Vom Staunen zum Wettkampffieber: Maria Katharina Strigl bereit für Dakar

Olympisches Flair, neue Freundschaften und ein Englischunterricht, der sich endlich bezahlt macht: Maria Katharina Strigl ist bei den Olympischen Jugendspielen angekommen – und aus dem Staunen kaum herauszubringen. Für die erst 15-jährige Tirolerin ist mit der Reise nach Dakar bereits ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen. Nach einer nicht immer einfachen Vorbereitung fiebert die Nachwuchsturnerin nun ihrer Olympia-Premiere am Sonntag (11:00 Uhr MEZ) entgegen.

„Das Gefühl ist eigentlich unbeschreiblich. Ich glaube, um das wirklich zu verstehen, muss man hier sein.“ Strigl ist begeistert! Das Olympische Dorf, die Begegnungen mit Athlet:innen aus aller Welt und die besondere Atmosphäre haben es der Tirolerin angetan. Besonders das Tauschen der begehrten Ansteck-Pins sorgt für Freude. „Dann hat es auch einmal einen Sinn, dass man sich die ganze Zeit mit Englisch quält“, lacht Strigl.

Ein Traum wird Wirklichkeit

Wie viel ihr die Teilnahme bedeutet, wird deutlich, wenn die Nachwuchsturnerin auf die vergangenen Monate zurückblickt. Die Vorbereitung war intensiv, immer wieder machten ihr kleinere Verletzungen zu schaffen. Dass sie nun tatsächlich bei den Olympischen Jugendspielen an den Start gehen darf, ist deshalb alles andere als selbstverständlich.

„Es ist schon so ein kleiner Traum, der in Erfüllung gegangen ist. Die Vorbereitungszeit war hart. Jetzt bin ich froh, dass es gerade noch ausgegangen ist“, erzählt Strigl. Doch mit Dakar soll ihre olympische Reise noch lange nicht zu Ende sein. „Weiter trainieren, damit vielleicht irgendwann auch der große Traum von Olympia Wirklichkeit wird.“

Mit dem am Freitag absolvierten Podiumstraining ist der sportliche Auftakt in der Wettkampfhalle geschafft. Insgesamt fällt die Bilanz positiv aus, wenngleich sich Strigl zunächst an die ungewohnten Geräte gewöhnen musste. Besonders der härtere Schwebebalken und die unterschiedlichen Oberflächen verlangen eine Anpassung. „Ich bin mittlerweile schon ein paar Mal abgerutscht. Aber ich glaube, mit der Zeit wird es besser. Bis Sonntag werde ich es hinbekommen“, zeigt sich die Tirolerin zuversichtlich.

An einigen Details will sie bis zum Wettkampf noch feilen. Vor allem die Drehungen sollen stabiler werden, auch beim Doppelsalto und beim Abdruck am Sprung sieht Strigl noch Verbesserungspotenzial. Im Vordergrund steht aber, die einstudierten Übungen möglichst sauber und sicher zu präsentieren.

Der Nervenkitzel steigt

Je näher der Sonntag rückt, desto mehr mischt sich zur Begeisterung auch Anspannung. „Gestern war noch gar nichts. Aber jetzt, nach dem Podiumstraining, ist schon so ein Nervenkitzel da“, gesteht Strigl. Bis zur Qualifikation lautet die Devise deshalb: Kräfte sammeln, gesund bleiben und früh schlafen gehen.

Ein konkretes Platzierungsziel hat sich die Tirolerin nicht gesetzt. „Ich will meine Übungen durchstehen und alles so zeigen, wie ich es auch im Training kann“, formuliert sie ihren sportlichen Anspruch. Bis dahin möchte sie das olympische Erlebnis noch möglichst intensiv aufsaugen.

„Im Wettkampf fokussiert man sich wirklich nur auf sich. Deshalb genieße ich jetzt einfach einmal die ganzen Eindrücke.“ Am Sonntag wird aus dem olympischen Staunen schließlich sportlicher Ernst.

 

Text- und Bildquelle: Turnsport Austria

Secret Link
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner