Mit gerade einmal 20 Jahren reitet Felicita Simoncic erstmals auf Augenhöhe mit der österreichischen Dressurspitze. Am kommenden Wochenende wartet im Kreuttal eine Premiere auf sie: Zum ersten Mal startet die Wienerin bei den Staatsmeisterschaften in der großen Tour – mit ihrem Paradepferd Four Legendes, genannt „Fipsi“.
Wenn sie auf ihre Saison zurückblickt, muss Simoncic lächeln. „Eigentlich bin ich mehr als zufrieden“, sagt sie. „Wir hatten zwar einen wackeligen Start in Stadl-Paura, aber das haben wir abgehakt, sind nach Hause gefahren und haben genau analysiert – und dann ist es Schritt für Schritt bergauf gegangen.“ Und das sieht man auch an den Ergebnissen: Mit Fipsi hat Simoncic in diesem Jahr fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Und wenn der Hengst einmal nicht ganz vorne stand, dann schob sich oft sein Stallkollege Immowert’s Ivar nach vorne.
Tränen der Freude als Wegweiser
Ein ganz besonderes Kapitel ihrer Saison wurde im idyllischen Schlosspark-Viereck in Achleiten geschrieben. Dort gelangen ihr mit Four Legends Runden, die sie selbst als „mentale Sternstunden“ beschreibt. „Das waren richtige Aha-Momente. Ich habe gespürt, dass ich einen großen Schritt gemacht habe – ich konnte die Details viel besser reiten, bin in der Prüfung viel präsenter gewesen.“ Die Tränen in den Augen nach ihren Ritten verrieten, wie sehr sie dieser Sport berührt.
Die 20-Jährige ist eine, die aus Fehlern lernt und Erfolge bewusst genießt. „Ich probiere, dieses positive Gefühl mitzunehmen, mir die Aha-Momente wirklich einzuprägen. Das gibt mir extrem viel mentale Stärke“, sagt sie. Und die Rangliste bestätigt ihren Weg: Neben einer starken Europameisterschaft führte sie auch die U25-Weltrangliste auf Platz drei – ein Beweis für ihre konstante Leistung auch international.
Text- und Bildquelle: Österreichischer Pferdesportverband






