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Tolle ÖTV-Burschen 2. bei Finalrunde

Österreichs U12-Team wird in Sunderland erst im Endspiel durch die Slowakei gestoppt.

Die Tennis Europe Winter Cups sind ein 1977 dazu geschaffenes Format, um sich auch in der Hallensaison bei einem Mannschaftsbewerb mit der europäischen Spitze messen zu können. Dass Österreichs Burschen U12 den kontinentalen Vergleich mit den Besten Europas keinesfalls scheuen müssen, das wurde dieser Tage eindrucksvoll demonstriert. Denn nach dem zweiten Platz in der Zone C in Krefeld vor zwei Wochen hat die rot-weiß-rote Auswahl, die vor Ort von ÖTV-U12-Nationaltrainer Robert Maieritsch betreut wurde, auch die Finalrunde in Sunderland auf dem hervorragenden zweiten Rang beendet. Erst im Endspiel am Sonntag setzte es für Luca Sageder (OÖTV), Lionel Frießnegg (STTV) und Fabian Leitner (OÖTV) in der Industriestadt im Nordosten Englands schließlich eine 1:2-Niederlage gegen die Slowakei. „Das war ein super Turnier von den Jungs, ich bin extrem stolz auf unsere Mannschaft“, freute sich Maieritsch dennoch. Mit Recht, betrat man mit diesem Erfolg doch schließlich Neuland in der langen Geschichte dieser Veranstaltung.

Maieritsch: „Finaleinzug natürlich eine Sensation“

Die ÖTV-Burschen hatten zuerst im Viertelfinale Tschechien mit 2:1 eliminiert und dabei „super gespielt und ein richtig gut geführtes Entscheidungsdoppel hingelegt“, beurteilte ein begeisterter Maieritsch. Und auch beim 2:1 über die Schweiz in der Vorschlussrunde, die bereits nach den Einzelmatches entschieden war, sah der in Kärnten lebende Steirer eine „unfassbar gute Leistung. Das war fantastisch, was sie da gebracht haben. Obwohl die Schweizer Burschen auch toll dagegengehalten haben – das war extrem hohes U12-Niveau.“ Das Endspiel begann mit einer 2:6,-1:6-Niederlage von Frießnegg gegen Matteo Sanson. „Vom Ergebnis her glatt, aber vom Spielverlauf her war es das nicht wirklich. Er war bei jedem Game dabei, auf 30:30, 40:40, doch es ist einfach nicht in seine Richtung gegangen. Gefühlt war’s eher ein 3:6, 4:6, Sanson war allerdings konstanter und von der Grundlinie kompakter.“ Sageder hielt die heimischen Hoffnungen jedoch mit dem 7:5, 7:5 über Martin Adamca im zweiten Einzel am Leben. „Ein super Match, das die beiden dabei geliefert haben“, so Maieritsch. „Der Gegner war einen Kopf größer, aber Luca hat richtig reingefightet und so den Ausgleich herbeiführen können.“

Lediglich das Happy End sollte fehlen: Leitner/Sageder verloren das alles entscheidende Doppel gegen Adamca/Samson mit 3:6, 2:6, zugleich die erste Niederlage überhaupt von Sageder bei der Finalrunde. „Da war ein bisschen die Luft draußen – schade, eigentlich.“ Auch das Spielniveau habe im Entscheidungsspiel gelitten und sei laut Maieritsch einem Finale „nicht wirklich würdig gewesen. Es tut mir leid für die Jungs, dass sie da nicht an ihre vorherigen Leistungen anschließen konnten. Es sind auch viele No-ad-Punkte gegen uns gelaufen, und man muss sagen, dass es die anderen dann unter dem Strich verdient haben. Sie haben bei den entscheidenden Momenten etwas mutiger gespielt, aktiver von hinten agiert.“ Dem überaus erfreulichen Resümee tat das aber keinen Abbruch: „Ich bin schon sehr glücklich gewesen und habe mich gefreut, dass sie es mit dem Finaleinzug in Krefeld geschafft haben, sich für die Endrunde zu qualifizieren – das war schon mal ein großer Sprung.“ In der langen Geschichte der Tennis Europe Winter Cups „haben unsere Burschen U12 das meines Wissens noch nie geschafft“, so Maieritsch. „Dass sie bei der Finalrunde den erfolgreichen Weg weitergegangen und bis ins Finale gekommen sind, ist natürlich eine Sensation. Ich freue mich für die Burschen und hoffe, dass sie daraus viel Energie mitnehmen und sie dieses Jahr weitere positive Ergebnisse einspielen können.“

Auch Österreichs Mädchen U14 greifen an

Nebst Österreichs Burschen U12 hatten sich vor einer Woche zudem die Mädchen U14 in der Zone C in Svedala genauso für die Finalrunde qualifiziert. Am nächsten Wochenende schlägt die Mannschaft von ÖTV-U14-Nationaltrainer Franz Kresnik nun vom 15. bis 17. Februar in Rakovník in Tschechien auf. Anna Pircher (TTV), Lea Haider-Maurer (BTV) und Kara Fronek (WTV) könnte hierbei ebenfalls einiges zuzutrauen sein.

Text- und Bildquelle: Österreichischer Tennisverband

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