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„Von starken Emotionen geprägt“

Der 14-jährige Steirer kann auf einen beeindruckenden Entwicklungsprozess zurückschauen und hat in den letzten Wochen einige Highlights erleben dürfen. „Ich bin sehr zufrieden, wie die letzten Wochen und Monate verlaufen sind. Der Saisonstart war zwar etwas durchwachsen, aber ich habe dann immer besser hineingefunden und wirklich eine gute Entwicklung an den Tag gelegt. Es war ein wichtiger Prozess, der aber in eine sehr positive Richtung gegangen ist. Ich habe heuer sehr viele Erfahrungen gesammelt und viel gelernt – vor allem wie ich mit Stress und Nervosität umgehen muss. Das war lange mein größtes Problem, aber ich habe mir einen für mich passenden Workflow erarbeitet – das war mein wichtigstes ‚Takeaway‘ in diesem Jahr“, sagt Leitner nach einem intensiven Kletterjahr mit einigen Highlights. So konnte der 14-Jährige beispielsweise bei den Europameisterschaften über die Silbermedaille jubeln, die trotz der steigenden Formkurve zu einem gewissen Teil doch überraschend war. „Es war ein supercooles Erlebnis, auch wenn ich das so nicht am Zettel hatte. Ich wollte es einfach bis ins Finale schaffen, aber es ist dann einfach gut für mich gelaufen. Ich habe zwar eine Zeit lang gebraucht, bis ich diesen Erfolg realisiert habe, aber es war dann schon ein unglaublich tolles Gefühl. Der Weg stimmt und solche Momente machen Lust auf mehr.“

Traum erfüllt

Die steirische Zukunftshoffnung war aber nicht nur an den nationalen und internationalen Wänden erfolgreich, sondern konnte sich vor Kurzem am Felsen auch einen großen Traum erfüllen. Erstmals gelang Leitner der Durchstieg einer 9a-Route. „Irgendwie begleitet mich das seit meinem 12. Lebensjahr. Das habe ich mir einfach in den Kopf gesetzt und es hat mich nicht wirklich losgelassen. In den letzten Monaten habe ich immer wieder die Augen offengehalten und geschaut, welche 9a-Route sich da anbietet. Die Route ‚Martin Krpan‘ im Gebiet Mišja Peč, einem meiner Lieblingsgebiete, hat sich da super angeboten. Sie schien für mich machbar zu sein, weil es wenige weite Züge gab, sie lang ist und Ausdauer gefragt ist. Mit diesem Projekt verbinde ich sehr viele starke Emotionen – es hat mich geprägt“, verrät Leitner, der für die Zukunft schon die nächsten Routen im Blick hat. Felsklettern ist für den 14-Jährigen allerdings mehr wie nur Klettern, es ist eine Passion, gekoppelt mit viel Leidenschaft. „Ich kann mich dort immer sehr gut entspannen und den Kopf freibekommen. Speziell neben der Schule und den Trainings ist das oft ganz gut. Ich entscheide mich dann am Felsen oftmals nach meinem Bauchgefühl, das hat dann immer super gepasst. Es ist einfach etwas Spezielles, das wird es immer bleiben.“

Schwerpunkt koordinative Elemente

Frei nach dem Motto „nach der Saison, ist vor der Saison“ laufen bereits wieder die Planungen für die nächste Wettkampfsaison. Der Athlet vom BV Bloc House, den sein Durchhaltevermögen auszeichnet, wird sich in den nächsten Wochen akribisch in seiner Heimat in der Steiermark vorbereiten und punktuell für einen Trainingsblocke im Kletterzentrum Innsbruck aufschlagen. „Ich weiß, was ich im Training zu tun habe. In den nächsten Wochen werde ich den Fokus vermehrt auf koordinative Elemente legen, da habe ich hin und wieder noch so meine Themen“, sagt der Schüler vom BORG Monsberger, der im Winter auch gerne auf den Skipisten ist bzw. beim Skitouren-gehen seinen Ausgleich sucht.

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