4x400m-Staffeln verbessern EM-Chancen enorm

EM-Startplatz rücken für beiden Staffeln in greifbare Nähe

Erst vor zwei Wochen hatte die Nationalstaffel der Frauen den Uralt-Rekord über 4x400m gebrochen, heute in Regensburg sollte er wenn möglich erneut verbessert werden. Eine Auswechslung gab es, statt Hürdenspezialistin Lena Pressler stand diesmal Viktoria Willhuber (SU Leibnitz) im Aufgebot, sie hatte erst gestern neue PB über die 400m aufgestellt. Die Reihenfolge lautete also Helene Vogel (DSG Wien) – Willhuber – Caroline Bredlinger (LT Bgld Eisenstadt) – Anja Dlauhy (ULC Riverside Mödling). Nach einem Solo-Rennen ohne wirkliche Konkurrenz überquerte das Quartett nach 3:33,17min als Sieger die Ziellinie und blieb damit nur um 0,46s über dem Rekord. Trotzdem ein wichtiger Schritt in Richtung EM im August, denn die ÖLV-Equipe schob sich damit auf Platz 16 im „Road-to-Birmingham-Ranking“ nach vorne, genau der letzte Startplatz mit dem man sich qualifiziert.

Das ÖLV-Quartett der Männer startete wenig später in der Besetzung Niklas Strohmayer-Dangl (LT Bgld Eisenstadt) – Raphael Briel (ULC Linz Oberbank) – Samuel Lengauer (TGW Zehnkampf-Union) – Michael Gantner (ULC Dornbirn). Nach einem sehr flüssigen Lauf konnten auch sie den Wettkampf gewinnen, stärkere Gegnerschaft hätte aber sicher eine noch bessere Zeit ermöglicht. Dennoch wurde es mit 3:06,09min die viertschnellste Zeit, die je ein ÖLV-Team erzielt hat. Wie die Frauen rangieren nun auch die ÖLV-Männer im Europa-Ranking auf Platz 16, der zur Qualifikation für die EM in Birmingham reichen würde.

Staffel-Coach Christian Taylor: „Es war heute ein sehr erfolgreicher Tag für unsere Staffel-Projekte. Bei den Frauen wollten wir den Startplatz für die EM absichern. Alle vier sind mit vollem Einsatz gelaufen und haben uns in eine gute Position für Birmingham gebracht. Auch die Männer haben abgeliefert, sie merken jetzt was alles möglich ist, das macht sie hungrig auf mehr. Das Staffel-Programm baut darauf auf, dass sich die Teilnehmer voll darauf einlassen und daran glauben mit den Besten in Europa mitlaufen zu können. Das passiert gerade, darauf bin ich sehr stolz. Hoffen wir, dass es sich für beide Staffeln ausgeht.“

Ergebnisse

 

Text- und Bildquelle: Österreichischer Leichtathletik-Verband | Klaus Angerer

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