Am kommenden Sonntag wird eine ganz Große des österreichischen Triathlonsports zum letzten Mal an der Startlinie stehen. Sara Vilic wird nach knapp 20 Jahren auf dem internationalen Parkett beim Südkärntner Triathlon über die Olympische Distanz ihre Karriere offiziell beenden.
Unerreicht bis heute
Der wohl augenscheinlichste Erfolg der Olympiateilnehmerin von Rio de Janeiro (37. Platz) war – neben den Spielen selbst – der 3. Platz beim WM-Serienrennen in Abu Dhabi 2017. Bis heute ist dies die beste Platzierung einer Österreicherin bzw. eines Österreichers in der höchsten Liga des Triathlonsports.
Neben diesen beiden Erfolgen hatte vor allem ein weiterer Bewerb eine hohe Bedeutung für Vilic: „Der Europacupsieg in Székesfehérvár (HUN) nach meiner Verletzungspause 2018 war für mich persönlich extrem wichtig, auch wenn es nur ein Europacup war und er für andere nicht diesen Stellenwert hat!“
Gut in Erinnerung bleiben der Kärntnerin, die mittlerweile in Graz ihre Zelte aufgeschlagen hat, auch die Weltcups in Tiszaújváros (3. Platz 2013, 2. Platz 2019) und vor allem die Bewerbe in Kitzbühel. 2017 erreichte sie mit ihren Teamkollegen bei der Heim-EM vermeintlich den großartigen 4. Platz. Vermeintlich deshalb, weil sich 2021 herausstellen sollte, dass das russische Team aufgrund des Dopings eines Athleten nachträglich disqualifiziert wurde. Vilic holte damit EM-Bronze.
Eigentlich wollte sie ihre Karriere, die 2008 bereits im Nachwuchs internationale Erfahrung sammelte und 2012 ihren Vertrag beim Österreichischen Bundesheer erhielt, bei einem „coolen internationalen Rennen“ beenden. Verletzungsbedingt kam es aber nicht dazu. „Jetzt ist aber der richtige Zeitpunkt für mich!“ Vilic weiter: „Egal, was am Sonntag rauskommt, mit meinem Start zu Hause möchte ich mich bei allen nochmals für die jahrelange Unterstützung bedanken!“
Next stop: Trainerin
Vermissen wird sie vor allem die Rennen und die Leute, nicht aber die Aufregung kurz vor dem Start. Und auch das Frühtraining wird ihr nicht fehlen. „Mit dem Aufstehen habe ich kein Problem, jetzt muss ich nur nicht mehr ins Wasser. Ich kann aber – und das mache ich eh oft gerne“, lacht Vilic.
Am Beckenrand oder bei Bewerben wird man die Kärntnerin aber auch zukünftig öfter sehen. Ihre Erfahrung gibt sie gerne als Trainerin an ambitionierte Athlet:innen weiter. „Ich habe das Gefühl, viel mehr weitergeben zu können, als selbst noch aktiv zu sein.“
So ist die Neo-Trainerin auch für den ÖTRV im Nachwuchsbereich eingespannt. Ihr Ziel ist es, eine gute Leistungsgruppe an Eliteathlet:innen zu trainieren.
So freuen wir uns riesig, dass Sara Vilic ihr ganzes Know-how und ihre Erfahrung weitergibt, und gratulieren ihr zu dieser großartigen Karriere im Triathlon.
Text- und Bildquelle: Österreichischer Triathlonverband






