Leimlehner zieht positive Bilanz: „Wir liegen voll auf EM-Kurs“

„Ich bin nicht so leicht zu überraschen. Der 17-jährige Samuel Wachter, obwohl Junior, hätte mit seiner Mehrkampf-Punkteleistung alle Turner der Eliteklasse hinter sich gelassen. Man kann Sami nur gratulieren“, bekräftigt Turnsport-Austria-Sportdirektor Fabian Leimlehner.

Die Leimlehner’sche Bilanz der Österreichischen Staatsmeisterschaften im Kunstturnen und der Österreichischen Jugendmeisterschaften in Dornbirn fällt größtenteils positiv aus.

Mit welchem Gefühl fährst du von Titelkämpfen aus Dornbirn nach Innsbruck zurück?

Fabian Leimlehner: „Ich habe von den Top-Assen weniger Fehler gesehen und wenn, dann sollten wir das locker bis Mitrte August bis zur EM in Zagreb hinkriegen. Ich bin absolut zufrieden – wir liegen in der Eliteklasse auf Kurs. Wir werden – nach heutigen Stand – zwei schlagkräftige Teams, Damen wie Herren, bei der EM aufbieten können. Ich bin natürlich auch erleichtert, dass es keine weiteren Verletzungen gab.“

Konkret gesprochen, was ist dir an den drei Wettkampftagen besonders ins Auge gestochen?

Leimlehner:“Ich achte speziell auf neue, schwierigere Elemente: Leni Bohle hat am Boden den lange erwarteten Tsukahara gezeigt. Ja, sie hat ihn noch nicht gestanden, aber das sind Kleinigkeiten, das kriegt sie in den nächsten Wochen locker hin. Leonie Gschliesser hat in ihrem Premierenjahr in der Eliteklasse den Doppelsalto gestreckt gezeigt. Positiv war auch der dreifache Saltoabgang von den Ringen von Gino Vetter sowie das sehr solide Comeback von Selina Kickinger – auch sie liegt für dei EM voll auf Kurs.“

Wer hat dich am meisten überrascht?

Leimlehner: „Mehrkampfmeister Askhab Matiev. Er war schon zweifacher Mehrkampfmeister, hat aber zwei extrem schwierige Jahre hinter sich und konnte seit den letzten Staatsmeisterschaften keinen Wettkampf mehr bestreiten. Askhab hat seinen Ruf bestätigt, in wichtigen Wettkämpfen seine Übung mehr oder weniger fehlerlos zu absolvieren. Überrascht haben mich auch Rosa Schwaninger und Collien Mörz. Beiden haben einen Riesen-Leistungssprung geschafft, jede Menge neue Elemente geturnt. Mit diesen Leistungen haben sich beide für die EM empfohlen. Der zweite Qualifikationswettkampf – ein Länderkampf gegen Schweiz, Slowakei und Tschechien – steigt dann am 11. Juli.“

Gab’s besonders emotionale Momente, die dir in Erinnerung geblieben sind?

Leimlehner: „Der erste spezielle Moment war die Bodenübung einer 10-jährigen Vorarlbergerin, Harper, ihr stand die Freude, dass sie gleich turnen darf, ins Gesicht geschrieben. Und sie hat sich dann richtig gut präsentiert. Da freut sich nicht nur das Publikum, da freut sich auch der Sportdirektor. Besonders war auch, als wir die Punkteliste der Elite bekommen haben und klar war, dass Junior Samuel Wachter punktemäßig vor den Elite-Turnern lag. Wie gesagt, das sieht man auch nicht alle Tage!“

 

Text- und Bildquelle: Turnsport Austria

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