Turner-Debütanten-Trio bei der WM: Lehrgeld bezahlt

Österreichs junges Debütanten-Trio zahlte bei der Kunstturn-Weltmeisterschaft in Jakarta (Indonesien) am 18. Oktober 2025 viel Lehrgeld: Alle Schlüssel-Übungen gingen daneben. Daher blieben Martin Miggitsch (K), Paul Schmölzer (OÖ) und Gino Vetter (V) weit von den erhofften Final-Qualifikations-Chancen entfernt. Sportdirektor Fabian Leimlehner: „Das war heute leider zu wenig, um auf diesem Niveau mitreden zu können.“

Sportdirektor Leimlehner weiter: „Es ist uns nicht gelungen, die neuen Übungen auf den Punkt abzuliefern und es sind viel zu viele Stürze passiert. Als Standort-Bestimmung können wir diesen Wettkampf gut nützen, um Schlussfolgerungen zu ziehen. Es steht sehr viel Arbeit vor uns, aber wir stellen uns dieser Herausforderung und ich bin sicher, dass wir sie bewältigen können.“Die Endplatzierungen werden erst am Montag nachmittags indonesischer Ortszeit nach Abschluss der Qualifikations-Bewerbe aller WM-Turner feststehen.

Gino Vetter, im Vorjahr noch Doppel-Finalist der Junioren-EM, hatte vorab mit dem Mehrkampf-Finale der besten 24 und sehr guten Ergebnissen an einzelnen Geräten spekuliert.

Leider verpatzte der 19-jährige Lustenauer gleich seine ersten drei Küren, stürzte je einmal vom Reck, am Boden und vom Pauschenpferd: „Das war nicht das, was ich mir erhofft hatte – und ich hoffe, ich werde aus diesen Fehlern lernen. Die Erfahrung dieser meiner ersten WM wird mir helfen, mich zu steigern und in Zukunft nicht wieder die gleichen Fehler zu machen.“

Paul Schmölzer hatte bei der Jakarta-WM starke wie schwache Momente. Der 22-jährige Vöcklabrucker war 2024 schon einmal überraschend Weltcup-Dritter am Sprung: „Das war heute nicht mein bester Tag, ich hätte mir natürlich mehr erwartet. Trotzdem war es cool, eine WM zu turnen – für die Zukunft eine gute Erfahrungf.“

Martin Miggitsch, heuer bereits zweimal Weltcup-Vierter am Boden, hatte sich ebenso im Sprung-Bewerb einiges ausgerechnet. Leider musste er an diesen beiden Geräten je einen Sturz verkraften, patzte zusätzlich noch bei weiteren seiner Übungen.

Der 22-jährige Klagenfurter nahm dennoch Positives mit: „Es war ein unbeschreibliches Gefühl, auf so einer großen Bühne zu stehen, um zu zeigen, was man jahrelang vorbereitet hat. Ich habe auf jeden Fall jede Sekunde auf dem Podium genossen, mit allen Höhen und Tiefen. Es ist eine Erfahrung, die mir keiner mehr nehmen kann und ich nehme viel für die kommenden Jahre mit.“

Detail-Informationen zur WM Kunstturnen Jakarta 2025

 

Text- und Bildquelle: Turnsport Austria | Simone Ferraro

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