Der 100-m-Bewerb der Damen dieses Silbermeetings der World Athletics Continental Tour war sehr gut besetzt. Österreichs Rekordhalterin präsentierte sich auf der Innenbahn sehr stark und zeigte, dass sie den viralen Infekt, der ihr Antreten in Brüssel am Samstag verhinderte, überwunden hatte.
Williams lief mit 11,18 s (0,0) die zweitschnellste Zeit als Österreicherin nach ihrem Rekordlauf im Juli in Banská Bystrica. Sie musste sich in Rovereto nur der regierenden 200-m-Olympiasiegerin Gabrielle Thomas (USA) geschlagen geben, die mit 11,02 s den Sieg holte. Dritte wurde die Jamaikanerin Sabrina Dockery in 11,25 s, gegen die Willams vor neun Tagen beim ISTAF in Berlin noch verloren hatte. Dahinter folgte das dicht gedrängte Feld der starken Konkurrentinnen: 4. Cambrea Sturgis (USA) 11,27 s – 5. Thelma Davis (USA) 11,29 s – 6. Sade McCreath (CAN) 11,31 s – 7. Salome Kora (SUI) 11,32 s – 8. Boglarka Takacs (HUN) 11,34 s.
Enzo Diessl mit starken 13,29 s Dritter
Das 110-m-Hürden-Rennen der Männer war ebenfalls sehr stark besetzt. Der Sieg bei 1,3 Meter pro Sekunde Rückenwind ging an den US-Amerikaner Jamal Britt mit 13,14 s. Er ist der fünfschnellste Hürdensprinter aller Zeiten, seine persönliche Bestzeit steht seit dem heurigen Juli bei 12,86 s. Dahinter klassierte sich Jamar Marshall (USA) mit 13,19 s auf Platz zwei. Österreichs EM-Fünfter von Birmingham, Enzo Diessl, lief ein sehr starkes Rennen und unterstrich seine ausgezeichnete Form am Ende dieser langen Saison. Mit 13,29 s und Platz drei in diesem Feld zeigte er jedenfalls wieder seine internationale Klasse.
Hinter Diessl klassierten sich der Belgier Elie Bacari (13,30 s), U23-EM-Dritter des Vorjahres, der Franzose Erwann Cinna (13,48 s), vor wenigen Tagen Sieger der Mittelmeerspiele, und der erfahrene Zypriote Milan Trajkovic (13,49 s), Dritter des heurigen Commonwealth Games und ehemaliger Hallen-Europameister, auf den Rängen vier bis sechs.
Anja Dlauhy beschließt Saison auf dem Podium
Der Sprung auf Stockerl bei diesem WACT-Silver-Meeting gelang über 400 m Hürden auch Anja Dlauhy, die ihre herausragende Saison mit diesem internationalen Spitzenergebnis nochmals versüßte. Mit 55,69 s gelang ihr die fünfschnellste Zeit in dieser Saison, gute Punkte für die „Road to Beijing“ zur nächstjährigen Freiluft-WM inklusive. Schneller als die 23-jährige Österreicherin waren in Rovereto nur Ashley Miller (ZIM) mit 54,64 s und die Italienerin Alice Muraro mit 54,84 s. Mit der Französin Luise Maraval (56,16 s), EM-Zweite von Rom 2024, konnte Dlauhy u.a. eine prominente Gegnerin um rund eine halbe Sekunde hinter sich lassen.
Text- und Bildquelle: Österreichischer Leichtathletik-Verband






