In der Kategorie U23 brachte der Heimweltcup in Saalfelden-Leogang am Sonntag im Cross-Country gleich drei absolute Topergebnisse für die österreichischen Athletinnen und Athleten. So landete bei den Männern Julius Scherrer auf dem achten Rang, bei den Frauen wurden Katharina Sadnik und Katrin Embacher Neunte und Zehnte.
Nicht einmal der heftige Regen brachte Sadnik und Embacher aus dem Gleichgewicht im Cross-Country der U23. Das erste Rennen des Tages war geprägt von starken Regengüssen und großen Abständen. “Im Endeffekt siehst du ja beim Aufstehen schon aus dem Fenster und musst das Wetter akzeptieren und mit einer positiven Einstellung ins Rennen gehen“, erklärte Embacher, die am Freitag im Short Track die beste Österreicherin war als Siebte und aus Reihe eins ins Rennen ging.
Sadnik hingegen musste sich, nach einem Defekt im Short Track, aus Reihe vier nach vorne kämpfen. Kurz nach der Halbzeit lagen die beiden Österreicherinnen schon in den Top Ten und beendeten das Rennen dann auf den Rängen neun durch Sadnik und zehn durch Embacher. “Ich mag es eigentlich, wenn es regnet“, strahlte Sadnik im Ziel. Die Kärntnerin hatte sich um mehr als 15 Plätze nach vorne gearbeitet, zählte zu den schnellsten Fahrerinnen im Feld.
Starke Aufholjagd von Sadnik
4:05 Minuten betrug ihr Rückstand am Ende auf die Siegerin Fiona Schibler, die in Saalfelden-Leogang eine Klasse für sich war. “Ich hatte ziemlichen Druck gehabt, weil Leogang eben mein Heimweltcup ist. Umso schöner ist es, hier mit einem Topergebnis nach Hause zu fahren“, so die Kärntnerin, die in dieser Saison nur einmal besser war im Olympischen Cross-Country, als Achte beim Auftakt in Araxa in Brasilien. Position acht nimmt die 21-Jährige nun auch im Gesamtweltcup ein.
Während Sadnik das Feld von hinten aufrollte, konnte Embacher ihren guten Startplatz in ein gutes Ergebnis ummünzen. Von der ersten Reihe aus hielt sich die Tirolerin immer in den Top Ten, büßte am Ende nur wenige Positionen ein, wie beispielsweise gegen Sadnik oder die Siegerin des Weltcups von Nove Mesto, Ella MacPhee aus Kanada. “Die ersten Runden haben sich richtig gut angefühlt, dann musste ich etwas einstecken, aber ich habe mich gut gehalten. Das Feld war sehr auseinandergezogen durch die vielen Anstiege, aber am Skilift konnte man die Zeiten immer gut einschätzen“, berichtete sie über ihr Rennen.
“Momentan bin ich sehr zufrieden mit der Form“, resümierte sie dann abschließend. Für die Vorarlbergerin Nora Fischer gab es auch gute Weltcuppunkte auf Platz 30. “Das Wetter war schon richtig brutal. Ich war aber überrascht, denn eigentlich ist Leogang nicht so die Strecke, die mir extrem gut entgegenkommt, aber ich konnte mich von Beginn an immer in den vorderen 30 halten“, schilderte sie. Valentina Gruber beendete das Rennen auf Platz 41, für Clara Sommer gab es Rang 44.
Scherrer aus Reihe eins in die Top Ten
Am Freitag legte Julius Scherrer mit Rang vier im Short Track Rennen den Grundstein für einen erfolgreichen Sonntag. Denn durch das gute Ergebnis stand der junge Vorarlberger erstmals in der ersten Startreihe, an der Seite der absolut Besten der Welt in seiner Alterskategorie. “Es ist etwas ganz Besonderes in Reihe eins zu stehen und war auch für mich ganz was Neues. Gerade beim Heimrennen ist es toll und das Selbstvertrauen ist groß gewesen.“
“Ich weiß nun, dass ich da vorne mithalten kann“
Nach einem tollen Start, Scherrer führte sogar kurzzeitig das Rennen an, setzte sich der Fahrer des österreichischen Nationalteams fest an den vorderen Positionen und wurde am Ende starker Achter. “Ich habe mich sehr wohl gefühlt, bin aber dann mein eigenes Tempo gefahren, was am Ende für die Top Ten reichte“, war der 21-Jährige stolz und fügte an: “Ich weiß nun, dass ich da vorne mithalten kann und darauf will ich aufbauen und mich weiter steigern.“ Für den Vorarlberger war es sein absolut bestes Ergebnis im Olympischen Cross-Country im Weltcup, zuvor landete der U23-Meister auf Rang 27 in Nove Meste: “Es ist ein super Wochenende für mich gewesen. Es alles hat gepasst, ich habe mich gut gefühlt und konnte das zeigen, was ich kann.“
Auf Rang 39 erreichte der zweitbeste rot-weiß-rote Athlet mit Alexander Hammerle das Ziel und eroberte noch 23 Weltcuppunkte. “Ich hatte einen guten Start erwischt, weil es ab der Liftschneise in eine Einerreihe geht. Nach den ersten Runden hatte ich ziemlich zu kämpfen. Es hat gepasst, ist aber nicht das, was ich mir vorstelle und wo es hingehen soll. Aber an dem werden wir arbeiten“, so der Tiroler. Der Steirer Christoph Holzer landete auf Platz 56.
Text- und Bildquelle: ÖRV – Österreichischer Radsportverband | Peter Maurer& Monica Gasbichler