Staatsmeisterschaft über Mitteldistanz live im TV

2.800 Athlet:innen aus mehr als 40 Nationen, ein neuer Teilnehmerrekord und die Österreichischen Staatsmeisterschaften über die Mitteldistanz: Der Austria Triathlon Podersdorf Burgenland geht von 4. bis 6. September 2026 in seine 39. Auflage. Einen Tag vor den großen Bewerben präsentierten Veranstalter, Politik, Tourismus, Partner und Österreichs Top-Athlet:innen bei der Pressekonferenz in der St. Martins Therme & Lodge die wichtigsten Neuerungen und blickten auf ein Triathlon-Wochenende voraus, das sportlich wie organisatorisch neue Maßstäbe setzen wird.

Der Austria Triathlon Podersdorf Burgenland steht vor einem Rekordwochenende: 2.800 Athlet:innen aus über 40 Nationen haben für die Bewerbe gemeldet – so viele wie noch nie in der Geschichte der Veranstaltung. Damit zählt der Austria Triathlon zu den drei größten Triathlonveranstaltungen Österreichs und zu den bedeutendsten Sportevents des Burgenlands.

Der Auftakt erfolgte bereits am Freitag mit dem Kids Aquathlon, bei dem rund 250 Kinder an den Start gingen. Am Samstag stehen die Lang- und Mitteldistanz im Mittelpunkt, wobei auf der Mitteldistanz 2026 sogar die Österreichischen (Staats-)Meistertitel vergeben werden. Am Sonntag folgen die Olympische Distanz und die Sprintdistanz.

„2.800 Athletinnen und Athleten sind ein absoluter Starterrekord. Unsere Wurzeln liegen in Podersdorf, gleichzeitig ist der Austria Triathlon längst eine Veranstaltung für den gesamten Seewinkel und für das Burgenland geworden. Diese Verbundenheit wollen wir künftig noch stärker sichtbar machen“, sagte Döller.
Auch infrastrukturell wurde weiter investiert. Das zentrale Zielareal wurde neu gestaltet und vergrößert, LED-Walls bringen die ORF-Liveübertragung direkt zu den Zuschauer:innen an der Strecke, rund um die Zielarena entsteht eine umfangreiche Expo. Trotz des Wachstums soll der Charakter der Veranstaltung erhalten bleiben. „Wir sind eine sehr familiäre Veranstaltung. Diese Werte sollen sich auch in unserer Infrastruktur widerspiegeln. Rund um den Zielbereich entsteht gewissermaßen ein Dorf im Dorf – ein eigenes Dorf für unsere Athletinnen und Athleten“, so Döller.

Sport als Impuls für die gesamte Region
Maximilian Köllner, Bürgermeister von Illmitz, hob bei der Pressekonferenz in der St. Martins Therme & Lodge vor allem die regionale Dimension der Veranstaltung hervor. Der Seewinkel biete mit seiner Landschaft, dem Neusiedler See und den Möglichkeiten für Rad- und Ausdauersport optimale Voraussetzungen.

„Wir wollen diese Veranstaltung unbedingt im Burgenland halten. Mit 2.800 Athletinnen und Athleten entsteht eine beträchtliche regionale Wertschöpfung – durch Nächtigungen ebenso wie durch Konsum in der Region. Gleichzeitig erreichen wir damit neue Zielgruppen und zeigen, welchen Anspruch das Burgenland als Sportland hat“, erklärte Köllner. Entscheidend für den langfristigen Erfolg sei dabei auch die breite Akzeptanz vor Ort: „Eine Veranstaltung dieser Größenordnung funktioniert nur, wenn Veranstalter, Gemeinden, Behörden und Bevölkerung zusammenarbeiten. Genau diese Zusammenarbeit ist hier seit vielen Jahren gegeben.“

Wie groß die touristische Bedeutung des Austria Triathlon mittlerweile ist, unterstrich Didi Tunkel, Geschäftsführer von Burgenland Tourismus. Rund 22.000 Nächtigungen und eine regionale Wertschöpfung von etwa 2,73 Millionen Euro wurden im Vorjahr mit der Veranstaltung erzielt. Der Werbewert lag laut Tunkel bei knapp 200.000 Euro.

„Eine Veranstaltung mit dieser Tradition und dieser Größenordnung ist touristisch enorm wertvoll. Gerade Anfang September bringt der Austria Triathlon einen wichtigen zusätzlichen Impuls für die Region“, sagte Tunkel. Sportveranstaltungen seien zudem ein wichtiger Baustein, um die Saison im Burgenland zu verlängern. „Die Athletinnen und Athleten kommen nicht alleine. Familien, Freunde, Trainer und Unterstützer lernen die Region kennen. Unser Ziel ist, dass viele davon später wiederkommen – dann vielleicht für einen Urlaub mit der ganzen Familie.“

Podersdorf sorgt für Emotionen
Für Martin Adelwöhrer, Geschäftsführer der St. Martins Therme & Lodge, liegt genau darin eine besondere Stärke der Veranstaltung. „Die Mischung aus Sport, Herausforderung, Wellness und Erholung passt hervorragend zu unserer Region. Wir sehen, dass immer mehr Athletinnen und Athleten den Bewerb mit einem Kurzurlaub verbinden und ihre Familie mitbringen“, sagte Adelwöhrer. Entscheidend sei dabei das Erlebnis vor Ort: „Wer einmal hierherkommt, die Region kennenlernt und diese Gastfreundschaft erlebt, verbindet damit Emotionen. Und genau diese Emotionen sind oft der Grund, warum Gäste wiederkommen.“

Auch Rene Lentsch, Geschäftsführer des Tourismusverbands Podersdorf, sieht den Austria Triathlon als wichtigen Impuls zum Ende des Sommers. Bereits in den Tagen vor dem Rennen sei das Event im gesamten Ort spürbar. „Man sieht die Rennräder auf den Straßen, die Athletinnen und Athleten beim Laufen und viele Familien und Freunde, die mitreisen. Für Beherbergung und Gastronomie ist das gerade zu diesem Zeitpunkt der Saison enorm wichtig“, erklärte Lentsch. Er selbst kennt den Bewerb auch aus eigener Erfahrung und absolvierte im Vorjahr die Sprintdistanz. „Wenn man in den Zielbereich läuft und von den Menschen angefeuert wird, nimmt man eine Emotion mit, an die man sich erinnert. Genau das sorgt dafür, dass man gerne an diesen Ort zurückkommt. Der familiäre Charakter des Austria Triathlon passt deshalb perfekt zu Podersdorf.“

OMNi-BiOTiC® setzt auf Leistungs- und Breitensport
Mit dem Institut Allergosan und OMNi-BiOTiC® ist auch ein langjährig im Sport engagierter Partner beim Austria Triathlon vertreten. Christoph Schlagbauer verwies dabei auf die besonderen körperlichen Anforderungen des Ausdauersports. „Triathlon und vor allem die Langdistanz bedeuten im Training und im Wettkampf eine enorme körperliche Belastung. Genau hier setzen wir mit unseren Produkten an. Mit OMNi-Power haben wir unser Engagement zusätzlich in Richtung Sporternährung erweitert und können Athletinnen und Athleten damit auch unmittelbar rund um den Wettkampf unterstützen“, sagte Schlagbauer.

Dabei richte sich der Fokus bewusst nicht ausschließlich auf den Spitzensport: „Qualität und professionelles Arbeiten sind uns sehr wichtig – bei unseren Produkten genauso wie bei den Sportlerinnen und Sportlern und bei einer Veranstaltung wie dem Austria Triathlon. Gleichzeitig wollen wir auch Breitensportler unterstützen, die Training, Beruf und Familie miteinander verbinden und dadurch ebenfalls großen Belastungen ausgesetzt sind.“

Österreichs Top-Athletinnen erwarten Laufentscheidung
Besonders hochkarätig ist 2026 das Feld bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften über die Mitteldistanz besetzt. Mit Anna Pabinger, Jacqueline Kallina und Hannah Rössler waren drei der stärksten heimischen Athletinnen bereits bei der Pressekonferenz vertreten. Kallina will ihre Stärken möglichst früh im Rennen ausspielen. „Wir haben einige sehr schnelle Damen am Start, deshalb wird es von Beginn an spannend. Meine Stärken liegen vor allem im Schwimmen und Radfahren. Dort möchte ich mir möglichst eine gute Ausgangsposition erarbeiten. Beim Laufen habe ich in den vergangenen Wochen intensiv gearbeitet und hoffe, dass ich auch dort ordentlich Druck machen kann.“

Anna Pabinger kehrt mit besten Erinnerungen nach Podersdorf zurück, konnte sie doch letztes Jahr den Bewerb für sich entscheiden. „Ich bin im vergangenen Jahr relativ spontan gestartet und habe den Bewerb als extrem familiär und hervorragend organisiert erlebt. Man merkt, dass die ganze Region dahintersteht“, sagte Pabinger. Für das Rennen erwartet sie eine Aufholjagd nach dem Schwimmen: „Schwimmen ist sicher nicht meine stärkste Disziplin. Dafür kann ich normalerweise am Rad viel gutmachen. Wenn es windig wird, kommt mir das entgegen, weil ich gut Druck machen kann. Nach meinem Radsturz vor einigen Wochen bin ich selbst wieder fit – jetzt schauen wir, was im Rennen möglich ist.“

Hannah Rössler rechnet hingegen damit, dass die Entscheidung erst spät fällt. „Wir haben sehr unterschiedliche Stärken und Schwächen. Deshalb glaube ich, dass dieses Rennen erst auf der Laufstrecke entschieden wird“, so Rössler. Die zusätzliche mediale Aufmerksamkeit durch die ORF-Übertragung spornt sie zusätzlich an: „Für uns Profiathletinnen ist es großartig, wenn unser Sport mehr mediale Präsenz bekommt. An meiner Herangehensweise ändert das aber nichts. Ich werde versuchen, bei mir zu bleiben und mein eigenes Rennen zu machen.“

Hochspannung bei den Männern
Auch bei den Männern zeichnet sich ein hochklassiger Kampf um den Staatsmeistertitel ab. Sebastian Aschenbrenner sieht Podersdorf beinahe als Heimrennen. „Ich habe es nicht weit hierher, trainiere gemeinsam mit Michael Weiss sehr oft in der Region und kenne die Strecke in- und auswendig. Sie ist flach und schnell und liegt uns am Rad sehr gut“, sagte Aschenbrenner. Sein gewünschter Rennverlauf ist klar: „Beim Schwimmen darf ich auf Leon nicht zu viel verlieren. Danach möchte ich auf dem Rad aggressiv versuchen, die Lücke zu schließen und idealerweise mit einem Vorsprung in die zweite Wechselzone zu kommen.“

Leon Pauger setzt dagegen auf seine Geschwindigkeit und erwartet ebenfalls eine Entscheidung beim abschließenden Halbmarathon. „Ich glaube, dass wir nach dem Radfahren relativ eng beisammen sein werden und die Entscheidung beim Laufen fällt. Ich habe realistische Chancen auf den Sieg, aber es wird definitiv kein einfaches Rennen“, sagte Pauger. Mit Michael Weiss und Sebastian Aschenbrenner habe er zwei starke Konkurrenten: „Michi hat hier schon sehr gute Rennen gezeigt, Sebastian kommt mit viel Selbstvertrauen. Ich bin mit meiner eigenen Form aber zufrieden und gehe optimistisch ins Rennen.“

Michael Weiss, Olympia-Teilnehmer 2004 im Mountainbike und Podersdorf-Sieger der letzten drei Jahre, möchte hingegen bereits auf dem Rad für die Vorentscheidung sorgen. „Ich kenne die Strecke wirklich in- und auswendig und werde dafür sorgen, dass es am Rad schnell wird. Vor allem mit dem Wind muss man in Podersdorf permanent arbeiten, man kann sich kaum erholen. Genau deshalb wird auch das anschließende Laufen extrem anspruchsvoll“, sagte Weiss.

Der Staatsmeistertitel und die Bühne in Podersdorf sorgen für zusätzliche Motivation. „Ein Staatsmeistertitel ist immer etwas Schönes. Ich möchte vor heimischem Publikum ein gutes Rennen zeigen. Dass der Bewerb jetzt auch live auf ORF Sport+ übertragen wird, macht die Sache noch besonderer. Daniel Döller und sein Team ziehen die Veranstaltung sehr professionell auf – besser könnten die Voraussetzungen kaum sein.“
Mit dem Rekordstarterfeld, den Staatsmeisterschaften, der neu gestalteten Zielarena und der Live-Übertragung auf ORF Sport+ sind damit alle Zutaten für ein außergewöhnliches Triathlon-Wochenende am Neusiedler See vorhanden. Infos unter www.austria-triathlon.at

 

Text- und Bildquelle: Österreichischer Triathlonverband

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