„Absolute Oberklasse“: Österreichs Junioren stürmen in drei EM-Finals

Drei Finaltickets und ein achter Platz im Team: Österreichs Junioren haben bei der Kunstturn-EM in Zagreb kräftig aufgezeigt. Samuel Wachter qualifizierte sich als Vierter für das Sprungfinale und schaffte als 18. zudem den Einzug ins Mehrkampffinale. Dort bekommt er mit Jeremy Balazs, der die Qualifikation auf Rang 19 beendete, rot-weiß-rote Gesellschaft. Mit Platz acht in der Teamwertung setzte Österreich einem starken Qualifikationstag zusätzlich die Krone auf.

„Das war ein Wahnsinnswettkampf von den Jungs. Sie haben einen super Job gemacht und gefühlt ohne Nerven geturnt. Da kann ich nur meinen Hut ziehen“, sagte Nationaltrainer Michael Fussenegger. „Drei Finals und Platz acht im Team, damit haben wir unser Ziel mehr als erreicht.“

Mit zwei Top-Sprüngen ins Finale

Wachter glänzte am Sprung mit zwei exzellent ausgeführten Versuchen und zog mit 13.599 Punkten souverän ins Finale ein. „Es war ein unglaublicher Wettkampf. Die Stimmung in der Halle und im Team war einzigartig. Es hat richtig Bock gemacht, zu turnen“, sagte der Vorarlberger. Am Samstag kämpft er am Sprung (ab 10:00 Uhr) um die Medaillen, tags darauf (10:00) steht das Mehrkampffinale auf dem Programm.

Für dieses qualifizierte sich mit einer konstant starken Leistung an allen sechs Geräten auch Balazs. „Ich habe eine sehr gute Qualifikation geturnt und bin mehr als zufrieden. Jetzt freue ich mich riesig auf das Finale“, so der 18-Jährige. Einen äußerst wichtigen Beitrag zum hervorragenden Teamergebnis steuerten auch Michael Miggitsch und Luca Hagen bei.

Miggitsch erwischte einen Start nach Maß und konnte vor allem am Boden und Sprung überzeugen. Erst gegen Ende schlichen sich Fehler ein. „Ich habe unglaublich gut angefangen, das hat richtig Spaß gemacht. Erst hinten raus am Barren und am Reck hat es nicht mehr ganz so geklappt. Aber ich bin dennoch zufrieden“, so Miggitsch, der im Mehrkampf Rang 31 belegte.

„Absolute Oberklasse!“

Hagen setzte dafür ausgerechnet an den letzten beiden Geräten wichtige Akzente: „Ich habe im richtigen Moment wichtige Punkte für das Team geholt. Das waren zwei starke Übungen am Schluss.“ Auch für Youngster Emil Pfurtscheller, der am Boden und am Sprung antrat, war die erste Junioren-EM eine „unfassbar tolle Erfahrung. Ich bin sehr froh, beim Team dabei gewesen zu sein. Die Atmosphäre war perfekt.“

Turnsport-Austria-Sportdirektor Fabian Leimlehner bilanzierte nach der gelungenen Qualifikation mehr als positiv: „Was die Jungs heute abgeliefert haben, war absolute Oberklasse. Sie haben nicht nur eine starke Leistung gezeigt, sondern auch extremen Wettkampfspirit bewiesen. Dass wir jetzt mit zwei Mehrkampffinals und einem Sprungfinale dastehen, ist natürlich großartig. Damit haben wir unser Ziel nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen. Der achte Platz zeigt einmal mehr, dass unsere Junioren auch in dieser Generation in Europa ganz vorne mitmischen können.“

 

Text- und Bildquelle: Turnsport Austria

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