WM-Finaleinzug im Trials für Thomas Pechhacker in Riyadh

Fünf heimische Trials-Spezialisten haben am Donnerstag das Halbfinale bei den Urban Cycling Weltmeisterschaften in Riyadh, der Hauptstadt von Saudi-Arabien, bestritten und mit Thomas Pechhacker schaffte einer davon sogar den Einzug ins Finale der besten sechs Athleten. Dieses findet am Samstag statt.

“Es war ein harter Kampf“, beschrieb der frühere Weltmeister seinen Einsatz im Halbfinale. Die Nachwehen einer Corona-Infektion vor wenigen Wochen stellten bei den heißen Temperaturen und den anstrengenden langen Sektionen den Niederösterreicher vor einige Schwierigkeiten. “Dann kamen noch ein zerfetztes Laufrad und ein Sturz, der zum Glück halbwegs glimpflich ausging, hinzu“, fügte er an.

Jeweils sechs Sektionen mussten die Gleichgewichtsspezialisten pro Lauf absolvieren. Die gesammelten Punkte aus drei Läufen bildeten dann die Summe für die Platzierungen im Halbfinale. “Trotz der ganzen Probleme bin ich zufrieden, dass ich wieder im Finale mit dabei ist“, erklärte Pechhacker, der 2018 in China den Titel gewinnen konnte. In diesem beginnt am Samstag dann das ganze wieder von Neuem, denn die sechs Finalisten starten das Finale ohne den Zählern aus der Vorrunde. Kraft geben wird dem Niederösterreicher sein zweiter Halbfinal-Run, wo er zwei perfekte Sektionen ablieferte.

Simon Staufer landete in der Klasse der 20-Zoll-Räder, in der auch Pechhacker unterwegs ist, auf Rang 18. “Das Fahrgefühl war top und ich konnte die Sektionen ohne gravierende Fehler meistern“, schilderte er und fügte an: “Der anspruchsvolle Parcours hat richtig Laune gemacht und war ein absolutes Highlight für mich. Ich weiß, woran ich arbeiten muss für die nächste Saison und dann will ich noch mehr Punkte abstauben.“

Mit Dominic Grill landete der dritte heimische 20-Zoll-Fahrer auf Rang 23. “Leider konnte ich, trotz guter Vorbereitung, am Wettkampftag nicht meine Leistung abrufen. Durch die Hitze kämpfte ich mit Kopf- und Nackenschmerzen, dann hatte ich auch noch einen Sturz, der mir zu schaffen machte. Aber ich weiß, woran ich arbeiten muss“, erklärte Grill.

Bei den 26-Zoll-Fahrern wurde der Tiroler Nico Ostheimer der beste Österreicher auf Platz 19. Der Junioren-WM-Medaillengewinner von 2023 in Glasgow zeigte drei konstante Läufe und beginnt sich langsam in der Elite zu etablieren. “Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Ich konnte alle Hindernisse auf meinem Niveau meistern und mit Platz 19 ein starkes Ergebnis erreichen. Gleichzeitig hat mir die WM gezeigt, woran ich für nächstes Jahr arbeiten kann.“

Eine ziemliche Materialschlacht lieferte Alexander Pechhacker ab, der schlussendlich auf Rang 25 landete. “Gleich in der ersten Sektion brach die Achse des Tretlagers. Nach dem Wechsel auf das Ersatzrad kam ich gut in den Wettkampf zurück, doch später musste auch noch der Lenker wegen eines Risses getauscht werden, was viel Zeit kostete und mir am Ende 70 Strafpunkte einbrachte.“

 

Text- und Bildquelle: ÖRV – Österreichischer Radsportverband

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