4x100m-Staffel der Frauen verfehlt Finale nur um 0,24s
Die weibliche ÖLV-Staffel über 4x100m hatte heuer den ÖLV-Rekord schon zwei Mal bis auf 43,11s gesteigert, die Vorfreude des Quartetts auf die EM war entsprechend groß. Die Aufstellung im heutigen Vorlauf wurde gegenüber dem Rekordlauf leicht geändert, die beiden Kurvenläuferinnen tauschten die Position. Die Nationalstaffel bekam in Vorlauf 1 Bahn 7 zugelost und rechnete sich bei optimalen Verlauf Chancen auf den Finaleinzug aus, den die Top-3 und die weiteren zwei Zeitschnellsten Teams schafften.
So war es nun also an Karin Strametz (SU Leibnitz) die Startphase zu übernehmen. Die Steirerin startete explosiv und lief hervorragende erste 100m, auch die Übergabe auf Magdalena Lindner (Union St.Pölten) klappte ausgezeichnet. Die Niederösterreicherin übernahm wie gewohnt die Gegengerade und zeigte einen wie gewohnt sehr flüssigen Lauf. Nach 200m übernahm Christania Williams (Union St.Pölten) den Staffelstab und konnte mit einem sehr starken Kurvenlauf die ÖLV-Staffel auf Position 4 nach vorne bringen. Leider musste Isabel Posch (TS Lustenau) bei der letzten Übergabe nach sehr motiviertem Start wieder etwas Tempo rausnehmen und verlor etwas an Boden, den die Vorarlbergerin bis zur Ziellinie trotz großem Speed nicht mehr wettmachen konnte. 43,37s und Platz 5 standen auf der Anzeigetafel, jetzt hieß es auf Lauf 2 warten und hoffen. Dort waren dann aber vier Teams schneller, so blieb der ÖLV-Staffel trotz der zweitschnellsten Zeit in der Geschichte nur der undankbare 9. Platz, gerade einmal 0,24s hatten aufs Finale gefehlt.
Platz 22 für Theresia Mohr beim EM-Debüt im Gehen Halbmarathon
Erstmals hatte es eine weibliche ÖLV-Athletin im Gehen zu einer EM geschafft. Theresia Mohr (TS Egg) gab im Gehen über die Halbmarathondistanz damit auch ihr EM-Debüt in der allgemeinen Klasse. Die Vorarlbergerin startete morgens um 7:30 Uhr flott und ordnete sich zu Beginn im Mittelfeld der Halbmarathon-Teilnehmerinnen ein. Die Vorarlbergerin startete morgens um 7:30 Uhr flott und ordnete sich zu Beginn im Mittelfeld der Halbmarathon-Teilnehmerinnen ein. Bald stellte sich bei der Andelsbucherin aber Seitenstechen ein, sie musste die Geschwindigkeit reduzieren und war fortan meist solo unterwegs. Bei der 10km-Marke lag die Siebente der U20-EM 2025 im 10.000m Bahngehen auf Rang 18 und ging vom Tempo im Bereich ihres ÖLV-Rekordes. Auf der zweiten Rennhälfte konnte die mit 20 Jahren jüngste Athletin im ÖLV-Team und zweitjüngste des Starterfeldes die Kilometerzeiten nicht ganz halten, zeigte mit 1:40:59 h aber ihre bisher zweitbeste Leistung und belegte damit Rang 22. Auf den eigenen ÖLV-Rekord fehlten auf der kupierten Strecke mit ungewöhnlich vielen Höhenmetern nur rund 3 Minuten.
Theresia Mohr: “Ich glaube, dass ich das Tempo, mit dem ich begonnen habe, auch drauf gehabt hätte. Aber ab Kilometer zwei hatte ich dann Seitenstechen und musste mein eigenes Rennen gehen. Auch das Atmen ist mir dann schwergefallen und die Verpflegung konnte ich nicht aufnehmen. Bei Kilometer 14 wollte ich sogar aufhören und bin kurz stehen geblieben. Nach kurzem Durchschnaufen gings dann aber doch weiter, weil ich wollte die ganzen Leute, die extra wegen mir hier waren und mich unterstützt haben, nicht enttäuschen. Unter den Umständen ist die Zeit ganz ok, aber ich hätte sicher mehr drauf gehabt, daher bin ich schon ein wenig enttäuscht. Aber ich hatte so viele Hochs in letzter Zeit, jetzt darf auch einmal ein Tief kommen. Die Stimmung hier war jedenfalls sehr cool, die vielen Zuschauer waren sehr motivierend.”
Sechs von sieben Disziplinen im Siebenkampf für Verena Mayr erledigt
Der zweite Tag begann für Siebenkämpferin Verena Mayr (Union Ebensee) mit dem Weitsprung. Gleich im ersten Versuch gelang der Oberösterreicherin mit 5,82m (+2,0) eine Saisonbestweite, die die 31-Jährige im zweiten Versuch auf 5,87m (+2,9) verbesserte. Der dritte Versuch landete bei 5,70m (+1,7) damit gab es in dieser Disziplin zwar keine weitere Steigerung, aber eine Verbesserung auf Gesamtrang 21. Es folgte der Speerwurf, einer der Lieblingsdisziplinen der ÖLV-Rekordhalterin. Ihre heutige Serie lautete 40,01m/41,47m/42,10m, nicht ganz das erhoffte Ergebnis. Es kamen für die Linzerin aber wieder 708 Zähler in die Wertung, was einen kleinen Vorstoß auf Platz 20 ergab.
Verena Mayr: “Ich kämpfe um jeden Punkt. Ich gebe nicht auf, es fehlen ja nur mehr 2 Runden laufen, also die 800m. Speziell mit Weit bin ich ganz zufrieden, denn dort ist damals auch die Verletzung passiert und das war heute auch die größte Angstdisziplin, ob der Oberschenkel auch halten wird. Aber es hat gut funktioniert. Ich werde wieder im Stadion bleiben, um die Fahrerei zu vermeiden. Jetzt geht es ins Eisbecken und zur Behandlung des Oberschenkels, den ich natürlich schon spüre. Ich möchte den Mehrkampf auf alle Fälle ordentlich beenden und die 800m noch gut laufen.”
Zeitplan der ÖLV Athleten bei der EM in Birmingham
| Datum | Ortszeit | MESZ | Bewerb | Athlet/in |
| SA
15.08. |
19:45
20:17 |
20:45
21:17 |
800m (7K) Frauen
Dreisprung (Finale) Männer |
Verena Mayr
Endiorass Kingley |
| SO
16.08. |
07:30
08:10 |
08:30
09:10 |
Marathon Frauen
Marathon Männer |
Julia Mayer, Eva Wutti
Andreas Vojta |
Die EM im Internet
Die EM im TV
ORF überträgt die EM täglich LIVE. Kommentatoren: Dietmar Wolff / Thomas König
| Tag | Datum | von | bis | Sender | Anmerkung |
| Sa | 15.08. | 21:00 | 23:00 | ORF Sport+ | LIVE (20:40 – 21:00 nur auf ORF ON) |
| So | 16.08. | 08:25 | 11:55 | ORF 1 | LIVE |
| So | 16.08. | 20:30 | 23:00 | ORF Sport+ | LIVE |
(Stand vom 2.8., kurzfristige Änderungen möglich)
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Ebenfalls LIVE überträgt EUROSPORT mit den Kommentatoren Sigi Heinrich und Markus Röhrig.
Text- und Bildquelle: Österreichischer Leichtathletik-Verband | @amri.photo






