Off-Road EM 2026, Uphill Mountain Race: Platz acht für Männer-Team

Konstante Regenschauer, starker Wind und leichter Nebel in den finalen Passagen sorgte beim heutigen Auftakt zu den dreitägigen Off-Road Europameisterschaften in Kamnik für eine zusätzliche Herausforderung zur anspruchsvollen Strecke. Auf 8,8 Kilometern Länge mussten die 77 Athleten im Männerrennen und 63 Athletinnen im Frauenrennen 1.275 Höhenmeter überwinden, vor allem das Finale war technisch höchst anspruchsvoll.

Meusburger führte ÖLV-Quartett an

Als bester Österreicher erreichte Maximilian Meusburger in einer Zeit von 55:15 Minuten das Ziel auf Platz 25 und konnte dabei einige erfahrene Bergläufer wie den Slowenen Timotej Becan, den ehemaligen Europameister Johan Bugge aus Norwegen oder den Italiener Henry Aymonod hinter sich lassen. „Die nass-kalten Bedingungen taugen mir recht. Ich bin das Rennen in den flacheren Passagen etwas defensiver angegangen und konnte ab dem Mittelteil, wo es steiler wurde, gut puschen und einige Positionen aufholen“, sprach der 21-Jährige von einem „lässigen Wettkampf“.

Das solide österreichische Resultat komplettierten Markus Bretterklieber (Running Team Lannach) in einer Zeit von 56:39 Minuten auf Rang 34, Mathias Gwechenberger (TRI RUN KUCHL) in einer Zeit von 57:12 Minuten auf Rang 36 und Josef Bodner (U. Raika Lienz) in einer Zeit von 57:56 Minuten auf Rang 44. Die 95 in die Wertung fallenden Platzierungspunkte reichten für den zufrieden stellenden achten Platz in der Nationenwertung, in die jeweils die drei besten Resultate pro Team eingerechnet wurden.

Premiere bei den Erwachsenen

Vor zwei Jahren war Meusburger noch der beste Junior im ÖLV-Team und erreichte in Annecy die Plätze 15 (Uphill) und 12 (Up & Down) in den U20-Rennen. „Der heutige 25. Platz belegt den nahtlosen Übergang von der Juniorenklasse in die Allgemeine Klasse. Max hat heute gezeigt, dass er mit gutem Niveau auf europäischer Ebene mithalten kann“, lobte ÖLV-Delegationsleiter Michael Geisler den jungen Vorarlberger. Der 21-Jährige aus dem Bregenzerwald startet am Sonntag im Up & Down Mountain Race als Teil eines starken Quartetts mit Manuel und Hans-Peter Innerhofer (beide LC Oberpinzgau) sowie Johannes Nussbaumer (EXCITINGFIT-RUNNINGTEAM).

Muss mit starkem Finale in die Top-30

Als rot-weiß-rote Solistin lief Amelie Muss im letzten Wettkampf des Tages mit einer Laufzeit von 1:07:20 Stunden zu Platz 27. „Wie bei internationalen Meisterschaften üblich war die Startphase sehr intensiv. Ich habe mich auf mein eigenes Tempo konzentriert und mir ist es gut gelungen, auf gleichmäßigem Level von Anfang bis zum Schluss durchzulaufen“, kommentierte die 23-jährige Oberösterreicherin zufrieden. „Im Schlussteil war es dann so neblig, dass ich mich nur noch von Fähnchen zu Fähnchen orientieren konnte. Dabei habe ich noch einige Kontrahentinnen überholen können, das war eine große Motivation auf den letzten Metern.“ Durch den anhaltenden Regen war die Strecke zum Ende des Wettkampftags hin bereits ziemlich rutschig und recht tief, eine zusätzliche Herausforderung.

Zwei überragende britische Siege

Die Goldmedaillen in den beiden Bewerben der Allgemeinen Klasse gingen an Großbritannien, jeweils in beeindruckender Brillanz. Bei den Frauen dominierte Morven Goodrum in einer Zeit von 58:00 Minuten mit einem gewaltigen Vorsprung von 2:31 Minuten auf die deutsche Marathon-Olympia-Teilnehmerin von 2024, Laura Hottenrott, und 2:42 Minuten Vorsprung auf Nélie Clément aus Frankreich. Bei den Männern holte Jacob Adkin seinen zweiten Uphill-EM-Titel nach 2019 in einer Zeit von 49:21 Minuten mit 2:07 Minuten Vorsprung auf den Schweden Petter Engdahl und 2:19 Minuten Vorsprung auf den Italiener Andrea Elia.

Großbritannien gewann bei den Frauen auch den Titel in der Nationenwertung mit 18 Punkten vor Frankreich (28) und der Schweiz (42). Dank dreier Platzierungen in den Top-Ten freute sich das Schweizer Team mit 21 Punkten über Gold in der Nationenwertung der Männer vor dem französischen (29) und dem italienischen (32).

Junioren-Team mit wertvollen Erfahrungen

Im 3,4 Kilometer langen Rennen der Altersklassen U20, während dessen 423 Höhenmeter zu bewältigen waren, räumte das französische Team bei den Burschen alle Medaillen ab. Emilien Simoneau und Yannik Memheld liefen Hand in Hand nach 18:56 Minuten ins Ziel, European Athletics entschied sich, beiden die Goldmedaille zu überreichen. Oscar Cransac-Chayrigues sicherte sechs Sekunden später den französischen Dreifachsieg ab. Die logische Folge war Team-Gold mit 5 Punkten vor Italien (28) und Spanien (42).

Das heimische Trio platzierte sich im 60 Athleten umfassenden Feld im Mittelfeld: Als Bester erreichte Ben Balik (ProTeam Vienna) nach 21:35 Minuten das Ziel auf Platz 35. Christoph Müller (PSV Leoben) folgte in 22:21 Minuten auf Position 44, fünf Sekunden und zwei Positionen später überquerte Matteo Ragonese (KLC) die Ziellinie. „Das Team hat sich gut geschlagen, schließlich war es für die Drei das erste Hineinschnuppern bei einem internationalen Großereignis“, betonte Geisler.

Ohne österreichische Beteiligung ging das Juniorinnenrennen über die Bühne. Gloria Herold aus Deutschland gewann das Duell um Gold in einer Zeit von 21:52 Minuten um eine Sekunde gegen Anna Kynclova aus Tschechien. Bronze sicherte sich die deutsche Titelverteidigerin Julia Ehrle. Das deutsche Team gewann Team-Gold mit 13 Punkten vor dem französischen (27) und dem italienischen (33).

Die Platzierungen des ÖLV-Teams

Uphill Mountain Race der Männer
Platz 25 – Maximilian Meusburger – 55:15 Minuten
Platz 34 – Markus Bretterklieber – 56:39 Minuten
Platz 36 – Mathias Gwechenberger – 57:12 Minuten
Platz 44 – Josef Bodner – 57:56 Minuten

Uphill Mountain Race der Männer, Team
Platz 8 – Österreich – 95 Punkte

Uphill Mountain Race der Frauen
Platz 27 – Amélie Muss

Uphill Mountain Race der Junioren (U20)
Platz 35 – Ben Balik – 21:35 Minuten
Platz 44 – Christoph Müller – 22:21 Minuten
Platz 46 – Matteo Ragonese. – 22:26 Minuten

Uphill Mountain Race der Junioren (U20), Team
Platz 12 – Österreich – 125 Punkte

Die Ergebnisse der European Off-Road Running Championships 2026

Veranstaltungswebsite

Website von European Athletics

Der weitere Zeitplan

Samstag, 6. Juni um 9 Uhr: Trail Race Männer & Frauen (ca. 52 km, 2.647 Höhenmeter)
Sonntag, 7. Juni um 9 Uhr: Up & Down Mountain Race, U20 Burschen (ca. 5,7 km, 370 Höhenmeter)
Sonntag, 7. Juni um 9:40 Uhr: Up & Down Mountain Race, U20 Mädchen (ca. 5,7 km, 370 Höhenmeter)
Sonntag, 7. Juni um 10:30 Uhr: Up & Down Mountain Race, Männer (ca. 13,1 km, 970 Höhenmeter)
Sonntag, 7. Juni um 12:15 Uhr: Up & Down Mountain Race, Frauen (ca. 13,1 km, 970 Höhenmeter)

Ein Livestream aller Wettkämpfe der Off-Road EM 2026 ist auf der Website von European Athletics bzw. im YouTube-Channel von European Athletics verfügbar.

 

Text- und Bildquelle: Österreichischer Leichtathletik-Verband | Michael Geisler

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