Nach der Teilnahme an der Europameisterschaft im vergangenen Jahr steht das Trio auch für die Weltmeisterschaften im September fix im Aufgebot.

Im Mixed-Paar ging der Staatsmeistertitel an Milena Haag und Theo Löffler. Das Duo überzeugte mit einer ausdrucksstarken, nahezu fehlerfreien Vorstellung und durfte sich über den höchstmöglichen nationalen Erfolg freuen. „Staatsmeisterin zu sein, ist ein ganz besonderes Gefühl. Theo und ich konnten viele Elemente so umsetzen, wie wir es uns vorgenommen hatten. Umso schöner ist es, dass wir uns dafür nun mit dem Titel belohnen konnten“, erklärte Haag.

Hochspannung bei den Damen-Paaren

Für besondere Spannung sorgte einmal mehr die Entscheidung bei den Damen-Paaren. Dort entwickelte sich ein hochklassiger Wettkampf zwischen den beiden österreichischen Spitzenformationen. Am Ende setzten sich die Grazerinnen Obernosterer/Angerbauer vor Celina Loidl & Livia Haizinger durch und krönten sich zu den neuen Staatsmeisterinnen. “Es war bis zur Kür richtig nervenaufreibend. Wir sind sehr froh, dass wir am Ende ganz oben stehen dürfen”, freute sich Angerbauer.

An zwei Wettkampftagen stießen die Staatsmeisterschaften in der (noch) nicht-olympischen Disziplin jedenfalls in neue Sphären vor. „Die Entwicklung der Sportakrobatik in Österreich ist beeindruckend. Die Teilnehmerzahlen an Wettkämpfen steigen seit Jahren kontinuierlich, gleichzeitig werden die Leistungen an der Spitze immer stärker. Diese Staatsmeisterschaften haben eindrucksvoll gezeigt, dass sich die Sportart auf einem sehr guten Weg befindet“, betonte Turnsport-Austria-Präsidentin Gabriela Jahn.

Detail-Infos, Ergebnisse und Fotos der ÖStM/ÖM Sportakrobatik Wien 2026

 

Text- und Bildquelle: Turnsport Austria

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