Die 60-m-Vorläufe und der Kugelstoß der Mädchen bildeten am Samstag (28. Februar) um 14:00 Uhr den Start des Meisterschafts-Wochenendes für den Nachwuchs. Marco Glinz (UVB Purgstall) wurde seiner Favoritenrolle mehr als gerecht und sicherte sich nicht nur Gold über 60 m, sondern verbesserte den ÖLV-U18-Hallenrekord in dieser Altersklasse erneut, nämlich auf 6,85 s. In seinem Sog sprintete Lucas Gschier (ULC Riverside Mödling) mit PB von 6,94 s zu Silber und blieb ebenfalls unter der 7-Sekunden-Marke. Später standen für die Burschen noch die 200-m-Zeitläufe am Programm. Glinz glänzte mit 22,04 s und unterbot den ÖLV-Rekord über diese Distanz, aufgestellt von Enakhe Edegbe 2020, gleich um zwei Zehntel. Auf Platz vier der ewigen Bestenliste reihte sich Jonas Prammer (ULC Linz Oberbank), der mit 22,32 s an diesem Tag zu Silber lief. Der Drittplatzierte Matthias Altenberger (LC Villach) erzielte mit 22,65 s einen KLV-U18-Rekord. Prammer holte übrigens noch eine Medaille als Dritter über 60 m.
Glinz kann mehr als zufrieden in seinen morgen letzten Bewerb in dieser Hallensaison, die 60 m Hürden, gehen: „Es ist wirklich sehr geil. Bei den 60 Metern habe ich mir schon gedacht, dass es etwas mit der Steigerung werden könnte. Über 200 m war ich mir nicht so sicher und habe die beiden 60er-Läufe von heute schon gemerkt, aber bin dann trotzdem sehr gut gelaufen, würde ich sagen. Auf das kann man jetzt für die Freiluft-Saison aufbauen!“
Gold über 60 m und 200 m ging auch in der weiblichen U18 an dieselbe Person. Jasmin Ungersböck (ULC Riverside Mödling) konnte ihren Augen kaum trauen, als sie ihre Siegerzeiten heute auf dem Monitor erblickte. Die 60 m sprintete Ungersböck in 7,68 s und die 200 m mit 24,89 s erstmals unter 25 Sekunden. Bei ihrem Sieg vor zwei Wochen in der U20 kamen noch 25,30 s in die Wertung. Silber in beiden Bewerben gewann Alina Glaser (SU IGLA long life) mit PBs von 7,79 s und 25,66 s. Das Treppchen komplettierten Leni Furtner (TGW Zehnkampf-Union) mit 7,97 s (PB) und Neve Roka (ATSV OMV Auersthal) mit 25,96 s (SB).
Titelverteidigungen für Thoma, Ladstätter und Achleitner
Im Kugelstoßen der Mädchen entwickelte sich ein hochkarätiger Bewerb, den am Ende Sophia-Maria Thoma (Raiffeisen TS Bludenz) mit persönlicher Bestleistung von 13,79 m für sich entscheiden konnte. Damit verteidigte sie ihren U18-Titel vom letzten Jahr (damals 12,62 m) und schloss an ihren U20-Hallensieg von dieser Saison an. Auch die Zweit- und Drittplatzierte stellten eine PB auf und kamen über 13 Meter. Für Marie Schrittwieser (Union St. Pölten) waren es 13,34 m und für Lea Grubmüller (ATSV Linz LA) 13,09 m. Die spätere Hochsprung-Siegerin Clara Ladstätter (TGW Zehnkampf-Union) wurde Vierte mit PB von 12,08 m.
Wie bereits vorweg genommen, gelang Ladstätter im Hochsprung die Titelverteidigung und das mit einer Alltime-Besthöhe von 1,67 m. Bei ihrem Sieg 2025 waren es 1,61 m. Die Kugel-Silberne Marie Schrittwieser gewann ihre zweite Medaille heute mit Bronze im Weitsprung. Gold und Silber im Weitsprung machten sich zwei andere Athletinnen aus. Favoritin und Titelverteidigerin Deborah Achleitner (IAC) setzte sich am Ende mit 5,58 m knapp gegen Laura Hehle (SV Lochau), die 5,53 m sprang, durch. Der Weitsprung-Sieg bei den Burschen ging an den Zehnkämpfer Lucas Gschier mit 6,78 m (SB). Er holte außerdem mit Silber im Hochsprung seine dritte Medaille an diesem Tag. Den österreichischen Meistertitel im Hochsprung gewann der Favorit Ezel Yazici (Proteam Vienna) mit einer Höhe von 1,93 m klar. Zum Tagesabschluss über eine starke PB jubeln durfte der Kugelstoß-Sieger Antoni Graczyk (TGW Zehnkampf-Union). Der Oberösterreicher war mit 15,92 m eine Klasse für sich.
Persönliche Bestleistungen auf den Laufstrecken
Bei den Laufentscheidungen standen am ersten Tag die 800 m und 3000 m am Programm. Über 800 m wiederholten Magda Karall (LT Bgld Eisenstadt) und Sebastian Kofler (LC Villach) ihre Sieg von der österreichischen U20-Meisterschaften von vor zwei Wochen. Kofler finishte mit 1:57,16 min souverän vor dem Titelverteidiger Jonas Mesi (SU IGLA long life), der mit 1:58,64 min aber trotzdem deutlich schneller, als bei seinem Sieg 2025 lief. Für Magda Karall wurde es heute eine neue PB von 2:16,11min. Silber ging an die Vorjahressiegerin Carolina Grabner (Union Waidhofen/Ybbs), die heute auch schneller als im Vorjahr in der Halle war.
Über die 3000-m-Distanz heißen die neuen österreichischen U18-Hallenmeister:innen Pauline Steiner (ULC Grein) und Matteo Xaver Jost (LC Villach). Wie bereits angekündigt dominierten die U16-Athletinnen bei den Mädchen das Starterinnen-Feld. Die Top-3 sind alle im Jahr 2011 geboren. Steiner lief zu einer PB von 10:36,91 min, genauso wie die Medaillengewinnerinnen Leonie Schröter (TS Innsbruck) und Ilvie Flora Reich (DSG Wien). Bei den Burschen siegte Matteo Xaver Jost mit 8:58,54 min vor Florian Huemer (LAC BMD Amateure Steyr) und Daniel Schaufler (LAC Waidhofen/Ybbs), wobei alle eine Bestzeit aufstellten.
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Text- und Bildquelle: Österreichischer Leichtathletik-Verband | amri.sports





