Im ersten von zwei 3000-m-Vorläufen zeigte Tabea Schmid (ULC Riverside Mödling) ein tolles Rennen. Mit 9:31,32 min verbesserte sie ihre PB um sieben Sekunden und qualifzierte sich als 15. für das Finale. Während eine der Favoritinnen vorne wegzog, hielt sie sich das gesamte Rennen in der ersten Verfolgerinnengruppe auf. Auf der Schlussrunde kämpfte sie dann um jede Platzierung und Sekunde, denn nur die Top-5 pro Lauf und die weiteren 5 Zeitschnellsten qualifizierten sich fürs Finale. Für die Mödlingerin war es die bereits zweite Teilnahme bei einer U20-EM, doch in Jerusalem vor zwei Jahren musste sie mit einem „DNF“ nachhause fahren – jetzt darf sie sogar zwei Mal laufen.
Für Schmid ist mit dem Einzug ins Finale, wie sie selbst sagte, ein Traum in Erfüllung gegangen: „Es war so cool! Ich hab mich schon gefreut, dass ich überhaupt dabei sein kann und jetzt Bestzeit. Dann musste ich noch ziemlich lange zittern, ob es sich mit dem Finale ausgeht oder nicht. Dass ich jetzt nochmal da laufen kann ist so cool! Ich bin einfach nur ur glücklich. Von der Zeit her war schon der Plan an die 9:30 min heranzulaufen, aber mit dem Finale habe ich gar nicht gerechnet, weil viele vor mir in der Meldeliste waren.“ Jetzt heißt es regenerieren für das Finale am Sonntag, wo Tabea auf viel Schlafen setzt.
Bei angenehmen Wetterbedingungen – Sonnenschein und zirka 20 Grad – startete Alexander Heinz (TGW-Zehnkampf-Union) sehr gut in den zweiten Zehnkampf-Tag. Um 9:30 Uhr eröffnete er mit deutlicher neuer PB von 15,33 s (-0,1 m/s) über 110 m Hürden. Bisher hatte er aus seinem besten Zehnkampf 15,89 s über die Hürden und 40,66 m im Diskuswurf zu Buche stehen. Diese 40 Meter pulverisierte er mit dem 1,75-kg-Diskus kurz nach dem Hürdenlauf deutlich. Es kamen 44,24 m in einer seiner Lieblingsdisziplinen in die Wertung.
In der achten Disziplin, dem Stabhochsprung, war dann Nervenstärke und viel Ausdauer gefragt. Heinz übersprang erst im dritten Versuch 4,40 m, was ihm, wie er danach sagte, sehr viel Kraft kostete. Danach konnte er mit 4,50 m trotzdem noch die Höhe von seinem besten Zehnkampf einstellen. Damit liegt er vor der abschließend Abend-Session auf dem sehr guten 14. Platz.
Alexander Heinz im Diskuswurf ©ÖLV, Coen Schilderman
Nach der U18-EM im Vorjahr in Banská Bystrica, gelang Gabriel Bornemann (SU Leibnitz) heuer wieder über 200 m die Qualifikation für ein internationales Großereignis. Er reiste mit PB von 21,52 s auf einer Außenseiterposition nach Tampere, daher galt es für den 18-jährigen Erfahrung zu sammeln und alles zu geben. Am Ende finishte er, genau wie 2024, auf Platz 29 in einer Zeit von 22,25s (+0,1 m/s). Der Steirer resümierte: „Es war nicht so das beste Rennen, würde ich sagen. Ich habe aufjedenfall am Anfang vom Rennen sehr viel liegen gelassen und in der Kurve viel zu wenig gemacht. Ich habe gedacht auf der Geraden ist es besser in den langen Schritt hineinzukommen, aber anscheinend war es doch nicht besser. Generell habe ich mich im Vorfeld aber sehr gut gefühlt und war froh, wieder an einer EM teilnehmen zu dürfen. Ich habe versucht mit Spaß reinzugehen und das hatte ich auch. Ein bisschen entäuscht von der Zeit bin ich trotzdem.“
Ebenfalls über 200 m am Start stand Suri Stöhr (ÖBV Pro Team). Im sehr großen Feld von 45 Sprinterinnen lief sie auf den guten 5. Rang in ihrem Lauf und Platz 30 ingesamt. Bei -1,8 m/s Gegenwind war dies heute keine leichte Aufgabe, doch sie machte trotzdem fünf Plätze im Vergleich zur Entry List gut. Am Ende fehlten mit 24,70 s nur 14 Hundertstel für das Semifinale. Mit noch 17 Jahren ist Suri die jüngste Teilnehmer:in des ÖLV-Teams bei der U20-EM in Tampere. Somit wird die U18-EM-Neunte von 2024 im nächsten Jahr nochmal die Chance haben in dieser Altersklasse anzugreifen.
Wichtige Links
- Startlisten & Live-Ergebnisse
- Livestream
- Fotos © ÖLV, Coen Schildermann
- Offizielle Website #tampere2025
- Instagram @austrianathletics – Videos & BTS
- Daten & Fakten zur U20-EM
Der Zeitplan der U20-EM
Die U20-EM ist im Livestream über eurovisionsport.com zu verfolgen. Finnland ist im Vergleich zu Österreich (MEZ) eine Stunde voraus.
| Zeit (Ortszeit) | Bewerb | Runde | Athlet:in |
| Freitag | . | . | . |
| 17:30 | Speer (A) | Zehnkampf | Heinz |
| 18:55 | 400 m Hürden | Semifinale | Rudorfer |
| 19:55 | 1500 m | Zehnkampf | Heinz |
| Samstag | . | . | . |
| 09:00 | 10.000m Bahngehen | Finale | Mohr |
| 11:25 | 110m Hürden | Vorlauf | Huber |
| 12:15 | 3000 m Hindernis | Vorlauf | Eror |
| 12:45 | Speerwurf | Finale | Haller |
| 13:25 | 4×400 m | Vorlauf | xx ° |
| 17:05 | 400 m Hürden | Finale | Rudorfer* |
| 18:55 | 1500 m | Finale | Schedler |
| Sonntag | . | . | . |
| 11:40 | 110m Hürden | Semifinale | Huber* |
| 13:05 | 3000 m | Finale | Schmid |
| 18:15 | 3000 m Hindernis | Finale | Eror* |
| 19:15 | 110m Hürden | Finale | Huber* |
| 20:15 | 4×400 m | Finale | xx ° |
*bei Aufstieg in die nächste Runde
°Enteilung noch offen
Text- und Bildquelle: Österreichischer Leichtathletik-Verband





