Nach dem Gold-Coup (U19) von Anika Deubler im Lead hat das österreichische Team bei den World Climbing Youth Championships in Arco (ITA) auch im Speed für ein weiteres Ausrufezeichen gesorgt.
Lara Haselwanter verpasste in der U17-Klasse als Vierte nur hauchdünn eine Medaille, stellte in der Qualifikation erneut einen österreichischen Rekord auf und bestätigte ihre starke Entwicklung. Zahlreiche weitere Top-20-Platzierungen unterstreichen die positive Bilanz des KVÖ-Teams. Bereits am Mittwoch stehen die Qualifikationen im Boulder auf dem Programm.
„Der ganze Tag war ein Wechselbad der Gefühle. Direkt nach dem Wettkampf hat natürlich die Enttäuschung überwogen, aber mit etwas Abstand bin ich wirklich zufrieden mit unseren Athlet:innen. Die Ergebnisse zeigen gar nicht, wie knapp viele Entscheidungen waren. Sie waren oftmals nur hauchdünn vom Finale entfernt. Gerade Lara (Anm.: Haselwanter) hat gezeigt, dass sie zur absoluten Weltspitze gehört. Sie ist aktuell die zweitschnellste U17-Athletin der Welt – dass am Ende trotzdem nur Rang vier herausschaut, ist natürlich bitter. Gleichzeitig zeigt es aber, dass wir international ganz vorne mitmischen können. Die Entwicklung des österreichischen Speedsports in den vergangenen Jahren ist enorm. Das motiviert uns zusätzlich, weiter an den kleinen Stellschrauben zu arbeiten. Ich bin überzeugt, dass wir in Zukunft regelmäßig um Medaillen kämpfen werden“, analysiert Bundesnachwuchskoordinatorin und Nachwuchstrainerin Speed Laura Stöckler.
Haselwanter überzeugt bei den Mädchen
Für das beste österreichische Ergebnis sorgte Lara Haselwanter in der U17-Kategorie. Die Tirolerin stellte bereits in der Qualifikation mit einer erneuten Verbesserung ihres eigenen österreichischen Rekords (7,16 Sekunden) ihre ausgezeichnete Form unter Beweis und zog souverän in die Finalrunde ein. Dort kämpfte sie sich bis ins kleine Finale vor, musste sich im Rennen um Bronze jedoch knapp geschlagen geben und belegte Rang vier. Der Sieg ging an Mila Piatek (NZL).
„Ich bin sehr zufrieden mit meiner Performance und auch damit, wie ich mit dem Druck umgegangen bin. Im kleinen Finale bin ich dann leider oben weggerutscht und habe mir dabei den Finger verletzt – das hat mich am Ende wohl die Medaille gekostet. Trotzdem bin ich stolz darauf, wie ich geklettert bin und wie ich mich in den letzten Monaten entwickelt habe. Dass ich meinen eigenen österreichischen Rekord erneut verbessern konnte, war richtig cool und zeigt mir, was möglich ist. Das gibt mir viel Motivation, um nächstes Jahr bei der Jugend-WM die Medaille zu holen“, sagt Haselwanter.
Ebenfalls in der U17-Kategorie belegten Antonia Mayer und Alice Zirnitzer unter 39 Starterinnen die Ränge 18 und 19. In der U19-Klasse erreichte Maya Walter Platz 26.
Top-20-Ergebnisse auch bei den Burschen
Auch bei den Burschen gab es mehrere ansprechende Leistungen. Tobias Reiff belegte in der U17-Kategorie mit einer Zeit von 6,37 Sekunden Rang 19. Simon Schmutzhard wurde 31., Richard Jocksch belegte Rang 47. In der U19-Klasse erreichte Maximilian Wagner Platz 31, Elias Unterberger klassierte sich auf Rang 50.
Nach den Bewerben im Lead und Speed richtet sich der Fokus nun auf die Boulderbewerbe. Bereits am Mittwoch stehen in Arco die Qualifikationen auf dem Programm, ehe die Nachwuchs-Weltmeisterschaften in ihre entscheidende Phase gehen.
Text- und Bildquelle: Kletterverband Österreich






