Gelungenes Comback von Amplemento in Salzburg

Nach eineinhalb Jahren internationaler Pause meldeten sich Christian Schumach und Amplemento beim Amadeus Horse Indoors in Salzburg zurück. Im CDI5*-Grand Prix holte das Duo am Samstag mit 69,783 Prozent Platz fünf.

„Damit bin ich super zufrieden“, lautete das Resümee des Kärntner A-Kaderreiters. „Knapp 70 Prozent sind ein gelungener Einstand nach 18 Monaten internationaler Pause. Ich denke, das war eine solide Geschichte und wir wissen woran wir in den nächsten Wochen und Monaten arbeiten werden um uns weiter zu verbessern. Wenn wir da so ein bisschen mehr Routine kriegen, dann bin ich zuversichtlich, dass wir das Ergebnis weiter toppen können.“

Am Sonntag in der Kür lief Amplemento noch besser. Schumach kam gut ins Reiten, das Publikum ging spürbar mit, und der Hengst zeigte eine ausdrucksstarke Schlusslinie. Doch genau dort passierte der Fehler, der viele Prozent kostete. Weil das Publikum zu klatschen begann und Schumach die Geste deutete, werteten die Richter dies als unzulässige Animation des Publikums. Dafür gab es Abzüge. Am Ende standen 72,360 Prozent und Rang neun.

Christian Schumach erklärt den Moment so: „In der Kür hat er sich schon definitiv viel besser angefühlt. Ich bin wirklich schön zum Reiten gekommen, hat echt Spaß gemacht, und ich habe dann gemerkt, dass das Publikum echt mitgeht. Und genau das ist mir dann zum Verhängnis geworden. Auf den letzten 15 Metern hat das Publikum angefangen mitzuklatschen und ich hab mich darüber einfach gefreut. Ich war erleichtert, weil die Prüfung wirklich gut war, deshalb habe ich mir gedacht, die können ruhig lauter klatschen, das hält der Amplemento schon aus. Und so habe ich gedeutet, weiter zu klatschen. Und das ist leider – das habe ich nicht gewusst – verboten. Und das hat mir sehr viel gekostet. Ich denke, das waren ein paar Prozent, die wir dadurch vor allem in der künstlerischen Note liegen haben lassen, weil technisch war das ja über 70 % bewertet, also das war wirklich gut und klass. Aber leider Gottes, Regel ist Regel. Das weiß ich jetzt. Und wie gesagt, habe mich da einfach von dem tollen Publikum und von der guten Stimmung ein bisschen zu viel inspirieren lassen.“

Im Grand Prix ging der Sieg an Isabel Freese (NOR) mit Total Hope OLD, die mit 76,478 Prozent ein neues Personal Best erzielte. Hinter ihr reihten sich Vorjahressiegerin Sandra Sysojeva (POL) mit Maxima Bella und Nadja Aaboe-Sloth (DEN) ein. In der Freestyle-Entscheidung drehte Sysojeva den Spieß um und sicherte sich mit 80,555 Prozent den Sieg vor Freese und Aaboe-Sloth, die ebenfalls ein neues Personal Best erreichte.

 

Text- und Bildquelle: Österreichischer Pferdesportverband

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