Nachdem sie im Vorjahr ihr erstes Rennen der Road Cycling League Austria gewinnen konnte, unternahm die Kärntnerin Katharina Sadnik in dieser Saison mehr Ausflüge auf die Straße. So gewann sie die Ligarennen in Wels und Leonding, startete im Nationalteam bei der Tour de Feminin in der Tschechischen Republik und mit der Tour de l’Avenir wartete nun das Saisonhighlight am Asphalt auf sie. Dieses Abenteuer überstand sie mehr als gut und landete auf dem zehnten Rang der Gesamtwertung beim wohl prestigeträchtigsten U23-Etappenrennen der Frauen.
“Sie ist ein echt starkes Finale gefahren, hatte sich nach den anstrengenden ersten fünf Etappen auch noch am Schlusstag gut gefühlt. In einem brutalen Ausscheidungsrennen am letzten Tag fuhr sie in der Gruppe, die um Platz sieben kämpfe und wurde Elfte bei der Queen Stage“, schilderte Nationaltrainer Philipp Bachl, der gemeinsam mit Tour-de-France-Etappensieger Fränk Schleck die österreichisch-luxemburgische Mixed-Auswahl bei der Rundfahrt betreute.
“Das Bergzeitfahren am Ende war noch eine richtige Punktlandung von ihr, sie war mit wenigen Sekunden Rückstand als Elfte der Gesamtwertung gestartet und machte den Rückstand gut“, freute sich Bachl über die Leistung seiner Athletin, die bei dem Saisonhighlight im Hinblick auf die Mehrtagesrennen ein absolutes Topergebnis ablieferte.
“Schon am Vormittag ging es mir richtig gut, der erste Berg war zwar sehr hart, aber dann lief es richtig“, grinste Sadnik, die ab der 2. Etappe die Tagesabschnitte immer in den Top 20 beendete. “Im Zeitfahren war der Fokus voll auf die Gesamtwertung und wir hatten einen perfekten Pacing-Plan und die Motivation aus dem Auto mit den Ansagen gab mir den letzten Push, dass ich den Sprung in die Top Ten noch schaffte“, fügte sie an.
Für die Kärntnerin geht es nun wieder aufs Mountainbike, wo in der Schweiz nun die Weltmeisterschaften warten. Sadnik wird im Short Track als auch im Cross-Country der Klasse U23 an den Start gehen.
Text- und Bildquelle: ÖRV – Österreichischer Radsportverband | Text: Peter Maurer | Fotos: Cassandra Donne





