Nagl holt in Madrid bestes Weltcup-Ergebnis

Mit dem Speed-Weltcup der World Climbing Series in Madrid stand am Sonntag die nächste Station im internationalen Wettkampfkalender auf dem Programm. Bei hochsommerlichen Temperaturen und schwierigen Bedingungen verpassten die österreichischen Athlet:innen zwar den Einzug ins Finale, lieferten aber dennoch einige erfreuliche Leistungen ab.

Vor allem die erst 18-jährige Johanna Nagl sorgte für ein Ausrufezeichen. Die Niederösterreicherin belegte mit einer Zeit von 7,76 Sekunden Rang 25 und stellte damit nicht nur eine neue persönliche Weltcup-Bestzeit auf, sondern erreichte auch ihr bislang bestes Ergebnis auf dieser Ebene. Bemerkenswert: Für Nagl war es erst der zweite Weltcup ihrer Karriere. Die Bedingungen in Madrid waren alles andere als einfach. Die Speed-Wand lag den gesamten Wettkampf über in der prallen Sonne, wodurch die Griffe und Tritte äußerst rutschig wurden und die Läufe deutlich schwerer vorhersehbar waren.

„Johanna hat im letzten Versuch noch einmal richtig abgeliefert. Mit 7,76 Sekunden kann sie sehr zufrieden sein. Wenn man bedenkt, dass sie aktuell mitten in der Matura steckt und zwischen schriftlichen und mündlichen Prüfungen einen Weltcup bestreitet, ist das eine starke Leistung“, sagt KVÖ-Nationalcoach Fabian Ebenhoch. Für den Einzug ins Finale der besten 16 Athletinnen wäre eine Zeit von 7,07 Sekunden notwendig gewesen.

Auch Kevin Amon zeigte, dass der Abstand zur Weltspitze kleiner wird. Der Niederösterreicher klassierte sich mit 5,35 Sekunden auf Rang 28. Der Final-Cut lag bei 5,13 Sekunden und damit in einem Bereich, den Amon grundsätzlich erreichen kann. Im zweiten Lauf war Amon nach einem starken Start auf Kurs Richtung Finalzeit, ehe ein kleiner Fehler folgte und er von der Wand rutschte.

Lawrence Bogeschdorfer belegte mit 6,06 Sekunden Rang 50. Auch bei ihm verlief der zweite Versuch nicht nach Wunsch, nachdem ein Fehler eine bessere Zeit verhinderte. Lukas Knapp musste sich nach einem schwierigen Wochenende mit Platz 56 und einer Zeit von 6,48 Sekunden begnügen.

„Wir haben gesehen, dass wir in Reichweite sind. Bei Johanna und Kevin hat nicht viel auf das Finale gefehlt. Die Bedingungen waren für alle schwierig, trotzdem haben wir einige gute Ansätze gesehen. Jetzt gilt es, weiterzuarbeiten und die nächsten Schritte zu machen“, bilanziert Ebenhoch.

 

Text- und Bildquelle: Kletterverband Österreich

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner