Kurzmeldungen 28.5.2026

Schnelle Zeiten in der Schweiz

Am Montag gewann Lena Pressler (Union St.Pölten) beim Susanne-Meier-Memorial in Basel (SUI) die 400 Meter Hürden mit neuer Besteistung von 55,87 s. Um 0,07 s steigerte sie sich und verpasste den erst kürzlich aufgestellten ÖLV-Rekord von Anja Dlauhy nur um 0,05 s. Isabel Posch (TS Lustenau) gewann die 100 Meter in neuer persönlicher Bestzeit von 11,39 s (+0.1). Damit verbesserte sie ihren VLV-Rekord um 0,04 s und schob sich auf Platz 5 der ÖLV-Alltime-Bestenliste nach vor.

Gute internationale Ergebnisse am Mittwoch-Abend

In Santa Cruz de Tenerife (ESP) kam Lukas Weißhaidinger (ÖTB OÖ LA) im Diskuswurf mit 65,96 m auf Platz 2 hinter dem Welt-Jahresbesten Matthew Denny (AUS/67,41). „Zuletzt in Rehlingen war ich ein bisschen ratlos. Heute habe ich mich schon wieder viel besser gefühlt und beim Abwurf mehr Druck auf den Diskus gebracht. Ich bin zwar noch weit weg vom richtigen Schwerpunkt, habe noch viel Luft nach oben, aber die Richtung stimmt. Bei den nächsten Meetings, in Ptuj, St. Pölten und Gelenau, will ich schrittweise an meiner Konstanz arbeiten. Meine Weite von 65,96 m ist angesichts der Bedingungen richtig gut. Auch der Abstand von 1,45 m zu Denny, der heuer schon wesentlich mehr Wettkämpfe als ich absolviert hat, erschreckt mich nicht“, gab er im Anschluss via Presseaussendung bekannt.

Endiorass Kingley (TGW Zehnkampf-Union) kam beim JBL Jump Fest in Kosice (SVK) mit 16,34 m auf Platz 6 im Dreisprung. Bei seinem ersten Wettkampf der Saison mit seinem vollen Anlauf zeigte er, dass er bereits sehr gut in Form ist. Bei seinem besten Sprung hatte er noch einigen Abstand zum Absprungbalken. Der Sieg in diesem gut besetzten Feld ging an den Jamaikaner Jordan Scott mit 17,44 m. Schwierig war bei diesem Street-Jump-Event die lange Wartezeit zwischen den Versuchen, denn der Weitsprungbewerb der Frauen lief zeitgleich mit dem Dreisprung der Männer.

In Kallithea (GRE) egalisierte U20-WM-Kandidat Andreas Gamsjäger (ProTeam Vienna) seine Bestleistung im Hochsprung von 2,08 m und wurde Fünfter. An 2,11 m scheiterte er nur ganz knapp.

Marcel Tober gibt Karriereende bekannt

Mittelstreckenläufer Marcel Tobler (ULC Riverside Mödling) gab via Instagram das Ende seiner Karriere bekannt. Mit Teilnahmen an internationalen Meisterschaften (U23-EM, Team-EM, Cross-EM, Universiade und Balkan-Meisterschaften) setzte Tobler immer wieder Glanzlichter – auch als mehrfacher Staatsmeister. Viele Jahre von Karin Haußecker trainiert kann er auf eine sehr erfolgreiche Karriere zurückblicken. Seine persönliche Bestzeit von 3:39,51 min über seine Paradedisziplin 1500 m stellte er im Jahr 2024 (Pfungstadt/GER) auf.

Ex-Doppelweltmeister coachte rot-weiß-rotes Duo in Wien

Der mittlerweile 35-jährige, ehemalige Doppelweltmeister im Kugelstoßen (2011, 2013), David Storl aus Deutschland, ist seit längerem schon in Kontakt mit den beiden österreichischen Kugelstoßern Matthias Krach, mehrfacher Staatsmeister und Team-EM-Teilnehmer des Vorjahres, sowie Georg Schober, Paralympics-Teilnehmer in Paris 2024. Am Anfang dieser Woche besuchte David Storl Wien und absolvierte dabei auch drei Trainingseinheiten mit den beiden – zwei auf der Freiluft-Anlage in Wien-Stadlau und eine in der Sport Arena Wien.

Weißhaidinger startet in Ptuj, Strametz in Bydgoszcz, Gogl-Walli und Lindner in Dresden

Lokalmatador Kristjan Ceh (SLO) führt das Diskusfeld beim 6. Memorial Roberta Preloga (WACT-Challenger) des Mednarodni Atletski Miting in Ptuj am Sonntag (31. Mai) an, wie die Organisatoren mitteilten. Er trifft unter anderem auf Lukas Weißhaidinger. (EME News)

Karin Strametz (SU Leibnitz) startet morgen beim Irena-Szewinska-Memorial, einem WACT-Gold-Meeting in Bydgoszcz (POL) und trifft dort u.a. auf die polnische Lokalmatadorin und Europameisterin des Jahres 2022, Pia Skrzyszowska, sowie Olympiafinalistin Alaysha Johnson (USA) und Ungarns Luca Kozak.

Susanne Gogl-Walli (TGW Zehnkampf-Union) und Magdalena Lindner (Union St. Pölten) starten am 31. Mai über 400 m bzw. 100 m beim Goldenen Oval (WACT-Silver) in Dresden.

NCAA First Round mit drei Österreicherinnen

In Fayetteville (USA) startete gestern die Vorausscheidung der „West-Division“ für die NCAA-Championships der Division I. Qualifiziert haben sich Anna Mager (400 Meter Hürden), Lily Carlson (Stabhoch) und Pauline Schedler (1500 m). Alle drei starten heute ihre „First Round“. Von den großen Starter:innenfeldern mit jeweils 48 Athlet:innen bekommen die besten Zwölf eine Startplatz im Finale vom 11.-13. Juni in Eugene.

ASICS Österreichicher Frauenlauf mit starker österreichischer Beteiligung

Am Sonntag, 31. Mai 2026, wird um 9:00 Uhr der erste Startgong zum diesjährigen 38. ASICS Österreichischen Frauenlauf in der Prater-Hauptallee erfolgen. Insgesamt 31.000 Frauen und Mädchen aus mehr als 80 Nationen sind dieses Mal mit dabei. Österreichs 5-km-Rekordhalterin Lisa Redlinger (TS Lustenau) führt die mehr als 22 Startblöcke über die 5-km-Distanz an. Österreichs Marathon-Rekordhalterin Julia Mayer (DSG Wien) ist der Star der 10-km-Läuferinnen, wo in neun Startblöcken gestartet wird. Über beide Distanzen wartet starke heimische und internationale Konkurrenz. Es wird spannend, ob die aktuellen österreichischen Rekorde über 5 km (Lisa Redlinger, 15:34 min, 2026) und über 10 km (Carina Reicht, 32:19 min, 2025) verbessert werden können. Die morgige Pressekonferenz mit Redlinger und Mayer wird ab 9:30 Uhr live auf ORF Sport + übertragen.

51. Hypomeeting Götzis 2026 live in ORF 1, ORF SPORT + und ORF ON

Chiara Schuler (TS Hörbranz) wird bereits zum fünften Mal in Götzis im Siebenkampf am Start stehen. Die Vorarlberger Lokalmatadorin stellte beim Hypomeeting Götzis 2025 zwei neue persönliche Bestleistungen über die 200 m und 800 m auf – für dieses Jahr wird sie erneut die magische 6.000-Punkte-Marke und damit eine neue persönliche Bestleistung im Siebenkampf im Blick haben. Die Live-Übertragungen live in ORF 1, ORF SPORT + und ORF ON:

  • Samstag, 30. Mai, 11.00-14.05 Uhr, ORF 1: Tag 1 (von 11.05 bis 18.30 Uhr live auf ORF ON)
  • Sonntag, 31. Mai, 10.00-14.40 Uhr und 16.15-16.25 Uhr, OSP: Tag 2 (von 10.00 bis 18.30 Uhr live auf ORF ON)
  • Sonntag, 31. Mai, 11.10-13.30 Uhr, ORF 1: Tag 2 (von 10.00 bis 18.30 Uhr live auf ORF ON)

Die ORF-Kommentatoren sind dieses Mal wieder Thomas König und Dietmar Wolff.

Coaching Summit: Early-Bird-Tickets nur mehr drei Tage erhältlich

Am 9./10. Oktober 2026 wird im BSFZ Obertraun das hochkarätig besetzte ÖLV-Coaching Summit stattfinden. Die günstigeren Early-Bird-Tickets sind noch für alle Anmeldungen bis Sonntag, 31.5.2026, erhältlich. Das detaillierte Programm und alle Referent:innen und Themen sind hier nachzulesen. Der Star-Gast schlechthin ist Hallen-Siebenkampf-Weltrekordhalter Simon Ehammer (CH), der von seinem Trainer Yves Zellweger begleitet wird.

Staffelrekord im DerStandard

Fritz Neumann brachte im DerStandard einen ausführlichen Bericht über den neuen 4×400-Meter-Rekord der ÖLV-Nationalstaffel vom vergangenen Wochenende in Villach.

Überlaufen-Podcast: Episode 55

Folge 55 bringt viel Gewohntes und Neues: Raphael Pallitsch (Union St. Pölten) und Tobias Rattinger (BMD LAC Amateure Steyr) berichten weiterhin aus dem Trainingslager in St. Moritz, die Dauerlauf- Gespräche sind zurück und Raphael wird Burgenlands Sportler des Jahres. Zudem gibt’s zwei internationale Gäste, Einblicke in die EM-Quali-Situation, spannende A-oder-Bs und ein höchst kontroverses Thema des Tages.

100 km: Exenberger und Bauernfeind streben Titelverteidigung an

Am Samstag, 30. Mai, fällt um 13 Uhr in Zeltweg beim Murtal24 der Startschuss zu den diesjährigen nationalen Meisterschaften im 100 km Straßenlauf. Bei den Männern wird um Staatsmeisterschaftsmedaillen gekämpft, bei den Frauen nur um die kleineren Medaillen für die österreichischen Meisterschaften, da in den letzten drei Jahren die Anzahl der Teilnehmerinnen zu gering war, um die Staatsmeisterschaftsanerkennung durch die Österr. Bundes-Sportorganisation (Sport Austria) zu erhalten. Bei den Männern wird Andreas Bauernfeind (ProTeam Vienna) versuchen, seinen Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Bei den Damen geht Vorjahresmeisterin Sabrina Exenberger (LG-Decker Itter) mit dem gleichen Vorhaben ins Rennen.

Nächste Diamond-League-Station ist Rabat

Am Sonntag, 31. Mai, steigt in Rabat (MAR) die dritte Station der Diamond League 2026. Österreicher ist diesmal – nach den China-Auftritten von Enzo Diessl und Lukas Weißhaidinger – keiner dabei. Der ORF überträgt wieder live von 20.00 bis 22.00 Uhr auf ORF ON und dann zeitversetzt von 23.00 bis 01.00 auf ORF Sport +.

Strengere Qualifikationsrichtlinen von World Athletics für die WM 2027

World Athletics publizierte die Qualifikationslimits und -richtlinien für die Weltmeisterschaften 2027. Nicht nur die Limitleistungen wurden erneut angehoben, es gibt auch neue Vorgaben für eine Direkt-Qualifikation. Diese Limits können nur mehr bei Meetings ab der Kategorie C erbracht werden, Leistungen von Meetings einer niedrigeren Kategorie zählen nur für das World Ranking. Ausnahmen sind hier nur Straßenläufe mit World Athletics Label. Kategorie-C-Wettkämpfe sind u.a. WACT-Bronze-Meetings, der European Throwing Cup und die Team-EM.

Einen neuen besonderen Zusatz gibt es für den Diskuswurf. Hier werden Direktlimits nur mehr in Stadien anerkannt, außer World Athletics genehmigt die Anlage vorab. Die Anforderungen dazu wurden noch nicht genauer ausgeführt. Offensichtlich möchte man den vielen Direktlimits in Ramona (USA) ein Ende bereiten. Auch Shorttrack-Zeiten (200-m-Bahn in der Halle) gehen nur mehr ins World Ranking ein, zählen aber nicht mehr als Direktlimit.

Enhanced Games – viel Aufwand für fast nichts

In Las Vegas (USA) fanden am Sonntag die lange angekündigten „Enhanced Games“ statt. Bei dieser Veranstaltung gab es hohe Prämien für die Teilnehmer:innen und extra 1 Mio US-Dollar, falls es gelingt, einen Weltrekord zu überbieten. In einer eigens dafür errichteten Sportarena gab es einen Pool für Schwimmbewerbe, eine Sprintgerade und Gewichtheberplattform. Die Athlet:innen durchliefen angeblich ein gezieltes Aufbauprogramm, bei dem auch verbotene Dopingmittel eingesetzt wurden. Am Ende gab es nur eine Leistung, die besser war als ein aktueller Weltrekord. Diese gelang einem griechischen Schwimmer über 50 Meter Freistil. Wobei hier auch High-Tech-Anzüge eingesetzt wurden, welche im Schwimmsport ebenfalls nicht erlaubt sind.

In den 100-Meter-Sprints blieben die Schnellsten deutlich weg von den aktuellen Weltrekorden: Fred Kerley (USA) 9,93 s (+1.7) und Tristan Evelyn (BAR) mit 11,25 s (+0.3) erzielten die schnellsten Zeiten. Die meisten der Sprinter:innen machten auch nicht den Eindruck, als hätten sie ein hartes Aufbauprogramm durchlaufen. Es wirkte eher so, als würden sie am Ende ihrer Karriere nochmal leichtes Geld verdienen wollen. Es gab in den letzten Tagen unzählige sehr kritische Medienberichte zu den „Enhanced Games“.

 

Text- und Bildquelle: Österreichischer Leichtathletik-Verband | Helmut Baudis, Michael Gstöttner, Bernhard Rauch und Robert Katzenbeißer

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