Österreichs Who is Who in der ÖTV-Bundesliga

Am Freitag und Samstag erfolgt in den beiden höchsten Spielklassen der Auftakt mit der ersten Runde.

Der Startschuss zu den höchsten Spielklassen in Österreichs Mannschaftsmeisterschaft steht bevor: Am Freitag, 22. Mai, und Samstag, 23. Mai, wird die neue Saison in der ÖTV-Bundesliga (1. Division und 2. Division) eröffnet. Und das sogleich mit einer Doppelrunde. Während die Damen in der 1. Division bereits freitags erstmals einlaufen, erfolgt in allen anderen Klassen am Samstag der erste Aufschlag. Jeweils zwei Tage später bestreiten die Teams dann auch schon ihre Zweitrundeneinsätze in der Gruppenphase. Auch heuer bestehen sämtliche Divisionen aus jeweils zwei Fünfergruppen, insgesamt stehen somit bei Damen und Herren 40 Mannschaften im Einsatz. In der 1. Division wird das dritte Mal in Folge im neuen Austragungsformat gespielt, das statt eines Final Four die Halbfinals schon am 27. Juni sieht und die Finalbegegnungen am ersten Septemberwochenende – quasi als Ouvertüre zum ATP-Challenger in Tulln (6. bis 13. September). Ein Grund mehr, weshalb man die rot-weiß-roten und ausländischen Stars der ÖTV-Bundesliga bei freiem Eintritt zahlreich sehen sollte. Dies lässt auch heuer der Blick auf die Mannschaftslisten erwarten: Bei den Damen haben, bis auf Neo-Österreicherin Anastasia Potapova, die Top sieben der aktuellen ÖTV-Rangliste alle in der obersten Spielklasse genannt und bei den Herren gar die Top 15 (mit 13 Österreichern).

Offenes Titelrennen bei den Herren

In der 1. Division sind die Mannen des Titelverteidigers STC Raiffeisen Team Salzburg die größten Gejagten. Die Mozartstädter mit dem Davis-Cup-Aushängeschild und dreifachen Staatsmeister Lukas Neumayer konnten sich heuer die Dienste des Steirers Filip Misolic (ATP 129) sichern, der allerdings verletzungsbedingt auszufallen droht. Einer der ersten Herausforderer dürfte erneut Vorjahresfinalist Union SKE Mauthausen werden, der zwar die Abgänge der ungarischen ATP-Top-60-Leute Fábián Marozsán und Márton Fucsovics sowie des Jungstars Joel Schwärzler verdauen muss, mit Sandro Kopp, Andrew Paulson (Tschechien) und dem Ex-Doppelweltranglistenersten Lukasz Kubot (Polen) freilich auch sehr starken Ersatz vorweisen kann. Doppelkaliber wie Alexander Erler (ATP-Doppel 35) und Neil Oberleitner (ATP-Doppel 59), Ex-Davis-Cup-Ass Andreas Haider-Maurer und viele andere sind bei den Oberösterreichern weiter an Bord. Beim Kampf um die heißbegehrte Meisterschale sollte auch mit UTC Strassburg zu rechnen sein. Bei den Kärntnern finden sich nicht nur Österreichs aktuelle Nummern eins und drei, Sebastian Ofner (ATP 91) und Jurij Rodionov (ATP 158), weiterhin im Aufgebot, sondern neuerdings auch der Franzose Arthur Géa (ATP 140), dessen Coach Gerald Melzer, dessen Ex-Davis-Cup-Kollege Dennis Novak – und kein Geringerer als Jürgen Melzer, der wieder mit seinem jüngeren Bruder in einer Mannschaft spielen wollte. „Ich glaube, dass wir eine gute Truppe sein können, wo die Bundesliga-Saison besonders viel Spaß machen kann“, so der ÖTV-Sportdirektor und -Davis-Cup-Kapitän. Viel hängt bei der Favoritenfrage wie immer davon ab, wer aus den hochkarätigen Spielerlisten letztlich regelmäßig eingesetzt werden kann. In diesen sind Kapazunder wie der georgische Ex-Weltranglisten-16. Nikoloz Basilavshvili (ATP 115; TC Harland) zu finden. Und sogar in der 2. Division noch aktuelle und frühere ATP-Top-100-Profis wie etwa der Tscheche Vít Kopriva (ATP 63; TC Sparkasse Seebenstein), der Ungar Attila Balázs (UTC BH Wr. Neustadt) und der Slowene Blaz Kavcic (TSV Hartberg-Tennis).

Wer kann die Rieder Powergirls stoppen?

Bei den Damen sollten die Titelverteidigerinnen von UTC Fischer Ried 2026 neuerlich die heißesten Anwärterinnen auf den Gesamterfolg sein. Die Oberösterreicherinnen werden wieder von der rot-weiß-roten Nummer drei und dreifachen Staatsmeisterin Sinja Kraus (WTA 101) angeführt und konnten nahezu alle Topspielerinnen halten, darunter auch die zweifache Staatsmeisterin Arabella Koller (WTA 955). Shootingstar Lilli Tagger (WTA 91) ist nach wie vor beim KLC eingeschrieben, so wie heuer Claudia Gasparovic (WTA 1156) bei den Klagenfurterinnen antreten soll. LINZ AG Team OÖ kann mit den Billie-Jean-King-Cup-Vertreterinnen Ekaterina Perelygina (WTA 577) und Mavie Österreicher (WTA 1155) gleichfalls zwei Spielerinnen aus den besten sieben der nationalen Rangliste vorweisen, Julia Grabher (WTA 123) ist beim TC Dornbirn gemeldet. Nicht vergessen sollte man aber auch auf die Vorjahresfinalistinnen des UTC Bakl Weigelsdorf, die die Seriensiegerinnen aus Linz aufgehalten hatten und etwa Anna Bondár in ihren Reihen wissen. Die Ungarin (WTA 58) hatte kürzlich beim WTA-1000-Turnier in Madrid das Achtelfinale erreicht und dort im Tiebreak des dritten Satzes gegen Russlands Superstar Mirra Andreeva verloren. „Es ist schön zu sehen, dass wiederum alle österreichischen Topspielerinnen in der ÖTV-Bundesliga vertreten sind“, freute sich die ÖTV-Sportkoordinatorin und Billie-Jean-King-Cup-Kapitänin Marion Maruska. „Es wird wieder ein interessantes Zusammentreffen der stärksten internationalen und nationalen Spielerinnen.“ ÖTV-Geschäftsführer Wirtschaft Thomas Schweda erläuterte: „Die ÖTV-Bundesliga zählt zu den größten Flagship-Events des Österreichischen Tennisverbands. Wir sind also voller Vorfreude auf eine spannende Saison in der Bundesliga – und allgemein auf eine erfolgreiche Tennissaison.“

 

Text- und Bildquelle: Österreichischer Tennisverband

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