Turnerinnen-WM-Wettkampf: Das Prinzip Hoffnung…

Österreichs Kunstturnerinnen Leni Bohle, Charlize Mörz und Aurea Wutschka absolvierten am Montag in Jakarta ihren WM-Wettkampf.

Vorerst in aller Kürze: Bis auf den inferioren Balken (7 Stürze…) lief es okay, aber insgesamt nicht optmal. Nach dem ersten der beiden Wettkampftage darf Charlize Mörz noch auf sehr gute Plätze am Sprung und Boden hoffen….

Nach ihrer Bodenkür schien Charlize Mörz glücklich, trotz eines Übertritts zu Beginn. Mit der Wertung kam die Ernüchterung. Nicht 6.2 Ausgangswert, sondern nur 5.6, da man der Gesamt-Weltcup-Siegerin 2024 eine Pirouette nicht anerkannt und den gestreckten Tsukahara nur als gebückt gewertet hatte. Dazu die eine oder andere minimale Haltungsschwäche brachten 12.966 Punkte und Platz 4 nach Tag 1, aber einen knappen Punkt unter Potenzial.

Mörz steckte die Enttäuschung bravourös weg und brillierte gleich darauf am Sprung. Hier liegt sie nach dem ersten Wettkampftag auf Platz 3 – und jetzt muss man „einfach“ abwarten, was das am Ende bedeutet. Wegen dreier Stürze vom Schwebebalken bleibt das ebenfalls anvisierte Mehrkampf-Finale der besten 24 für Charlize Mörz trotz einer gut durchgeturnten Stufenbarren-Kür aber leider sicher außer Griffweite.

Auch Leni Bohle lieferte an drei Geräten einen starken WM-Wettkampf ab, bis auf den Schwebebalken. Dort kosteten sie drei Absteiger jede Chance auf das Mehrkampf-Finale, das sonst möglich gewesen wäre. Bohle: „Der Wettkampf hat solide mit Barren begonnen. Am Balken lief es leider gar nicht gut – ich weiß nicht genau, woran es lag, aber die Übung war einfach nicht das, was ich mir vorgenommen hatte. Dafür konnte ich am Boden und Sprung wieder an meine Leistungen anknüpfen. Besonders am Boden bin ich froh, dass ich die letzte Länge geschafft habe – das war mir sehr wichtig. Insgesamt habe ich den Wettkampf aber wirklich genossen und wieder vieles für mich mitgenommen.“

Nachdem sich Aurea Wuschka kanpp gegen zwei Mitbewerberinnen um die WM-Teilnahme durchgesetzt hatte, kam sie in Jakarta an zwei Geräten zum Einsatz. Vom Schwebebalken musste sie bei einer sonst ausgezeichneten Kür leider einmal unfreiwillig runter, Das warf sie ebenso aus allen Hoffnungen um vordere Plätze wie einige Unsicherheiten am Boden: „Die Weltmeisterschaft war eine wunderschöne Erfahrung, die ich in vollen Zügen genossen habe. Ich bin unglaublich dankbar, dabei gewesen zu sein und all das erleben zu dürfen. Auch wenn nicht alles ganz nach Plan lief, bin ich im Großen und Ganzen zufrieden mit meiner Leistung und nehme viele wertvolle Eindrücke mit nach Hause.“

Detail-Informationen zur WM Kunstturnen Jakarta 2025

 

Text- und Bildquelle: Turnsport Austria | Simone Ferraro

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