Seit mehreren Jahren hat Radsport Österreich mit der SPORTLAND Niederösterreich women Tour eine eigenständige Rundfahrt für Frauen und das viertägige Etappenrennen wächst weiter. Denn die internationale Tour, die in diesem Jahr von 22. – 25. Mai stattfindet, ist nicht nur ein absoluter Fixpunkt im heimischen Kalender geworden, sondern überschreitet 2026 erstmals auch die Landesgrenzen.
Denn der Auftakt der Rundfahrt erfolgt erstmals im Burgenland, womit sich erstmals in der Geschichte ein Etappenrennen für Frauen über zwei Bundesländer erstreckt. Mit dem burgenländischen Seewinkel sowie der hügeligen und im Finale am Hochkar sogar bergigen Landschaft des Mostviertels warten vier abwechslungsreiche Etappen, für welche das Interesse sehr groß ist. Viele Teams haben sich um einen Startplatz beworben, weshalb das Feld der Starterinnen auf bis zu 25 Teams erweitert wurde. Gleich acht Nationalteams und vier professionelle UCI-Teams haben für das Rennen gemeldet, welches offen ist für die Kategorien Elite, U23 und Juniorinnen.
“Die Rundfahrt ist wirklich ein Sprungbrett für die Fahrerinnen. Zahlreiche Fahrerinnen haben hier ihre ersten Erfahrungen gesammelt und gehören heute der Weltspitze an, fuhren bei Weltmeisterschaften auf das Podium wie die Deutsche Antonia Niedermaier, die Slowakin Viktória Chladoňová oder die Slowenin Maruša Tereza Šerkezi. Aber auch unsere aktuelle Führende der Road Cycling League Austria, die Tirolerin Tabea Huys war hier schon als Juniorin mit dabei“, erklärt Florian König, der Generalsekretär von Cycling Austria, der die Rundfahrt 2021 ins Leben gerufen hat und auch noch heute als Tour-Direktor fungiert.
Investition in die Rundfahrt ist ein Investment für die Zukunft
“Mit der Erweiterung und dem Start im Burgenland haben wir die Rundfahrt wieder weiterentwickelt. Die Tour ist wichtig für die heimischen Teams und sie soll das absolute Saisonhighlight für sie darstellen. Deshalb wollen wir die women Tour auch weiter ausbauen“, blickt er schon voraus. Weiteres Wachstum benötigt auch Unterstützung, die vor allem von den Partnern und Sponsoren kommt.
Die Werte, die die Rundfahrt vermittelt, schätzt das SPORTLAND Niederösterreich sehr, weshalb das Bundesland wieder voll hinter Österreichs einzigem Etappenrennen für Frauen steht. “Niederösterreich und der Radsport passen einfach perfekt zusammen. Umso mehr freut es uns, auch heuer wieder Österreichs einzige mehrtägige Radrundfahrt für Frauen zu unterstützen. Die Tour bietet eine einzigartige Plattform, auf der junge Sportlerinnen internationale Rennluft schnuppern und wertvolle Wettkampferfahrungen sammeln können. Damit setzen wir ein starkes Zeichen für die gezielte Förderung des Frauen- und Nachwuchssports in unserem Heimatbundesland“, schildert Sportlandesrat und LH-Stellvertreter Udo Landbauer, welcher mit dem SPORTLAND Niederösterreich das Gelbe Trikot der Gesamtwertung präsentiert.
“Die SPORTLAND Niederösterreich women Tour ist weit mehr als ein Radrennen. Sie ist ein starkes Zeichen für Nachwuchsförderung, Chancengleichheit und die nachhaltige Entwicklung des Radsports. Raiffeisen Niederösterreich-Wien ist es ein besonderes Anliegen, Initiativen zu unterstützen, die junge Talente fördern und gleichzeitig den Frauenradsport sichtbar und erlebbar machen. Als regional verwurzelter Partner sehen wir es als unsere Aufgabe, solche Initiativen aktiv mitzugestalten. Denn wir sind überzeugt, dass Investitionen in Sport, Jugend und Gleichstellung auch Investitionen in die Zukunft sind“, berichtet Karl Zöchling von der Raiffeisen Landeswerbung, deren Logo das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrerin ziert.
Den Radsport ins wohlverdiente Licht rücken mit Inspiration für die Jugend
Auch wenn die niederösterreichische Landeshauptstadt heuer nicht im Etappenplan aufscheint, so ragt das Logo der Stadt St. Pölten auf dem Roten Trikot, welches die beste Österreicherin des Rennens auszeichnet. “Diese Veranstaltung steht exemplarisch für das, wofür wir unsere Stadt zunehmend positionieren: als echtes Rennraderlebnis. Denn St. Pölten bietet mit seiner Rad-Infrastruktur, den abwechslungsreichen Strecken inmitten der Hauptstadtregion und der sportbegeisterten Bevölkerung ideale Voraussetzungen dafür. Ich bin überzeugt, dass Veranstaltungen wie die SPORTLAND Niederösterreich women Tour inspirieren, Menschen für das Rennradfahren begeistern und den Rennradsport in das wohlverdiente Licht rücken“, kennt Bürgermeister Mag. Matthias Stadler die Wertschöpfung des Rennens, aber auch deren Vorzüge für den Tourismus und eine nachhaltige Sportförderung.
Das vierte und letzte Wertungstrikot der Tour 2026 ist orange und wird von Gatorade, einer Marke von Mautner-Markhof gesponsert. “Diese Rundfahrt steht genau für jene Werte, die wir als Unternehmen unterstützen möchten: Leistung, Leidenschaft und nachhaltige Entwicklung im Sport. Besonders beeindruckend ist die internationale Strahlkraft der Rundfahrt, die den Frauenradsport sichtbar stärkt und gleichzeitig junge Athletinnen inspiriert. Für uns ist es eine große Freude, Teil dieser Entwicklung zu sein und den Radsport in Österreich aktiv mitzugestalten“, erklärt Jürgen Brettschneider, der Geschäftsführer von Mautner-Markhof, selbst begeisterter Radsportler.
Die vier Etappen im Überblick:
Der Auftakt erfolgt am 22. Mai im Seewinkel, wo in Illmitz der Start und das Ziel der 1. Etappe ist. Der Kurs war im vorigen Sommer der Schauplatz der Österreichischen Staatsmeisterschaften und bot ein sehr spektakuläres Rennen. 103,2 Kilometer warten auf einem Rundkurs, der dreimal bewältigt wird.
Am zweiten Tag wartet eine hügelige Etappe, die auf einem Rundkurs rund um das Stift Heiligenkreuz in Sitzenberg-Reidling im Tullner Becken führt. 106 Kilometer gespickt mit fast 1.000 Höhenmetern sorgen dafür, dass die Favoritinnen auf den Gesamtsieg ihre Karten aufdecken müssen, vor allem, weil der Zielanstieg beim Stift gleich zehnmal bewältigt werden muss.
Zum dritten Mal in Folge gastiert die Rundfahrt auf der 3. Etappe in Amstetten. Bestritten wird das Rennen wieder auf der bewährten Runde um die Ostarrichi-Kaserne, neu ist aber der Start und das Ziel am Hauptplatz, welcher nach neun Runden wieder erreicht wird. Mit 109,1 Kilometern ist es die längste Etappe der Rundfahrt, welche 936 Höhenmeter aufweist.
Das große Finale erfolgt wieder mit einer harten Kletterpartie in den Ybbstaler Alpen. Denn von Ybbsitz aus führt die Schlussetappe hinauf zum Hochkar, wo auf der 8,8 Kilometer langen Mautstraße die Entscheidung über die Gesamtwertung fallen wird.
Nachwuchs- und Breitensport miteingebunden im Rundfahrtkonzept
Während der 3. Etappe in Amstetten findet um 14:45 am Hauptplatz ein Rennen der KidsBikeTrophy statt. Die Serie umfasst elf Stopps, davon wird einer im Rahmen von Österreichs einziger Frauen-Rundfahrt stattfinden. Kinder mit einem Jahrgang von 2015 und jünger sind herzlich willkommen. Am Hochkar gibt es am Finaltag auch wieder ein Masters- und Amateurrennen, welche zugleich auch die niederösterreichischen Landesmeisterschaften austragen.
Die Etappen im Überblick:
1. Etappe: Illmitz – Illmitz
103,2 Kilometer / 30 Höhenmeter
Start: 12:15 Uhr
Ziel: 14:45 Uhr
2. Etappe: Gutenbrunn – Heiligenkreuz
106 Kilometer / 960 Höhenmeter
Start: 12:15 Uhr
Ziel: 15:05 Uhr
3. Etappe: Amstetten – Amstetten
109,1 Kilometer / 936 Höhenmeter
Start: 13:00 Uhr
Ziel: 15:45 Uhr
KidsBikeTrophy ab 14:45 Uhr am Hauptplatz
4. Etappe: Ybbsitz – Hochkar
56,2 Kilometer / 1.140 Höhenmeter
Start: 11:00 Uhr
Ziel: 13:05 Uhr
Tour-Gesamt:
374,5 Kilometer / 3.066 Höhenmeter
Text- und Bildquelle: ÖRV – Österreichischer Radsportverband






