An der Spitze des Feldes steht mit Andrea Mayr (SVS-Leichtathletik), die weltbeste Bergläuferin aller Zeiten: Die siebenfache Berglauf-Welt- und dreifache -Europameisterin, kann 24 Jahre nach ihrem ersten nationalen Berglauftitel am Großglockner im Optimalfall den 19. österreichischen Berglauf-Titel ihrer unglaublichen, nationalen Titelsammlung hinzufügen.
Dazu muss allerdings erwähnt werden, dass Mayr wegen einer Achillessehnenverletzung von Anfang Februar an zehn Wochen nicht laufen konnte. O-Ton Mayr: „Ich konnte zwar am Rad und Streetstepper trainieren, laufe aber erst seit zwei Wochen wieder. So gesehen bin ich fit, aber nicht “lauffit“. Österreichische Meisterschaften im Streetstepperfahren würde ich wahrscheinlich gewinnen, aber ob es für einen Berglauftitel reicht, weiß ich nicht.“
Aller Widrigkeiten zum Trotz plant Mayr am Samstag eine Nachnennung. Sie wird jedenfalls als Titelverteidigerin ins Rennen gehen. Im Vorjahr holte sie in Innsbruck ihren 18. nationalen Berglauftitel – den 14. in Folge! Gewinnt sie neuerlich, wäre dies ihr bereits 59. österreichischer Meistertitel (keine Österreicherin gewann je mehr) – und zugleich auch Schafberglauf-Sieg Nummer 6, nachdem sie das Rennen schon in den Jahren 2015–2019 als Gesamtsiegerin beendet hatte.
Zwillingsduo favorisiert
Bei den Männern sind die 30 Jahre alten Zwillinge Manuel und Hans-Peter Innerhofer (*9. 7. 1995, beide vom LC Oberpinzgau) die Top-Favoriten. Manuel gewann den Berglauf-Staatsmeistertitel bereit sechs Mal (2016, 2017, 2019, 2020, 2021, 2022). Rang 4 bei der Berglauf-EM 2022 und Rang 6 bei der Berglauf-WM 2019 waren auch internationale Ausrufezeichen. Der um drei Minuten ältere Hans-Peter gewann im Vorjahr in Innsbruck innerhalb weniger Tage die Staatsmeistertitel im Berglauf und Trail Classic. Hans-Peter wurde erstmals 2023 Berglauf-Staatsmeister und kann auf viele nationale Titel von 3.000 m indoor bis Marathon verweisen. Zudem sorgten sie am Wolfgangsee schon im Vorjahr für Furore, als sich Manuel in 1:29:43 Std. den Gesamtsieg des 27-km-Klassikers vor Bruder Hans-Peter holte. Manuel blieb dabei als erst zweiter Österreicher in 53 Jahren unter der magischen 1:30-Stunden-Marke.
Klasse und Masse am Start
Aber auch alle weiteren Medaillengewinner der Titelkämpfe 2025 sind am 9. Mai beim Schafberglauf am Start. Es sind dies die zweifache Schafberglaufsiegerin der Jahre 2024/2025 und Streckenrekordhalterin Amelie Muss (LCAV Jodl Packaging) und Isabell Speer (LAC Salzburg) sowie bei den Männern Lokalmatador und Team-Staatsmeister 2025 Johannes Nussbaumer (Excitingfit Runningteam) und Sebastian Falkensteiner (LC Oberpinzgau).
In der Allgemeinen Klasse werden im Einzel- und Teambewerb Staatsmeisterschafts-Medaillen vergeben. Um Öst. Meistertitel geht es auch in der U18, U20 und in allen Mastersklassen (W/M35 bis W/M90). U18/U20 sowie W/M70+ laufen dabei die Kurzstrecke (2,14 km | 418 Höhenmeter). Im 3er-Teambewerb der Männer wollen die Lokalmatadore des Excitingfit-Runningteams aus Bad Ischl ihren nationalen Titel verteidigen – mit durchaus guten Chancen. Frauen-Team-Staatsmeisterehren gab´s im Vorjahr für SCLT Breitenbach (T).
Das volle Programm – analog zu den „Staats“ – gibt´s für alle oberösterreichischen Athlet:innen auch im Zuge der OÖLV-Landesmeisterschaften.
Nicht zu vergessen der Volkslauf, der (wie die österreichischen Staats- und OÖ. Landesmeisterschaften) auf 7,58 km und knackigen 1.221 Höhenmetern von der Tal- zur Bergstation der Schafberg-Bahn führt. Hier startet übrigens Julius Ott (deutscher Berglaufmeister 2022, Startnummer 386). Der zweifache Gesamtsieger 2022 und 2025 und Streckenrekordhalter hat natürlich das Leistungsvermögen, mit der österreichischen Elite mitzuhalten. Beeindruckend auch der 88-jährige Regauer Johann Weber (LCAV Jodl Packaging, Startnummer 404), der bewusst auf den österreichischen und oö. M85-Titel verzichtet und die vollen 1.221 Höhenmeter im Volkslauf absolviert.
Sehr positiv – aktuell liegen bereits 427 Anmeldungen vor, womit das Rekordjahr 2016 (296) schon jetzt um rund 45 Prozent getoppt ist!
Weitere Informationen (u.a. Organisatorisches) und Hintergrundinformationen (u.a. alle Sieger:innen des Schafberglaufs) sind in der nachfolgenden PDF-Datei nachzulesen.
Text- und Bildquelle: Österreichischer Leichtathletik-Verband | Franz Sperrer






