Im Sprint holt sich Steirer Anatol Friedl Gold im Mountainbike Short Track

Portugal bleibt ein guter Boden für Österreichs Junioren. Denn knapp eine Woche nach dem Europameistertitel auf der Bahn durch den Kärntner Heimo Fugger jubelte mit dem Steirer Anatol Friedl der nächste Junior. Der 18-Jährige sprintete auf den letzten Metern noch zur Goldmedaille bei den Europameisterschaften in Melgaco.

Nachdem Friedl am Vortag gemeinsam mit seinem Landsmann Michael Ortner souverän die Qualifikation für das Finale im Short Track gelöst hatte, präsentierte er sich von Beginn an auf den vordersten Positionen. „Ich bin gut weggekommen und habe immer meinen Platz gehalten. Erst am Anfang der letzten Runde wurde es eng und ich musste als Vierter in den Wald rein“, erinnerte sich der Steirer.

Eine kleine Lücke riss auf, die der Österreicher aber wieder schließen konnte, als es zurück ins Leichtathletikstadion ging, welches als Ziel des Rennens diente. Der Spanier Guillermo Parrado Hortigosa sah schon wie der sichere Sieger aus, doch Friedl wollte nicht aufstecken: „Zuerst dachte ich schon, das Rennen wäre verloren, aber dann sah ich, wie er vorne keinen Meter mehr kommt.“

Mit einem Sprint stellte er den Spanier noch auf den letzten Meter und ließ auch den Italiener Federico Rosario Brafa hinter sich. „Der Jubel im Ziel war richtig befreiend und schön. Ich freue mich über das Europameistertrikot“, bilanzierte der frischgebackene Titelträger, der am Samstag noch einmal im Cross-Country am Start stehen wird. Sein Teamkollege, der Oberösterreicher Michael Ortner fuhr zu Beginn an gut mit, bekam im Laufe des Rennens durch die große Staubentwicklung auf der Strecke etwas Probleme und fuhr letztendlich als 31. über die Ziellinie.

Grangl starke Fünfte bei den Juniorinnen

Im Rennen der Juniorinnen, welches zum Auftakt des Renntages am Programm stand, platzierte sich die Steirerin Antonia Grangl unter den Top fünf. Mit einem beherzten Rennen ohne wirklichen Fehler, reichte es nur um wenige Sekunden nicht für eine Medaille. “Ich bin ganz gut in das Rennen gestartet. Man muss aber sagen, dass das Tempo von Anfang an extrem hoch war. Irgendwann haben sich dann die ersten drei Fahrerinnen abgesetzt und ich konnte da einfach nicht mehr mitgehen. Gegen Ende hin habe ich mich dann wieder besser gefühlt. Zum Schluss wurde es eben der fünfte Platz“, fasste die Grazerin ihr Rennen zusammen.

Ganz zufrieden war sie mit dem Ergebnis nicht, hatte es nach einigen Minuten aber bereist abgehakt. “Ich muss ganz ehrlich sagen, dass der fünfte Platz nicht schlecht ist, aber als ich die Startliste gesehen habe, waren die Top drei das klare Ziel. Deswegen bin ich schon etwas enttäuscht. Jetzt gilt es aber nach vorne zu schauen, zur Staffel und zum Cross-Country am Samstag“, erklärte Grangl.

Leyla Höfer, die als zweite österreichische Athletin an den Start ging, wurde in einem wahnsinnig schnellen Rennen 20te. Der Sieg ging an die Slowenin Marusa Tereza Serkezi. “In den ersten beiden Runden bin ich recht gut mitgekommen. Dann habe ich aber gemerkt, dass das Tempo für mich einfach zu hoch ist. Das ist eine Sache, an der ich arbeiten muss für nächstes Jahr. Es hat mir aber richtig viel Spaß gemacht heute zu fahren“, sagte die 17-Jährige.

Für Grangl geht es bereits morgen weiter mit der Teamstaffel. Hier werden Maks Barret Maunz, Julius Scherrer, Kathrin Embacher, Tamara Wiedmann und Max Foidl das Sextett komplettieren. Eine Topergebnis scheint durchaus im Bereich des Möglichen.

Sadnik fährt im Elitefeld auf Rang 17

Katharina Sadnik beschloss mit ihrem Short-Track-Rennen den zweiten Renntag aus österreichischer Sicht. Da bei diesen Europameisterschaften das XCC der U23 mit der Elite zusammengelegt wurde, stand die Kärntnerin vor einer neuen Herausforderung. Beim Sieg der Schwedin Jenny Rissveds fuhr sie zu Beginn ganz vorne mit, musste am Ende nach einem schnellen Beginn etwas Federn lassen und wurde schließlich 17te. Eine eigene U23-Wertung gab es durch die Zusammenlegung nicht. Für eine Medaille hätte es mit dem vierten Platz ganz knapp nicht gereicht.

„Ich habe mich am Anfang wirklich gut gefühlt. Der Start ist mir richtig gut gelungen und auch die ersten zwei Runden. Es war richtig schnell. Runde für Runde ist mir dann die Power ausgegangen. Im Großen und Ganzen kann ich aber ziemlich zufrieden sein“, resümierte die 21-Jährige ihren Auftritt.

 

Text- und Bildquelle: ÖRV – Österreichischer Radsportverband

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