Thomas Frühwirth und Cornelia Wibmer sorgen für die ersten Medaillen bei den Paracycling-Weltmeisterschaften in Amerika

In Huntsville in Alabama wurden am Freitag die Wettbewerbe um die begehrten Regenbogentrikots eröffnet bei den Weltmeisterschaften im Paracycling und im Zeitfahren der H4-Männer konnte der Steirer Thomas Frühwirth seinen Titel verteidigen. Zum dritten Mal im Folge darf er sich Weltmeister im Kampf gegen die Uhr nennen. Sein Teamkollege Alexander Gritsch wurde starker Sechster. Bei den Frauen der H4-Klasse landete die Salzburgerin Cornelia Wibmer auf dem dritten Rang und sicherte sich damit Bronze.

“Ich konnte abliefern“, strahlte Frühwirth nach dem Sieg. Wieder einmal konnte der 45-Jährige die deutlich jüngere Konkurrenz in die Schranken weisen. Bei warmen Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit drehte der Steirer vor allem in der zweiten Runde richtig auf und brauste mit einem Schnitt von fast 45 km/h souverän zu seiner dritten Goldmedaille in Folge im Zeitfahren.

“Schon in den letzten Wochen haben ich meine besten Trainingsleistungen aller Zeiten abgeliefert. Die Konkurrenz wird immer stärker und da muss ich dagegenhalten. Ich wusste, es wird für eine Medaille reichen, dass es wieder Gold wird, ist ein Traum“, schilderte der Steirer. Sein Tiroler Teamkollege Alexander Gritsch wurde Sechster, ihm fehlte ein bisschen mehr als eine halbe Minute auf das Podium.

“Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden. Natürlich hatte ich irgendwie gehofft, dass vielleicht sogar der Sprung aufs Podium noch einmal klappt, aber dafür waren die anderen einfach besser. Besonders in der zweiten Runde habe ich gelitten, wie die meisten Athleten. Was Tom da heute wieder abgezogen hat, war einfach sensationell“, erzählte der Tarrenzer.

Für die zweite rot-weiß-rote Medaille sorgte Wibmer bei den Handbikerinnen der Klasse vier. Obwohl sie das ganze Rennen mit Schaltungsproblemen zu kämpfen hatte, landete sie noch am Podium. 1:06 Minuten betrug ihr Rückstand auf die souveräne Siegerin Emelia Perry aus den Vereinigten Staaten. “Sie hätte ich auch ohne die Probleme nicht erwischt, aber vielleicht wäre Silber drinnen gewesen für mich“, so die Salzburgerin, die hinter der Schweizer Sandra Fuhrer den dritten Rang belegte.

Ergebnisse Einzelzeitfahren Handbike:
Klasse H4 Männer:
1. Thomas Frühwirth (AUT) 39:11.50 Minuten
2. Callum Russell (GBR) + 0:40
3. Joseph Fritsch (FRA) + 0:54
6. Alexander Gritsch (AUT) + 1:37

Klasse H4 Frauen:
1. Emelia Perry (USA) 23:05.35 Minuten
2. Sandra Fuhrer (SUI) + 0:55
3. Cornelia Wibmer (AUT) + 1:06

 

Text- und Bildquelle: ÖRV – Österreichischer Radsportverband | Peter Maurer

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