Der Parkour-Weltcup in Istanbul brachte aus rot-weiß-roter Sicht eine Premiere: Erstmals waren mit Tobias Kahofer und Samuel Fronthaler zwei Athleten aus Österreich bei einem Weltcup am Start. Während Fronthaler bei seinem lang ersehnten Debüt im Freestlye Rang 23 erreichte, klassierte Kahofer nach erschwerter Vorbereitung zehn Plätze vor seinem Teamkollegen.
Mit einem Score von 24.900 Punkten belegte der Innsbrucker Rang 13 – angesichts der Vorgeschichte ein beachtliches Ergebnis. Ein Magen-Darm-Virus setzte Kahofer in der Woche vor der Reise in die Türkei außer Gefecht und zwang ihn zu einer mehrtägigen Trainingspause. „Die Wettkampfvorbereitung hätte nicht schlechter sein können. Dennoch ist der Wettkampf richtig, richtig gut gelaufen“, resümierte Kahofer.
Aufgrund der Pause musste der Freestyler einige geplante Elemente kurzfristig aus seinem Run streichen. „Ein paar Tricks musste ich auslassen, weil ich die nicht trainieren konnte.“ Trotzdem präsentierte er eine technische Neuheit und zeigte erstmals „einen Doppelsalto von der Stange mit einem Split dazwischen“.
Mit Platz 13 verpasst Kahofer zwar den Finaleinzug, zog aber dennoch ein positives Fazit. „Ich bin voll happy, dass ich mich langsam, aber stetig immer weiter nach vorne arbeiten kann.“
Fronthaler feiert Weltcup-Debüt
Für Samuel Fronthaler ging in Istanbul ein lang gehegter Traum in Erfüllung. Nachdem ihn Mitte Mai eine Fußverletzung noch ausgebremst hatte, stand der Oberösterreicher nun erstmals auf der Weltcup-Bühne. Mit 20,400 Punkten belegte er Rang 23.
Landsmann Kahofer zeigte sich beeindruckt: „Samuel hat sich bei seinem Debüt richtig gut präsentieren können. Für den ersten Start auf einer Weltcup-Bühne war das eine mega solide Leistung.“ Besonders erfreulich war für beide Athleten die gemeinsame Premiere: „Es hat richtig Spaß gemacht, gemeinsam mit einem Teamkollegen im Weltcup antreten zu können.“
Blick nach vorne
Nach dem Wettkampf in Istanbul steht nun die Sommerpause bevor. In dieser stehen intensive Trainingseinheiten und die Arbeit an neuen Elementen auf dem Programm. „Jetzt heißt es Lock-in, den Sommer durchziehen, trainieren was geht und noch ein paar neue Elemente lernen“, sagt Kahofer.
Der nächste Weltcup wartet im Oktober in China. Die Vorfreude darauf ist bereits groß. „Im Oktober geht es weiter, ich brenne jetzt schon darauf.“ Bis dahin lautet das Motto: „Jetzt heißt es trainieren und im Oktober wieder angreifen.“
Text- und Bildquelle: Turnsport Austria






