Weniger Risiko, mehr Selbstvertrauen: Benny Wizani vor der Trampolin-WM

„Aus Fehlern lernt man“, sagt Trampolin-Ass Benny Wizani. Bei der bevorstehenden Weltmeisterschaft in Nanjing (CHN/05. – 15.11.) will der WM-Sechste von 2023 mit einer perfekten Ausführung bei zurückgeschraubtem Schwierigkeitsgrad (vier Dreifachsprünge) überzeugen. „Wir wollen nichts riskieren – die WM ist diesmal nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zum Start der Olympia-Qualifikation für Los Angeles im Mai 2027.“

Coach Willi Wöber bringt es auf den Punkt: „Wir wollten beim Comeback nach der Knie-OP zu viel, haben Benny unnötig unter Druck gesetzt. Dieser Fehler passiert uns in Nanjing nicht mehr. Es geht vorrangig darum, dass Benny wieder Wettkampferfahrung sammeln und Selbstvertrauen tanken kann. An Platzierungen und Final-Qualifikationen denken wir erst 2027, wenn ab Mai die Olympia-Qualfikation beginnt.“

Benny Wizani denkt aktuell, nach langer Verletzungspause und hartem Weg zurück, nicht an Platzierungen: „Ich will eine saubere, mittelschwere Übung zeigen. Wichtig ist, dass ich mich wohlfühle. Wenn ich 58,5 Punkte oder mehr erreiche, wäre ich mehr als zufrieden. Ob’s fürs Semifinale klappt, wie zuletzt beim Weltcup in Cottbus, ist eigentlich zweitrangig. Wir wollen nichts überstürzen.“

Gemeinsam mit Wizani werden in der Eliteklasse Niklas Fröschl und Georg Hopfgartner in Nanjing im Einsatz sein. Wöber: „Beide sollten sich im Bereich 55 – 56 Punkte bewegen. Das entspricht ihrem Leistungsvermögen.“

Noch bleiben ein paar Trainingstage für den technischen Feinschliff: Am 31. Oktober hebt die rot-weiß-rote Delegation gen Nanjing ab. Vor Ort will man noch drei Trainingseinheiten absolvieren, bis es am 5. November ernst wird.

 

Text- und Bildquelle: Turnsport Austria | Hannah Lachinger

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