Die Zeiten, in denen Kapfenberg der Reihe nach Titel abräumte, sind schon eine Weile her, doch bei den Bulls will man heuer endlich wieder an alte Erfolge anknüpfen. Mit neuem Titelsponsor, frischen Kräften im Kader und einer klaren Aufbruchsstimmung soll die kommende Saison den Weg zurück in Richtung Titelkampf ebnen – passend zum großen 50-Jahr-Jubiläum 2026.
In der Obersteiermark hat sich im Sommer viel getan. Unter neuem Namen – Hefte Helfen Bulls – und mit gesteigertem Budget stellte Präsident Gernot Mach die Weichen für eine Rückkehr in die Spitze. Zahlreiche Leistungsträger verließen den Klub, darunter Lautaro Lopez und Jordan Ngatai, doch die Neuzugänge versprühen reichlich Hoffnung.
Sommeraktivitäten
Allen voran Vitaliy Zotov, ukrainischer Nationalspieler mit internationaler Erfahrung, soll als Floor General die Fäden ziehen. Dazu kommen mit Taye Fields (athletischer Guard) und Andre Screen (kräftiger Center aus der NCAA) zwei hungrige US-Legionäre, die das Spiel mit Energie, Rebounds und Athletik prägen sollen. Auch die Vorbereitung verlief vielversprechend: Turniersiege wie beim Steirercup machten Lust auf mehr.
Ausrufezeichen des Kaders
Die Bulls verfügen über eine interessante Mischung: Routiniert und mit Führungsqualitäten ausgestattet sind Zotov und Kapitän Nemanja Krstic, während Fields und Screen mit Physis und Energie für neue Dynamik sorgen. Dazu eine heuer recht breite Basis an Eigenbauspielern und Rollenspielern, die in der Preseason bereits gezeigt haben, dass sie Verantwortung übernehmen können. Ein Kader, der erstmals seit Jahren wieder geschlossen wirkt.
Fragezeichen des Kaders
Die vielen Veränderungen bergen aber auch Risiko. Ob sich die neu formierte Mannschaft rechtzeitig findet und Coach Klym Artamonov die richtige Balance zwischen Offensive und Defensive schafft, bleibt abzuwarten. Vor allem unter dem Korb lastet viel Verantwortung auf Screen – hinter ihm ist die Rotation dünn. Zudem muss sich zeigen, ob die Bulls gegen die etablierten Top-Teams konstant bestehen können.
Ausblick
In Kapfenberg spürt man Aufbruchsstimmung: Neuer Name, neue Gesichter, neue Halle in Planung – die Bulls wollen zurück in die Erfolgsspur. Mit der Teilnahme an der ENBL sammelt man zusätzlich internationale Erfahrung, in der Liga soll es wieder weiter als nur ins Viertelfinale gehen. Ob es gleich für den großen Wurf reicht, wird sich zeigen. Klar ist: Die Bulls sind zurück.
Text- und Bildquelle: Österreichischer Basketballverband





