Mountainbike League Austria: Bair und Mitterwallner siegen beim Raiffeisen Österreich Grand Prix in Windhaag

Der Internationale Raiffeisen Österreich Mountainbike Grand Prix in Windhaag bei Perg präsentierte sich auch bei seiner vierten Station der Mountainbike League Austria als würdiger Austragungsort für internationalen Spitzensport. Das als UCI-C1-Rennen hoch eingestufte Event lockte zahlreiche Spitzenfahrerinnen und Spitzenfahrer an, die auf dem anspruchsvollen Rundkurs im Schlossgraben wertvolle Weltranglistenpunkte für Weltcups sammeln konnten. Mona Mitterwallner (Mondraker Factory Racing XC) und Mario Bair (Cabtech Racing Team) holten die Tagessiege.

Die Naturarena Windhaag bot den Zuschauern einmal mehr spektakuläre Rennen. Schlüsselstellen wie der Ruinen-Downhill mit dem Enzmilner-Jump, das berüchtigte Höllenloch sowie die Kamelbuckel im Schlossgraben sorgten für zahlreiche spannende Szenen und verlangten den Athletinnen und Athleten auf dem trockenen und dadurch besonders rutschigen Untergrund alles ab.

Bei den Juniorinnen setzte sich Anja Pink (Crazy Cross Biker) durch. Die Nachwuchsfahrerinnen absolvierten fünf Runden auf dem 3,4 Kilometer langen Schlossgraben-Rundkurs sowie die 1,2 Kilometer lange Startrunde und legten dabei insgesamt 18,2 Kilometer zurück. Das Rennen der Junioren über 25 Kilometer gewann Simon Hihn (velo.crew Popaflo). Auf sieben Runden und der Startrunde zeigte er eine starke Leistung und sicherte sich den Tagessieg.

Im Rennen der Elite Frauen dominierte die Tirolerin Mona Mitterwallner. Die mehrfache Weltmeisterin verwies Antonia Grangl (Trinx Factory Team) auf Rang zwei. Platz drei ging an Sophia Kanubert (ARBÖ Rapso Knittelfeld). „Es war toll, wieder in Österreich Rennen zu fahren und die österreichischen MTB-Kolleginnen zu sehen. Ich glaube, ich war 2017 zum letzten Mal am Start in Windhaag. Die Strecke war anspruchsvoll und rutschig. Das Höllenloch habe ich mir einmal genau angeschaut – der Helm ist kaputt“, berichtete Mitterwallner mit einem Schmunzeln nach dem Rennen. Sie übernimmt in der Mountainbike League Austria wieder die Gesamtführung, nachdem sie auch den Auftakt in Langenlois für sich entscheiden konnte. Knaubert zehn Zähler dahinter auf Rang zwei und im Moment Dritte ist Angelina Hinder (UNION RV Dornbirn 1886)

Bei den Elite Männern über 28,4 Kilometer feierte Mario Bair einen überzeugenden Sieg. Nach der von den kanadischen Fahrern angeführten Startrunde übernahm der Steirer die Führung und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Titelverteidiger Julius Scherrer (RV DJs Bikeshop Simplon Hard) belegte Rang zwei, gefolgt von Lukas Hatz (WSA KTM Graz) auf Platz drei. Für Bair war es ein besonderer Erfolg: „Ich stehe hier jedes Jahr am Start, seit ich in der U13 gefahren bin, und musste einzig im Vorjahr aufgrund einer Verletzung pausieren. Nachdem die Kanadier die Startrunde noch anführten, konnte ich mich danach an die Spitze setzen und den Vorsprung kontinuierlich steigern. Die Strecke war sehr anspruchsvoll und präsentierte sich aufgrund der großen Trockenheit ziemlich staubig und somit sehr rutschig. Ich bin mit dem Rennen echt zufrieden.“ Nach zwei Siegen in Folge liegt Bair unangefochten auf der Eins im Gesamtklassement der Liga, gefolgt von Scherrer und Maximilian Foidl (KTM Factory MTB Team). Nach vier von sechs Stationen der Mountainbike League Austria geht die nationale Rennserie nun in ihre entscheidende Phase. Das nächste Rennen ist am 27. Juni in Koppl.

 

Text- und Bildquelle: ÖRV – Österreichischer Radsportverband

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