Vor 105 Jahren wurde das erste „Internationale Stadion-Fest“ (ISTAF) ausgetragen. Das WACT-Silver-Meeting sah in seiner langen Historie auch einige rot-weiß-rote Siege. Zuletzt im Vorjahr, als Caroline Bredlinger sensationell die 800 m für sich entscheiden konnte. Heute waren zwei heimische Vertreter:innen mit dabei.
Christania Willams: „Ich bin sehr glücklich mit den den 11,22 s“
Die 100-m-Sprinterinnen mussten lange auf der Bahn warten, bis ihre Vorstellung begann und der Lauf endlich abgelassen wurde. Christania Williams erwischte einen sehr guten Start und lag lange klar an zweiter Stelle hinter der Jamaikanerin Dockery. Erst am Ende kam dann die deutsche 100-m-Europameisterin von 2022, Gina Lückenkemper, näher und lag nach Zielfotoentscheid um fünf Hundertstel voran. Die Plätze vier und fünf gingen an Thelma Davis (LBR) mit 11,27 s und Rebekka Haase (GER) mit 11,39 s (Ergebnis).
„Mein Rennen insgesamt war gut, ich fühlte mich auch gut. Leider habe ich ein schweres Dehydrationsproblem und das hinderte mich heute, den Lauf als Zweite zu beenden. Ich bin trotzdem sehr zuversichtlich für die nächsten beiden Rennen in Brüssel und Rovereto. Aber heute bekam ich nach 60 Metern Krämpfe und die kosteten leider den zweiten Platz. Ich bin aber sehr glücklich mit den 11,22 s. Sie sind meine drittschnellste Zeit in dieser Saison“, sagte Christania Williams nach dem Rennen.
Die 31-jährige, gebürtige Jamaikanerin ist mit ÖLV-Nationaltrainer Philipp Unfried verheiratet und wird auch von ihm trainiert. Sie wird am kommenden Wochenende beim 100-m-B-Lauf beim Diamond-League-Finale in Brüssel (BEL) nochmals an den Start gehen und dann nochmals beim WACT-Silver-Meeting in Rovereto (ITA) am 8. September.
Niklas Strohmayer-Dangl über das ISTAF: „Eines der coolsten Meeting, welches wir in Europa haben“
Der 24-jährige Burgenländer feierte heute sein ISTAF-Debüt, leider wurde ihm die erste Bahn zugeteilt, die gerade für große Läufer wie ihn nicht ganz einfach zu laufen ist. Der österreichische Rekordhalter startete gut ins Rennen, obwohl es heute sehr windig im Berliner Olympiastadion war und daher keiner der Läufer in Bestleistungsnähe kam. Sehenswert waren dann Strohmayer-Dangls letzte 30 Meter, wo er noch drei Ränge gutmachen konnte und letztlich mit 50,32 s Fünfter wurde.
Der Laufsieg über 400 m Hürden ging an den Deutschen Emil Agyekum, der vor zwei Wochen in Birmingham EM-Zweiter wurde. Er siegte in 48,18 s vor seinem Landsmann Owe Fischer-Breiholz mit 49,03 s. Auf den Plätzen drei und vier landeten Alastair Chambers (GBR) mit 49,14 s und James Smith II (USA) mit 49,78 s (Ergebnis).
„Grundsätzlich bin ich zufrieden mit dem Rennen“, sagte Niklas Strohmayer-Dangl und fügte hinzu: „Bis Hürde sieben hat eigentlich alles ganz gut funkioniert, dann ist mir aber der Wind reingefahren und ich habe leider den Rhythmus dann nicht mehr halten können. Ich habe dann schon eine Hürde zu früh von 14 auf 15 Schritte umgestellt und habe dann auch mit dem schwächeren Bein gefinisht. Das hat sicher noch das eine oder andere Zehntel hinter raus gekostet. Es war eine tolle Erfahrung, weil einfach 40.000 im Stadion waren und es eines der coolsten Meetings ist, welches wir in Europa haben. Ich habe es sehr genossen, in einem wirklich starken Feld Fünfter zu werden – und das von der Bahn eins aus. Das ist ganz in Ordnung.“
Für den in den Niederlanden trainierenden EM-Semifinalisten war der heutige Wettkampf in Berlin sein letztes Saisonrennen.
Text- und Bildquelle: Österreichischer Leichtathletik-Verband






