Vor dem Start der Finalserie der win2day Basketball Superliga zwischen den Hefte Helfen Bulls Kapfenberg und den UNGER STEEL Gunners Oberwart haben wir – wie bereits vor den Cup-Finals – die Leader jener Teams befragt, die den Sprung ins Endspiel verpasst haben. Das Ergebnis fällt überraschend deutlich aus: Trotz Heimvorteil und makelloser Playoffs der Bulls sieht die Mehrheit den Titelverteidiger vorne.
Drei der vier befragten Spieler tippen auf Oberwart, gleichzeitig erwarten fast alle eine lange Serie über die volle Distanz.
Christian von Fintel (Raiffeisen Flyers Wels) ist der einzige der Befragten, der auf Kapfenberg setzt. „Kapfenberg hat individuell vielleicht leichte Vorteile, das hat man auch bei den diesjährigen Awards gesehen. Oberwart hingegen funktioniert offensiv wie defensiv extrem stark als Einheit.“ Ausschlaggebend ist für ihn am Ende der Heimvorteil: „Ich denke, es wird eine Kopf-an-Kopf-Serie bis Spiel fünf – deshalb gehe ich mit Kapfenberg.“
Erfahrung ausschlaggebend
Die übrigen Stimmen sehen leichte Vorteile beim Meister. Benedikt Güttl (druck.at Traiskirchen Lions) verweist auf Oberwarts Erfahrung: „Kapfenberg ist sehr souverän ins Finale eingezogen und die Gunners haben das nötige Selbstvertrauen, nachdem sie den starken Wiener Kader eliminiert haben.“ Sein Fazit: „Mich würde es nicht wundern, wenn wir wieder fünf Spiele sehen. Ich sehe Oberwart durch Erfahrung und Chemie leicht vorne.“
Ähnlich argumentiert Elias Wlasak (BK Karbon-X Dukes): „Viele Spieler dieses Kaders standen bereits in solchen Situationen und genau diese Erfahrung könnte am Ende den Unterschied machen.“ Zusätzlich sieht er den Halbfinalerfolg gegen den BC Vienna als wichtigen Faktor: „Es gibt kaum etwas, das mehr Selbstvertrauen und Momentum verleiht, als den Topfavoriten aus dem Bewerb zu werfen.“
Auch Richard Williams Jr. (SKN St. Pölten Basketball) erwartet ein enges Duell: „Both teams have good guard play combined with size and strength on the inside. The winner will come down to who imposes their will more.“ Sein Tipp fällt dennoch auf den Titelverteidiger: „I’m going for Oberwart.“
Damit geht Oberwart nicht nur als amtierender Meister und Gewinner der letzten beiden Titel in die Serie, sondern erhält auch das Vertrauen der Konkurrenz. Kapfenberg bringt dagegen Heimvorteil, individuelle Auszeichnungen und eine bisher perfekte Playoff-Bilanz mit ins Finale.
Spiel eins der „best-of-five“-Serie steigt am Samstag (18.00 Uhr) in Kapfenberg und wird live auf ORF Sport+ sowie ORF ON übertragen.
Text- und Bildquelle: Österreichischer Basketballverband






