Fišer beendet nach World Climbing Series Innsbruck ihre Wettkampfkarriere

Julia Fišer zieht nach der World Climbing Series Innsbruck 2026 einen Schlussstrich unter ihre Wettkampfkarriere. Die 29-jährige Tirolerin blickt auf eine Karriere mit Höhen und Tiefen zurück und will dem Klettersport in Zukunft erhalten bleiben.

„Nach der für mich sehr erfolgreichen letzten Saison war ich ziemlich leer, speziell nach der Weltmeisterschaft. Ich habe neben dem Klettern zwei Jobs, die Belastung war sehr hoch“, so Fišer, die 2025 zweimal in die Top-20 klettern konnte. „Ich war mir schon Ende 2025 unsicher, ob ich das noch eine Saison durchziehen kann.“

Aufschluss brachte ein Solo-Klettertrip in Spanien. „Dort habe ich beschlossen, dass ich am liebsten in Innsbruck meinen letzten Wettkampf bestreiten würde. Ich habe gemerkt, dass ich ready für etwas Neues bin.“

Nach Gesprächen mit KVÖ-Geschäftsführer Heiko Wilhelm stand der Plan fest. Fišer: „Ich bin sehr dankbar, dass ich meine Karriere so beenden kann, wie ich es mir vorgestellt habe: In Innsbruck vor Familie und Freunden.“

Die Vorstiegsspezialistin zog in ihrer Karriere bei 48 Weltcup-Starts 29 Mal ins Semifinale ein und schaffte es dabei dreimal in die Top-10. Das beste Weltcup-Ergebnis war ein neunter Platz in Innsbruck 2024. Insgesamt absolvierte sie 90 internationale Starts.

„Es gab viele Momente, die mich geprägt haben. Zwei Sachen sind besonders in Erinnerung: Meine erste Jugend-WM 2014 in Neukaledonien, quasi am anderen Ende der Welt. Als ich gesehen habe, wie Klettern Menschen aus aller Welt verbindet, wusste ich endgültig, dass ich das machen will. Und zum anderen natürlich der Weltcup 2024 in Innsbruck. Nach meiner Verletzung 2022 hatte ich keine leichte Zeit, aber ausgerechnet in Innsbruck ist es voll aufgegangen. Ich hatte den Lauf meines Lebens“, so Fišer.

Die Vorfreude auf ihren letzten Weltcup-Einsatz ist groß. „Der Weltcup in Innsbruck ist immer besonders, aber in diesem Jahr noch spezieller. Ich freue mich auf viele Freunde, Bekannte, Wegbegleiter und meine Familie.“

KVÖ-Geschäftsführer Heiko Wilhelm: „Julia hat 2011 ihren ersten Jugend-Europacup bestritten. Sie ist lange dabei und hat durch ihren Einsatz und ihre positive Art begeistert. Auch von Rückschlägen hat sie sich nicht unterkriegen lassen und ist das beste Beispiel dafür, dass harte Arbeit belohnt wird.“

Genaue Zukunftspläne hat Fišer nicht. Eines steht aber fest: „Ich will dem Klettersport auf jeden Fall erhalten bleiben – in welcher Form auch immer.“

 

Text- und Bildquelle: Kletterverband Österreich

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