Kraus holt ohne Satzverlust den Titel

Wechselnde Bedingungen im Finale

Durch die Hitze und zeitweise auftretende Windphasen waren die Bedingungen für Kraus anders als in ihren bisherigen Matches: „Es war ein bisschen anders als in den letzten Tagen, weil ich sonst immer das Abendmatch gespielt habe. Aber ich habe mich relativ schnell und gut angepasst. Mir war es eigentlich egal, ich habe einfach drauf losgespielt.“

Für ihre unterlegene Finalgegnerin fand Kraus ausschließlich positive Worte. „Das war eine Megaleistung. Wir wissen alle, dass sie gut spielen kann und noch einiges erreichen wird. Ich hoffe, dass wir noch einige Matches auf diesem Niveau oder noch höher auf richtig großen Plätzen haben.“

Tagger, die nur mit einer Wildcard in den Hauptbewerb gelangt war, zog nach ihrem Auftritt eine positive Bilanz: „Es war eine Wahnsinnswoche. Schade um heute, da war Sinja einfach die bessere Spielerin. Aber ich bin stolz auf die Woche. Es gibt einige Lücken, die man noch trainieren kann, die werden wir jetzt heraussuchen und weitermachen.“

Neue Career Highs für die Finalistinnen

Für Kraus bedeutet der Sieg nicht nur die Einstellung ihres bisher größten Turniertitels, sondern auch ein neues Career High in der Weltrangliste. Sie nimmt im WTA-Liveranking im Augenblick Platz 131 ein und wird ihre aktuelle Bestplatzierung daher um bis zu zehn Positionen verbessern. Tagger katapultiert sich um bis zu 143 Plätze nach vorne, sollte erstmals in die Top 400 einziehen, als derzeitige Nummer 397 im Liveranking. Während Kraus mittwochs zur Qualifikation bei den US Open in New York weiterreist, wird Tagger als nächstes Anfang September beim ITF-W75-Turnier in Wien an den Start gehen.

Nach dem Endspiel im Single triumphierte im Doppelbewerb das topgesetzte Duo Shuo Feng (China) und En Shuo Liang (Taiwan). Die beiden setzten sich im Finale gegen die Sloweninnen Dalila Jakupović und Nika Radisić durch und entschieden nach einem 4:6, 6:4 das Match Tiebreak mit einem überlegenen 10:0 für sich. Zu ihrem Sieg meinten die beiden nach dem Spiel erfreut: „Wir haben uns gegenseitig, den Bällen und unserem Spiel vertraut und einfach unser Bestes gegeben.“

 

Text- und Bildquelle: Österreichischer Tennisverband

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