EM-Startplatz für Sprint-Staffel jetzt in greifbarer Nähe
Erst am 23.Mai hatte die ÖLV-Staffel in der Besetzung Patricia Brunninger (ATSV Linz LA), Magdalena Lindner (Union St.Pölten), Karin Strametz (SU Leibnitz) und Isabel Posch (TS Lustenau) mit 43,77s in Villach einen neuen National-Rekord aufgestellt, zwei Wochen später ist dieser auch schon wieder Geschichte. In Regensburg wurde heute die Startläuferin getauscht, statt Brunninger kam Neo-Österreicherin Christania Williams (Union St.Pölten) zum Einsatz. Die gebürtige Jamaikanerin hatte Österreich im Februar ja noch im Zweier-Bob bei den Olympischen Spielen in Italien vertreten und hatte ihr Saisondebüt im Sprint wegen der dadurch verzögerten Saisonvorbereitung bis heute aufgeschoben.
Sie kam aber gleich ausgezeichnet aus den Startblöcken und hatte bis zur ersten Übergabe auf Lindner bereits einen Vorsprung auf die Konkurrenz herausgelaufen. Dieser vergrößerte sich auf der Gegengerade durch einen schnellen Lauf der Niederösterreicherin, die auf Hürden-Ass Strametz übergab. Auch die zweite Kurve und der letzte Wechsel auf Posch verliefen sehr flüssig, die Neo-Rekordlerin stürmte dann noch die Zielgerade hinunter und brachte die Zeitnehmung nach großartigen 43,11s zum Stehen.
Diese Zeit ist nicht nur neuer ÖLV-Rekord, sondern auch die achtschnellste einer Nationalstaffel im Jahr 2026 in Europa gelaufene Zeit. Im Ranking um einen der begehrten 16 Startplätze bei der EM in Birmingham (GBR) im August schob sich das heimische Quartett damit auch auf Rang 12 nach vorne und sollte somit sehr gute Chancen haben in England mit dabei zu sein.
Nationaltrainer Philipp Unfried: „Die Zeit ist natürlich großartig, obwohl wir überhaupt nichts riskiert und die Übergaben sehr sicher und stabil gestaltet haben. Aber die Vier sind sehr gut in Form und haben heuer alle läuferisch sehr viel drauf. Für die EM sieht es jetzt schon sehr gut aus und wir haben sicher noch Reserven.“
Dieser Bericht wird heute Samstag und morgen Sonntag laufend um weitere Ergebnisse österreichischer Teilnehmer in Regensburg ergänzt.
Text- und Bildquelle: Österreichischer Leichtathletik-Verband | Klaus Angerer






