ÖTV-Quartett schafft Sprung ins Achtelfinale

Julia Grabher, Sinja Kraus, Lilli Tagger und Ekaterina Perelygina sind beim ITF-Heimturnier weiter.

Der rot-weiß-rote Super-Tuesday beim LADIES OPEN Amstetten powered by SPORTLAND Niederösterreich hat gehalten, was er versprochen hat – und aus österreichischer Sicht einen erfreulichen Auftakt in den Hauptbewerb gebracht. Mit Julia Grabher, Sinja Kraus, Lilli Tagger und Ekaterina Perelygina haben am Dienstag vier der sechs ÖTV-Damen das Achtelfinale des ITF-W75-Heimturniers beim UTC Amstetten erreicht. Einzig Liel Marlies Rothensteiner und Arabella Koller schieden in Runde eins aus.

Kampfsieg für Tagger

Viele Augen waren an diesem Tag auf Tagger gerichtet. Alle wollten die frischgebackene French-Open-Juniorinnensiegerin bei ihrem seitdem ersten Auftritt in der Heimat sehen, sodass die Center-Court-Tribüne schon ab dem frühen Nachmittag bestens gefüllt war. Die Osttirolerin, die eine Wildcard des ÖTV erhalten hatte, hielt diesem Erwartungsdruck letztlich stand, die 17-Jährige (WTA 519) rang die italienische Qualifikantin Enola Chiesa (WTA 727) nach 2:4-Rückstand im dritten Satz (samt einer Chance für ihre Gegnerin zum Doppelbreak) mit 6:7 (5), 6:2, 6:4 nieder. „Danke für die tolle Stimmung. Ohne euch hätte ich es vielleicht nicht geschafft“, bedankte sich Tagger nach ihrem Sieg bei den Fans. In Runde zwei trifft sie donnerstags auf die 18-jährige Serbin Teodora Kostovic (WTA 343).

Grabher und Kraus überzeugen

Ein klares Statement setzte die heimische Nummer eins Grabher: Denn die topgesetzte Vorarlbergerin (WTA 130) fertigte die Qualifikantin Adrienn Nagy aus Ungarn (WTA 577) in nur 61 Minuten Spielzeit mit 6:2, 6:1 ab. „Ich bin megahappy, dass ich die erste Runde gewonnen habe. Es ist nie leicht, bei so einem Turnier die erste Runde zu überstehen, weil man sich erst an die Bedingungen gewöhnen muss. Jetzt bin ich schon motiviert für morgen“, sagte die 29-Jährige, deren Punkte trotz der parallel laufenden Tagger-Partie lautstark bejubelt wurden. Als Einzige des verbliebenen ÖTV-Quartetts ist Grabher am Mittwoch sogleich wieder im Einzeleinsatz: Sie trifft im zweiten Match auf dem Center Court, um nicht vor 13:00 Uhr, auf die Slowenin Dalila Jakupovic (WTA 314), ehemalige Nummer 69 der Welt. Erfolgreich startete am Abend auch Sinja Kraus. Die zweitgereihte Wienerin (WTA 148) schlug die Italienerin Silvia Ambrosio (WTA 264) 6:2, 6:4. „Es war auf jeden Fall ein sehr schwieriges Match für mich“, ließ die 23-Jährige offen durchblicken. „Ich kenne Silvia sehr gut, wir sind gut befreundet – deshalb ist natürlich immer etwas Nervosität mit im Spiel. Ich habe aber von Anfang an meinen Plan durchziehen können und bin sehr zufrieden mit meinem Match.“ Am Donnerstag erwartet sie mit der Lucky Loserin Verena Meliss (WTA 591) neuerlich eine Italienerin.

Premierenerfolg für Perelygina

Ebenso gut erging es parallel dazu Ekaterina Perelygina: Die neue Billie-Jean-King-Cup-Teamspielerin (WTA 786) ließ der italienischen Lucky Loserin Camilla Gennaro (WTA 708) beim 6:2, 6:1 keine Chance und feierte im erst zweiten Anlauf ihren ersten Sieg auf dem Turnierniveau. „Am Anfang war ich schon extrem nervös. Die ersten paar Games sind mir schwergefallen“, so die ÖTV-Vertragsspielerin. „Dann hat’s mich lockergelassen, und ich finde, dass ich ganz gut gespielt habe. Ich bin bis zum letzten Punkt aktiv geblieben, ich bin zufrieden mit meiner Leistung.“ In Runde zwei trifft die 18-Jährige donnerstags nun auf die indische Qualifikantin Riya Bhatia (WTA 556), die die zweimalige Staatsmeisterin Arabella Koller (WTA 548) 6:4, 6:2 schlug. „Es war mein erstes Sandplatzturnier dieses Jahr. Ich hatte meine Chancen im ersten Satz, da hab ich viele Fehler in entscheidenden Situationen gemacht. Aber es war eine solide Leistung“, sagte die Salzburgerin. Aus rot-weiß-roter Sichtweise machte Rothensteiner den Anfang: Die Niederösterreicherin (WTA 1147), so wie Perelygina und Koller mit Wildcard ausgestattet, unterlag der mehrfachen Jugend-Grand-Slam-Gewinnerin Renata Jamrichová aus der Slowakei (WTA 286) mit 2:6, 2:6. „Ich finde ich habe teilweise echt gut gespielt, aber die wichtigen Punkte im Game habe ich oft nicht gemacht“, so die 20-Jährige. „Jamrichová spielt auch echt abgeklärt, ich kenne sie schon seit den Juniors und habe gewusst, dass es ein hartes Match sein wird. Ich hätte mir erhofft, dass es etwas enger wird und ich es ihr schwerer machen kann. Aber es war trotzdem eine coole Erfahrung.“

 

Text- und Bildquelle: Österreichischer Tennisverband

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