Sport Arena Wien: Stimmungsvoller U14-Länderkampf mit polnischen Siegen

Fast wie erwartet gelangen den polnischen Teams Doppelsiege bei den Mädchen und bei den Burschen. Bei den Burschen ging die Bronzemedaille an die Slowakei, vor Niederösterreich und Tirol. Bei den Mädchen erreichte Niederösterreich den dritten Rang, vor Steiermark und Tirol.

Lisa Lagg durchbricht polnische Phalanx

Bei den Mädchen gab es in den Einzelbewerben und der 6×200-m-Staffel nur polnische Einzelsiege, außer im Weitsprung der Mädchen. Hier sprang die Tirolerin Lisa Lagg (IAC) mit 5,35 m nicht nur eine persönliche Bestleistung, sondern auch zum Tagessieg. Hinter ihr klassierten sich mit Maya Williams (LT Bgld Eisenstadt), 5,16 m, und Lea Drulak (ULC Weinland), 5,09 m, zwei weitere heimische Nachwuchstalente. Lagg als Dritte über 200 m (27,79 s) und Drulak als Zweite über 60 m in 8,04 s, wo die polnische Siegerin Jagoda Klar mit 7,77 s in einer eigenen Liga lief, erreichten weitere Podestplätze.

Im Hochsprung der Mädchen gelang beinahe der zweite rot-weiß-rote Disziplinensieg des Tages. Die Oberösterreicherin Josephine Maringer (LCAV Jodl Packaging) musste sich am Ende nur aufgrund eines Fehlversuchs bei der höchsten übersprungenen Höhe geschlagen geben. Sowohl die polnische Siegerin als auch Maringer überquerten 1,56 m – für beide eine neue persönliche Bestleistung. Die Vorarlbergerin Valentina Geser (TS Egg) komplettierte mit 1,53 m das Spitzen-Trio.

Für Österreichs Bundesländer-Auswahlen standen am Ende elf Podestplätze von 27 möglichen zu Buche. Noch unerwähnt sind die dritten Plätze von Milli Fritsch (LTU Graz) mit 8,97 s über 60 m Hürden, von Mia Holzknecht (TS Innsbruck) mit 1:45,97 min über 600 m, von der letztwöchigen U14-Crosslauf-Zweiten Anna Elisa Haubenwallner (Hoadläufer Frauenkirchen) mit 3:19,10 min über 1000 m Hindernis und von Siena Fröhlich (ULC Riverside Mödling) mit 11,89 m im Kugelstoß (2 kg).

Burschenbewerbe fest in polnischer und slowakischer Hand

Österreichs männliche Vertreter hatten hart zu kämpfen gegen ihre ausländischen Alterskollegen. Sechs Podestplätze konnten verzeichnet werden. Polen feierte acht Disziplinensiege und davon fünf im Doppelpack. Bemerkenswerte Siegerleistungen waren 7,45 s über 60 m (Wojciech Opalka), 1:31,69 min über 600 m (Kacper Ryl), 1,72 m im Hochsprung (Fabian Gruszecki) oder 14,97 m von Filip Zimny mit der 3-kg-Kugel. Die slowakischen Burschen sorgten über 60 m Hürden für den einzigen nicht-polnischen Triumph.

Joao Gabriel Messinetti (LTU Graz) lief über 60 m mit 7,68 s auf Rang drei, dieselbe Platzierung gelang Nimrod Muhari (ULC Riverside Mödling) mit 3:02,59 min über 1000 m Hindernis. Niederösterreich Burschenstaffel eroberte in der 6×200-m-Staffel den Bronzerang. Der Tiroler Benjamin Moser (Raiffeisen TS Wörgl) überquerte im Hochsprung 1,58 m – eine neue persönliche Bestleistung – und wurde ebenso Dritter, wie sein Teamkollege Elias Rirsch (TU Raika Schwaz) im Weitsprung mit 5,67 m. Das WLV-Team durfte sich über Rang drei im Kugelstoß durch Alexander Kutschera (ULC Zehnkampf) mit 12,35 m (PB) freuen.

ÖLV-Maskottchen „Speedy“ als erster Leichtathletik-Sieger in der neuen Halle

Im Zuge der feierlichen Eröffnung, die durch einen Einzug der Teams sowie Grußworte von ÖLV-Präsidentin Sonja Spendelhofer, den 1. Botschaftsrat der polnischen Botschaft in Wien, Przemyslaw  Gembiak, und Leichtathletik-Superstar Christian Taylor eingeleitet wurde, gab es auch ein Maskottchenrennen. ÖLV-Maskottchen „Speedy“ setzte sich im 60-m-Rennen gegen seine flauschigen Freude Hopsi Hopper (ASKÖ), Spikey (STLV), Filu (ASVÖ) und Tiroli (TirolerSprintchampion) durch.

Das erste Feedback von vielen Seiten für den Internationalen U14-Länderkampf war äußerst positiv. Die Stimmen mehrten sich, die sich eine Wiederholung in naher Zukunft wünschten. Die Leichtathletik-Halle hat ihren ersten Wettkampftest sehr gut bestanden, nur beim fix installierten Soundsystem muss noch nachgebessert werden. Die Erfahrungswerte von gestern werden in die Ausrichtung der kommenden Wettkämpfe und österreichischen Meisterschaften einfließen. Die Wettkampf- und Aufwärmmöglichkeiten sind jedenfalls sehr gut. Die beschränkten Zuschauermöglichkeiten sind, wie sie sind. Die positiven Aspekte der Sport Arena Wien mit ihrer ganzjährigen Verfügbarkeit, den großartigen Trainingsmöglichkeiten, dem freundlichen und hellen Ambiete mit Blick über die Donau und Wien überwiegen jedenfalls. Eine neue Ära der Indoor-Leichtathletik-Wettkämpfe in Wien – auch wenn es keine Hallen-Europameisterschaften mehr sein werden – wurde jedenfalls mit diesem stimmungsvollen Internationalen U14-Länderkampf eingeleitet.

 

Text- und Bildquelle: Österreichischer Leichtathletik-Verband | Wolfgang Amri

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