Von Bewerb zu Bewerb:
100m
Der 100m-Sprint versprach heuer Hochspannung, denn der ÖLV-Rekord wurde heuer zuerst von Isabel Posch (TS Lustenau) und dann von Christania Williams (Union St.Pölten) verbessert, dazu kam mit Magdalena Lindner (Union St.Pölten) die Meisterin der vergangenen vier Jahre, die sich in dieser Saison ebenfalls weiter gesteigert hatte, alle drei werden Österreich bei der EM vertreten. Die 31-Jährige Neo-Rekordlerin zeigte sich heute als stärkste, sowohl im Vorlauf mit 11,27s (1,4) als auch im Finale mit 11,18s (-0,3) war sie der Konkurrenz überlegen. Dahinter reihten sich wie erwarte die Vorarlbergerin mit 11,36s und die Niederösterreicherin mit 11,46s ein.
Christania Williams: „Ich wollte heute vor allem eine schnelle Zeit laufen, das war mein wichtigstes Ziel. Natürlich war da ein wenig Druck da, aber es ist mein erster nationaler Titel in meiner Karriere überhaupt, das ist jetzt schon etwas besonders. Das mich stolz macht. Jetzt will ich auch bei der EM schnell laufen und mich gut präsentieren.“
Auch bei den Männern war ein Dreikampf prognostiziert worden, denn die Meister der vergangenen drei Jahre trafen aufeinander. Markus Fuchs (Union St.Pölten), der im Feld der Teilnehmer zwar der Jahresschnellste war, konnte in die Entscheidung um die Medaillen aber dann nicht ganz eingreifen. Denn es entwickelte sich bei 2,1m/s Gegenwind ein Tausendstelduell, das am Ende mit zwei Siegern endete. Noel Waroschitz (IAC) und Titelverteidiger Lukas Pullnig (KLC) hatten am Ende mit jeweils 11,55s die bis auf die Tausendstel gleiche zeit stehen und bekamen beide Gold überreicht. Nicht ganz unerwartet konnte Nachwuchshoffnung Marco Glinz (UVB Purgstall) mit 10,59s aufs Podest sprinten.
Noel Waroschitz: „Es war ein schöner Wettkampf hier heute vor so viele Freunden laufen zu dürfen. Am Schönsten ist es, dass wir jetzt beide Gold haben. Das Warten war natürlich eine Achterbahnfahrt, ist man vorne oder nicht, das hat Nerven gekostet. Aber so ist es das beste Ergebnis überhaupt jetzt mit Lukas ganz oben stehen zu dürfen.
Lukas Pullnig: „Nach dem Warten habe ich schon gehofft, dass wir zeitgleich sind, besser kann es gar nicht ausgehen als dass es zwei Mal Gold gibt. Natürlich wollte ich heute eine schnelle Zeit laufen, aber der Wind hat das leider verhindert.“
400m
Von 2017 bis 2024 hatte Susanne Gogl-Walli (TGW Zehnkampf Union) auf dieser Distanz alle Titel geholt, 2025 musste sie erkrankt absagen. Diesmal war sie aber wieder mit dabei und wie erwartet bei ihrem neunten Titel auf dieser Distanz auch nicht zu schlagen. Auf den ersten 200m diktierte zwar Anna Meger (TS Jahn Lustenau) das Tempo, musste auf der zweiten Rennhälfte die 30-Jährige Oberösterreicherin aber ziehen lassen, die mit 53,26s am Ende klar siegte. Die Vorarlbergerin wurde nach 54,92s mit Silber belohnt, Bronze durfte sich mit 55,31s Helene Vogel (DSG Wien) umhängen lassen. Titelverteidigerin Viktoria Willhuber (SU Leibnitz) konnte übrigens nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen, die Steirerin wurde nach einem Fehlstart disqualifiziert.
Susanne Gogl-Walli: „Es war ein solider Lauf heute, obwohl wir auf der Gegengerade gefühlt gegen eine Wand gelaufen sind. Es war nicht ganz einfach, weil es ja schon der vierte Wettkampf in kurzer Zeit war, aber ich habe die Rennen gebraucht. Aber die Wade hält, der Körper hat die Belastungen ausgehalten, darauf kann ich aufbauen und in Richtung EM eine gute Form entwickeln. Jetzt werden wir im Training noch ein paar Kleinigkeiten verändern, dann ist bei der EM auch sicher wieder eine bessere Zeit möglich.“
Dramatisch verliefen die 400m der Männer. Mitfavorit Michael Gantner (ULC Dornbirn ) blieb schon nach wenigen Metern verletzt stehen und beendete sein Rennen. So konnte Samuel Lengauer (TGW Zehnkampf-Union) mit einem sehr gut eingeteilten Lauf seinen Premierentitel in 47,48s (PB) feiern. Dahinter verschoben sich die Positionen mehrfach, mit einem starken Endspurt kam Jakub Zembaty (LC Villach) in 47,82s auf Rang 2 und konnte Markus Locsmandy (LT Bgld Eisenstadt) auf den letzten Metern noch um 16/100s abfangen.
1500m
Im 1500m-Rennen der Frauen gab es mit Caroline Bredlinger (LT Bgld Eisenstadt) eine klare Favoritin, sie hatte erst kürzlich die zweitschnellste Zeit einer Österreicherin erzielt. Die Burgenländerin übernahm auch gleich die Spitze und feierte am Ende mit 4:23,62min einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Damit ist die 25-Jährige am besten Weg zum Double, wenn sie morgen auch über ihre Spezialdisziplin 800m gewinnt. Lotte Seiler (KSV Alutechnik) konnte sich dahinter in einem knappen Zielsprint mit 4:26,35min gegen Tabea Schmid (ULC Riverside Mödling) mit 4:26,87min durchsetzen.
Caroline Bredlinger: „Der Wind war fürchterlich, das hat heute keinen Spaß gemacht.“
Letztes Jahr hatte Raphael Pallitsch (Union St.Pölten) das Double 800/1500 geholt, heuer wird daraus nichts, denn der Burgenländer fühlt sich gesundheitlich nicht auf der Höhe. Über die 1500m entwickelte sich daher auch ein „Bummelrennen“, bis 400m vor dem Ziel blieb das Feld geschlossen. Dann machte der 36-Jährige Olympiateilnehmer Ernst und zog unwiderstehlich davon. 4:06,31min lautete seine Siegerzeit, dahinter war Niklas Scherb (TGW Zehnkampf-Union) im Endspurt mit 4:07,30min um 65/100s schneller als Hindernis-Staatsmeister Tobias Rattinger (LAC BMD Amateure Steyr).
Raphael Pallitsch: „Eigentlich wollte ich Tobias helfen PB zu laufen, aber ich habe mich heute am Vormittag nicht ganz fit gefühlt. Darum habe ich jetzt nur das Notwendigste gemacht und werde morgen die 800m nicht laufen. Jetzt gilt es gesund zu bleiben und die EM nicht zu gefährden.“
100m / 110m Hürden
Karin Strametz (SU Leibnitz) und ihre Konkurrentinnen hatte heute kein Windglück. Egal in welche Richtung die Wettkampfleitung die Laufrichtung drehte, der Wind drehte mit und präsentierte sich jedes Mal von vorne. Im Vorlauf kam die Steierin auf 13,34s (-0,4), im Finale ließ die 28-Jährige dann 13,21s (-0,5) folgen und holte somit ihren vierten Titel in Serie. Vereinskollegin Isabel Engel wurde mit 13,49s papierformgemäß Zweite, Iman Roka (ATSV OMV Auersthal – Athletics 22) komplettierte mit 13,63s das Podest.
Karin Strametz: „Der Wind war heute nicht gut für uns, aber sowas kann passieren. Trotzdem bin ich noch nicht dort wo ich sein soll, die Erkrankung und die Rückenprobleme haben mich im Training in den letzten Wochen doch behindert. Aber wir werden bis zur EM noch an einige Dingen arbeiten, dort will ich mich dann um Einiges steigern.“
Die 110m-Hürdenläufer hatten wie schon seit einigen Jahren einen fast „Unschlagbaren“ in ihren Reihen und Enzo Diessl (SU Leibnitz) wurde seiner Favoritenrollen auch mehr als gerecht. Mit 13,35s (1,1) im Vorlauf und 13,53s (-1,7) im Finale lief der 22-Jährige U23-Europameister der Konkurrenz auf und davon und ist mit seinem dritten Titel in Serie in Richtung EM gerüstet. Philipp Pichler (SU Leibnitz) und Stefan Huber (IAC) lieferten sich ein hartes Duell um Rang 2, dass schließlich der Steirer mit 14,65s um 17/100s für sich entscheiden konnte.
Enzo Diessl: „Mit dem Vorlauf bin ich sehr zufrieden. Im Finale war es mit dem Gegenwind nicht ganz leicht, aber solche Rennen sind auch wichtig, denn es kann beim Großereignis ja auch solche Verhältnisse geben. In Richtung EM läuft alles gut, die Schulterverletzung stört mich gar nicht mehr und es passt alles.“
400m Hürden
Ex-Rekordlerin Lena Pressler (Union St.Pölten) zum achten Mal oder Neo-Rekordlerin Anja Dlauhy (ULC Riverside Mödling) zum zweiten Mal, das war die Meisterfrage bei den Frauen über diese Distanz. Und die beiden lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe in Sphären, in die noch keine österreichische Hürdenläuferin zuvor gekommen war. Pressler übernahm mit einem Blitzstart die Führung, ab der fünften Hürde lagen die beiden Niederösterreicherinnen aber gleichauf. Die Zielkurve wurde von Dlauhy etwas besser erwischt, auf der Zielgerade kam Pressler nocheinmal heran, lag im Ziel aber 3/100s zurück. Sensationelle 54,52s zu 54,55s lautete das Ergebnis, beide waren somit deutlich unter dem alten ÖLV-Rekord von 54,80s geblieben, Pressler zusätzlich auch klar unter dem geforderten EM-Limit von 55,30s. Rang 3 ging in 63,28s an Viola Fischer (LC Villach).
Anja Dlauhy: „Ich habe diese Woche den Oberschenkel leicht gespürt, darum bin ich die ersten Hürden sehr kontrolliert angelaufen. Dann habe ich aber gemerkt es geht sehr gut und hab richtig draufgedrückt. Die zweite Rennhälfte war dann unglaublich, mit der Zeit hätte ich niemals gerechnet und sie auch erst nach ein paar Minuten realisiert. Schade ist nur, dass Lena und ich nicht ex aequo Gold geholt haben, aber für die EM stimmt die Form definitiv.“
Lena Pressler: „Die ersten beiden Hürden habe ich zuletzt nicht gut erwischt, heute hat es aber sehr gut funktioniert. In der Zielkurve habe ich gewusst, ich muss an Anja dranbleiben und habe sie fast noch eingeholt. Aber Silber ist heute egal, viel wichtiger ist das EM-Limit. Niemals hätte ich nach den schwierigen Jahren heuer mit so einer Zeit gerechnet.“
Einen klaren Favoriten gab es hingegen bei den Männern, denn Niklas Strohmayer-Dangl (LT Bgld Eisenstadt) hatte erst vor wenigen Tagen den ÖLV-Uralt-Rekord über die 400m Hürden gebrochen. Der Burgenländer ließ sich heute auch vom böigen Wind nicht aus der Ruhe bringen, zeigte einen den Umständen entsprechend flüssigen Lauf und holte in genau 50,00s seinen zweiten Freiluft-Staatsmeistertitel. Der 24-Jährige wird zu 99% Österreich auch bei der EM in Birmingham vertreten. Leo Köhldorfer (ULC Linz Oberbank) hielt lange dagegen, der fünffache Meister musste sich aber wie im Vorjahr in 50,98s wieder mit Silber begnügen. Bronze ging in 55,55s an Lukas Zweimüller (LAG Genböck Haus Ried).
Niklas Strohmayer-Dangl: „Es war echt nicht einfach heute den Rhythmus zu halten, drüben hatten wir erst Rückenwind, auf der Zielgerade dann starken Gegenwind. Aber es ist ein Outdoor-Sport, daher ist die Zeit ganz ok. Das Wichtigste bei Meisterschaften ist aber sowieso die Platzierung, mit dem Titel bin ich sehr zufrieden. Jetzt geht’s für mich gleich wieder in die Niederlande zur letzten Vorbereitung auf die EM.“
Diskuswurf Männer
Letztes Jahr hatte Lukas Weißhaidinger (ÖTB OÖ LA) mit Sieg Nummer 10 seinen Jubiläumstitel gefeiert, diesmal wollte er die Serie weiter verlängern. Der Oberösterreicher warf das 2kg schwere Arbeitsgerät gleich drei Mal über die 60m-Marke, 63,29m in Versuch eins lautete die Tageshöchstweite. Der 34-Jährige Vize-Europameisters befindet sich schon in der direkten Vorbereitung auf die EM und zeigte sich mit dem Ergebnis danach den Umständen entsprechend zufrieden. Etwas überraschend konnte sich Leonhard Jäger (SV Reutte Leichtathletik) mit neuer PB von 53,01m Silber holen, Bronze ging an Lukas Stiper (Union Salzburg LA) mit 51,12m.
Lukas Weißhaidinger: „Bei guten Bedingungen hätte ich mit 65m gerechnet, bei Rückenwind mit 63m, so kam es dann auch. Es war wirklich nicht einfach heute, bei einem Wurf wurde das Netz soweit hereingeweht, dass mein Diskus hängen blieb. So kurz vor Birmingham schielt man mit einem Auge ja auch schon auf die EM, da ist es nicht einfach den Fokus zu behalten, so gesehen war der Wettkampf ganz ok. Dort will ich zuerst ins Finale und dort dann den besten Wurf des Jahres zeigen.“
Speerwurf
ÖLV-Rekordhalterin Victoria Hudson (SVS LA) hatte sich vor wenigen Tagen in die Baby-Pause verabschiedet, deshalb musste es nach ihren drei Siegen in Serie eine neue Titelträgerin geben. Und Juniorin Leonie Zoe Haller (ULC Riverside Mödling) konnte die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen und steigerte sich praktisch von Wurf zu Wurf. Mit 50,85m im letzten Versuch übertraf sie auch als Einzige die 50m-Marke und darf sich erstmals Staatsmeisterin nennen. Dahinter positionierte sich wieder die Riege der Mehrkämpferinnen, diesmal war Sarah Lagger (TGW Zehnkampf-Union) mit 45,80m vor Sophie Kreiner (ATSV Linz LA), die auf 44,05m kam.
Leonie Zoe Haller: „Ich bin fast sprachlos gewonnen zu haben, es sind gerade ziemlich starke Gefühle. Es ist mega schön gewonnen zu haben, obwohl ich heute zu Beginn richtig schlecht geworfen habe. Aber am Ende konnte ich mich dann doch noch steigern. Jetzt will ich bei der U20-WM ins Finale kommen.“
Bei den Männern war Laurenz Waldbauer (Union Salzburg LA) wie erwartet ungefährdet. Er übertraf heute als einziger Teilnehmer die 70m-Marke und brachte schließlich 71,38m in die Wertung, der Titel war damit verteidigt. Mit ihm standen sein Vereinskollege Jakob Grubmüller mit 63,84m und Konstantin Beiser (Sparkasse SG Götzis) mit 61,52m auf dem Podest, beide konnten neue PB erzielen.
Kugelstoß
Wie so oft war der Kugelstoß eine Sache für die Mehrkämpferinnen und auch heuer belegten sie die Ränge 1-3. Sophie Kreiner (ATSV Linz LA), die Jahresbeste, konnte sich in einem spannenden Dreikampf mit 14,59m im fünften Durchgang gegen Sarah Lagger (TGW Zehnkampf-Union) mit 14,50m im letzten Versuch und Verena Mayr (Union Ebensee) mit 14,33m durchsetzen. Damit holte die junge Oberösterreicherin erstmals den Freiluft-Titel in dieser Disziplin.
Sophie Kreiner: „Es hat sich schon im Training abgezeichnet, dass ich weit stoßen kann. Mit der Serie bin ich nicht ganz zufrieden, aber vor allem im Hinblick auf die Mehrkämpfe nächsten Jahr bin ich auf dem richtigen Weg und freue mich sehr heute Gold geholt zu haben.“
U23-Athlet Leonhard Jäger (SV Reutte Leichtathletik) hatte sich heuer weiter deutlich gesteigert und ging als klare Nummer 1 der Meldeliste in den Wettkampf. Der junge Tiroler zeigte vor Heimpublikum auch heute eine sehr starke Leistung und kam mit 18,35m und der drittbesten Weite seiner Karriere bis auf 24cm an seine PB heran. Matthias Krach (ATSV OMV Auersthal – Athletics 22) mit 16,30m und Heimo Kasper (ATG), der bei der letzte Staatsmeisterschaft hier in Innsbruck vor sieben Jahren gewonnen hatte, mit 14,19m wurden mit Respektabstand Zweiter und Dritter.
Leonhard Jäger: „Ich habe heute vor dem Heimpublikum meine Nerven behalten, es ist schon etwas Besonderes vor so vielen Freunden zu gewinnen. Ein wenig schade ist es, dass ich keine PB aufgestellt habe, aber der Titel freut mich sehr.“
Stabhochsprung
Lisa Gruber (LAC BMD Amateure Steyr) peilte ihren fünften Titel in sechs Jahren an, nur 2023 hatte sie nicht gesiegt. Die große Favoritin benötigte heute nur einen gültigen Versuch über 4,00m, damit hatte sie auch schon gewonnen, denn die nächste Höhe von 4,20m wollte der Oberösterreicherin heute nicht gelingen. Katrin Kammerlander (ATSV Innsbruck) kam auf 3,70m und wurde damit Zweite, Rang 3 ging mit 3,60m an Rafaela Burda (Union St.Pölten).
Nachdem Vize-Staatsmeister Alexander Auer (TGW Zehnkampf Union) die Saison 2026 krankheitsbedingt auslassen muss war die Favoritenrolle für Titelverteidiger Riccardo Klotz (ATSV Innsbruck) umso größer geworden. Und „Local-Hero“ enttäuschte seine Fans heute auch nicht, er stieg bei 5,15m erst in den Bewerb ein, als Mika Voss (Sparkasse SG Götzis) mit neuer PB von 4,75m als Zweiter und Oliver Latzelsberger (Union Pottenstein) mit 4,65m als Dritter bereits ausgestiegen waren. Der 27-Jährige Tiroler konnte anschließend noch 5,30m überspringen und holte so seinen bereits fünften Titel.
Weitsprung
Im Weitsprung der Frauen hatte sich Moyo Bardi (Union St.Pölten) 2025 erstmals Gold gesichert, die Niederösterreicherin musste sich heuer aber in einem sehr knappen Wettkampf überraschend mit 6,00m mit Rang 5 begnügen. Gold ging wie schon in der Halle an Isabel Posch (TS Lustenau), die gleich zwei Mal 6,14m (0,0) in die Sandkiste setzte. Nur einen Zentimeter weniger brachte Ingeborg Grünwald (Union Salzburg LA) in die Wertung, weitere 8cm dahinter wurde Sarah Lagger (TGW Zehnkampf-Union) Dritte.
Seit 2020 gab es jedes Jahr das selbe Szenario: Samuel Szihn (ULC Riverside Mödling) hatte seit den Staatsmeisterschaften 2025 nur zwei Wettkämpfe im Weitsprung bestritten, übernahm gleich mit dem ersten Versuch mit 7,28m die Führung und gab diese bis zum Ende auch nicht mehr ab. Es wurde aber noch einmal knapp, denn Zehnkampf-Staatsmeister Niklas Voss (Sparkasse SG Götzis) erzielte in Durchgang 6 die selbe Weite, musste sich aber wegen des schlechteren zweitbesten Versuchs (7,12m zu 7,22m) mit Silber begnügen. Rang 3 ging an Leo Lasch (TGW Zehnkampf-Union), der mit 7,09m auch noch die 7m-Marke übertraf.
Staatsmeister 2026
Samstag (19 Entscheidungen)
Männer:
100m: Noel Waroschitz (IAC) und Lukas Pullnig (KLC) 11,55s (-2,1)
400m: Samuel Lengauer (TGW Zehnkampf-Union) 47,48s
1500m: Raphael Pallitsch (Union St.Pölten) 4:06,31min
110m Hürden: Enzo Diessl (SU Leibnitz) 13,53s (-1,7)
400m Hürden: Niklas Strohmayer-Dangl (LT Bgld Eisenstadt) 50,00s
Weitsprung: Samuel Szihn (ULC Riverside Mödling) 7,28m
Stabhochsprung: Riccardo Klotz (ATSV Innsbruck) 5,30m
Speerwurf: Laurenz Waldbauer (Union Salzburg LA) 71,38m
Kugelstoß: Leonhard Jäger (SV Reutte Leichtathletik) 18,35m
Diskuswurf: Lukas Weißhaidinger (ÖTB OÖ) 63,29m
Frauen:
100m: Christania Williams (Union St.Pölten) 11,18s (-0,3)
400m: Susanne Gogl-Walli (TGW Zehnkampf Union) 53,26s
1500m: Caroline Bredlinger (LT Bgld Eisenstadt) 4:23,62min
100m Hürden: Karin Strametz (SU Leibnitz) 13,21s (-0,5)
400m Hürden: Anja Dlauhy (ULC Riverside Mödling) 54,52s ÖR
Stabhochsprung: Lisa Gruber (LAC BMD Amateure Steyr) 4,00m
Weitsprung: Isabel Posch (TS Lustenau) 6,14m (0,0)
Speerwurf: Leonie Zoe Haller (ULC Riverside Mödling) 50,85m
Kugelstoß: Sophie Kreiner (ATSV Linz LA) 14,59m
Beginnzeit am Sonntag ist um 10.00 Uhr.
Links
Livestream (auch on-demand abrufbar)
Samstag (Beginn 15:10)
Sonntag (Beginn 09:55)
TV-Beiträge von den Meisterschaften werden am Samstag, 1.8. um 19:30 auf ORF Sport+ und am Sonntag, 2.8. um 11:50 auf ORF 1 in der Sendung Sportbild gesendet.
Text- und Bildquelle: Österreichischer Leichtathletik-Verband | @amri.sports






