Gall Tagesdritter auf Königsetappe der Tour de Suisse

Stück für Stück kämpfen sich die Gesamtwertungsfavoriten bei der Tour de Suisse im Klassement nach vorne, nachdem der verregnete Auftakt Außenseiter auf den Sieg nach vorne spülte. Ein starkes Zeichen setzte der Osttiroler Felix Gall auf der Königsetappe. Er wurde am 184 Kilometer langen Abschnitt von La Punt nach Santa Maria in Calanca Dritter.

“Die Etappe war jene, auf die ich mich am meisten gefreut habe und dir mir am besten entgegenkam“, resümierte Gall, der vor zwei Jahren eine Etappe bei der Schweiz-Rundfahrt für sich entscheiden konnte und für einen Tag sogar im Führungstrikot fahren konnte. “Es war wieder sehr heiß und die Hitze hat dazu beigetragen, dass das Finale so selektiv war“, erklärte er weiter.

Mit dem Julier und dem San Bernadino Pass warteten zwei harte Anstiege, im Finale galt es dann noch einen kurzen, aber knackigen Berg der 1. Kategorie, den Castaneda mit 10 Steigungsprozent im Durchschnitt, zweimal zu bezwingen. “Wir haben das Rennen heute in die Hand genommen und sehr schwer gemacht“, war Gall stolz auf die Leistung seines Teams, welches ihn in eine gute Position am Ende brachte.

“Dort waren zwei andere stärker, aber unter dem Strich war es ein guter Tag“, meinte der Osttiroler. Die beiden starken Kontrahenten waren der Brite Oscar Onley und der Portugiese Joao Almeida, die 23 Sekunden vor Gall das Ziel erreichten. Der Österreicher verbesserte sich mit Rang drei auf der Königsetappe auf den siebten Gesamtrang und setzt seine Aufholjagd weiter fort.

Auf der Eröffnungsetappe am vergangenen Sonntag war eine größere Gruppe den Favoriten im strömenden Regen rund um Küssnacht enteilt. Der Franzose Romain Gregoire musste nun sein Goldenes Trikot des Führenden an seinen Landsmann Kevin Vauquelin abgeben. Dieser liegt nun vor dem zweifachen Weltmeister Julian Alaphilippe und Almeida im Klassement voran.

Felix Großschartner, der auch zu den Ausreißern am ersten Tag gehörte, wurde guter Neunter der Königsetappe und ist nun Zwölfter in der Gesamtwertung. Am Freitag wird es wohl in der Gesamtwertung keine Veränderungen geben, die Etappe sollte Ausreißern oder Sprintern entgegenkommen. Samstag wartet noch eine bergige Etappe und am Sonntag endete die diesjährige Ausgabe der Tour de Suisse mit einem Bergzeitfahren.

 

Text- und Bildquelle: ÖRV – Österreichischer Radsportverband

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