Kraus triumphiert in historischem Finale | Generali Open Ladies Kitzbühel

Österreichs Nummer drei entscheidet den Titelkampf gegen Nationalteamkollegin Julia Grabher für sich.

Sinja Kraus hat das Generali Open Ladies Kitzbühel gewonnen. Die 24-jährige Wienerin (WTA 94) setzte sich im rein österreichischen Finale gegen Julia Grabher (WTA 116) mit 6:3, 6:1 durch und sicherte sich damit den ersten Titel beim Comeback des internationalen Damentennis in der Gamsstadt.

Ein Sieg, wie ihn selbst das beste Drehbuch kaum schöner hätte schreiben können: Lange hatten die Kitzbüheler Turnierverantwortlichen rund um Markus Bodner und Herbert Günther davon geträumt, internationales Damentennis nach Kitzbühel zurückzuholen. Nun endete das Comeback nach über 30 Jahren mit einem historischen rein österreichischen Finale – dem ersten überhaupt bei einem WTA-125-Challenger – und einem rot-weiß-roten Premierensieg. Mit ihrem Erfolg ist Kraus die erste rot-weiß-rote Siegerin auf Kitzbüheler Sand seit Petra Ritter im Jahr 1988. Nach ihrem Triumph in Cali (Kolumbien) Anfang November 2025 feierte sie ihren zweiten Titelgewinn auf WTA-125-Turnierebene. Zudem könnte sie am Montag erstmals in ihrer Karriere in die Top 80 der WTA-Weltrangliste vorstoßen, sollte die Spanierin Paula Badosa das wegen Regens zunächst verschobene WTA-250-Endspiel in Iasi (Rumänien) nicht gewinnen. Auch Grabher darf sich über eine Verbesserung freuen: Die Vorarlbergerin sollte sich auf Platz 107 einfinden und kommt damit einer Rückkehr unter die Top 100 wieder näher.

Vor einer großartigen Kulisse auf dem Center Court des Kitzbüheler Tennisclubs erwischte Kraus zunächst einen nervösen Start. Sie gab gleich ihr erstes Aufschlagspiel ab und geriet mit 0:2 in Rückstand. Grabher konnte den Vorteil jedoch nicht lange nützen: Kraus gelang das Rebreak zum 2:2, danach übernahm sie zunehmend das Kommando und zog auf 5:2 davon. Dann machte der Regen den beiden Finalistinnen einen Strich durch die Rechnung. Eine mehr als 90-minütige Unterbrechung wurde zur Geduldsprobe. Nach der Rückkehr auf den Platz ließ sich Kraus den ersten Satz jedoch nicht mehr nehmen und entschied diesen mit 6:3 für sich. Auch im zweiten Durchgang gelang der Wienerin ein frühes Break. Kraus spielte nun immer selbstbewusster, diktierte die Ballwechsel und ließ ihrer Freundin und Doppelpartnerin kaum noch Möglichkeiten. Mit 6:1 machte sie schließlich den Turniersieg perfekt.

 

Text- und Bildquelle: Österreichischer Tennisverband

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