Pernsteiner beendet Tour of the Alps auf Rang 36

Waren es im Vorjahr nur zwei Athleten des Nationalteams, welche die Tour of the Alps beenden konnten, schafften es bei der 47. Ausgabe der Klettertour sechs Fahrer. Lediglich Sebastian Putz musste bei der kühlen Heimetappe rund um Schwaz vorzeitig vom Rad steigen, komplett unterkühlt das Rennen aufgeben. Der Gesamtsieg ging an den Spanier Juan Pedro Lopez (Lidl – Trek), der in Österreich mit seinem Sieg auf der Tirol-Etappe den Grundstein legte. Bester Fahrer des Nationalteams wurde Hermann Pernsteiner auf Platz 36.

„Vor allem unsere jungen Fahrer haben das echt gut gemacht“, meinte Sebastian Schönberger im Ziel der letzten Etappe, die über 118 Kilometer rund um Levico Terme im Trentino führte. Mit einer Mischung aus jungen, aber auch erfahrenen Athleten ging das National am Montag in die schwere Rundfahrt, die viele der Teilnehmer als letzte Vorbereitung für den im Mai anstehenden Giro d’Italia nutzen.

„Es war eine richtig schwere Ausgabe heuer“, so Pernsteiner, der nicht ganz mit den Besten der Welt mithalten konnte und die letzten drei Tage immer um Platz 30 herum die Ziellinie überquerte. „Wir hatten uns viel vorgenommen, aber wie auch das Rennen ausgefahren wurde, spielte uns nicht in die Karten. Ich habe es heute noch einmal probiert als Ausreißer, aber wir wurden sofort wieder eingefangen“, meinte Lukas Pöstlberger.

Der Oberösterreicher schaffte als einziger Fahrer des heimischen Teams am zweiten Tag den Sprung in die Gruppe des Tages. Auch vor dem schweren Finale, wo der Palu del Fersina zweimal befahren wurde, ein über zwölf Kilometer langer Anstieg, versuchte es Pöstlberger, doch nach vier Kilometern wurde er wieder vom Feld gestellt. Danach übernahmen die WorldTeams die Initiative und sorgten für hohes Tempo, so dass schlussendlich eine 16-köpfige Gruppe den Sieg unter sich ausmachte. Aus dieser heraus siegte der junge Franzose Aurelien Paret-Peintre.

„Das war eines der schwersten Rennen, die ich je in meiner Karriere bestritten habe“, meinte Martin Messner, der am Schlusstag einen Platz hinter Pernsteiner landete. „Aber ich habe die letzten Tage auch sehr viel gelernt“, fügte er an. Die beiden 20-Jährigen im rot-weiß-roten Kader, Marco Schrettl und Benjamin Eckerstorfer erreichten im verbliebenden Hauptfeld den Zielstrich.

„Ich denke wir haben uns ganz gut geschlagen. Die ersten beiden Tage waren für die Jungs ein wenig ernüchternd von den Ergebnissen her, aber sie haben nie aufgesteckt und weitergekämpft. Das Niveau bei der Tour of the Alps war extrem hoch in diesem Jahr und die richtig schweren Etappen haben dafür gesorgt, dass die Favoriten früh die Offensive gesucht haben. Deswegen war es sehr schwer die Fluchtgruppen, falls sie überhaupt vorhanden waren, zu besetzen“, erklärte Nationaltrainer Stefan Sölkner und fügte an: „Auf der anderen Seite ging es uns darum, die jungen Athleten an dieses Niveau heranzuführen und zu zeigen, wo es in der Zukunft hingehen soll. Und da möchte ich mich auch bei unseren erfahrenen Athleten bedanken, die ihren Teil vor allem während der Etappen geleistet haben, dass alle das Ziel gut erreicht haben.“

Text- und Bildquelle: ÖRV – Österreichischer Radsportverband

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