Seit Juli 2025 trainieren sie zusammen, die ersten Choreographien wurden Ende September erarbeitet. Jetzt haben – sie nach der EM in Warna im Mai – auch das WM-Debüt in Frankfurt erfolgreich hinter sich gebracht. Österreichs Gymnastik-Gruppe belegte im Mehrkampf unter 42 Nationen den 36. Endrang. Die gute Nachricht: Im Vergleich zur EM gelang – vor allem in der 5-Bälle-Übung – eine deutliche Leistungssteigerung.
Österreichs Gruppe – in der Besetzung Ksenia Dvornyak, Fariia Filatova, Magdalena Pamminger, Viola Preiml, Alina Razinkova und Anna Scheidl – war als erste der insgesamt 42 Nationen in die Gruppen-Qualifikation gestartet. Nach knapp achtjähriger (Gruppen-) Abstinenz gab Turnsport Austria ein Comeback auf WM-Ebene und zwar mit einem der jüngsten Teams aller teilnehmenden Länder mit einem Durchschnittsalter von 17,1 Jahren.
„Alles in allem sind wir sehr zufrieden, wir haben uns – im Großen und Ganzen – ganz gut verkauft und dürfen stolz auf uns sein. Es war ein sehr spezielles Gefühl vor knapp 5.000 Zuschauern, darunter viele Österreicher, antreten zu können. Wir haben den Auftritt jedenfalls sehr genossen“, betonte Captain Anna Scheidl. „Wir hatten auf der Fläche viel Spaß, ich glaube, das hat man uns auch angesehen“, meinte Viola Preiml.
„Die 5-Bälle-Übung war sehr ordentlich, mit den 3-Reifen-2-Keulen sind uns leider einige Patzer unterlaufen. Aber für die WM-Premiere – erst recht wenn man bedenkt, dass wir gerade mal ein Jahr gemeinsam trainieren – ist der 36. Mehrkampf-Platz mehr als in Ordnung“, lobte Trainerin & Choreographin Luchia Egermann. „Aber das war nur ein erster wichtiger Schritt. Auf uns wartet noch viel Arbeit.“
Der WM-Titel ging an Spanien (57.450) vor Japan (56.700) und Brasilien (55.500) – diese Nationen sicherten sich auch bereits ihr Olympia-Ticket für Los Angeles 2028. Gastgeber Deutschland (55.050) schrammte als Vierter an der Medaille und an der vorzeitigen Olympia-Qualifikation vorbei.
Text- und Bildquelle: Turnsport Austria






