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„Eine absolute Vorzeigesaison“ für Felix Mader

Wenn man sich die abgelaufene Klettersaison noch einmal im Detail ansieht, kommt man am Namen Felix Mader keinesfalls vorbei.

Der 18-jährige Kärntner kann auf „eine absolute Vorzeigesaison“ zurückblicken, gehört mit Sicherheit zu den Aufsteigern der letzten Wochen und ist ein Paradebeispiel für die nächste Generation im Kletterverband Österreich.

„Besser hätte die Saison für mich nicht laufen können. Sie war einfach viel besser, als ich es selbst erwartet habe. Wenn ich ehrlich bin, war ich einfach nur überrascht. Mit den Starts bei den ersten drei Nachwuchs-Europacups habe ich ja noch gerechnet, aber was dann noch mit der Nachwuchs-EM und -WM sowie dem Start im Europa Cup bei den Erwachsenen gekommen ist, war dann einfach nur noch phänomenal. Es war eine absolute Vorzeigesaison für mich“, schaut Mader mit einem breiten Grinser auf die letzten Monate zurück, die mit einigen Highlights veredelt werden konnten. Neben einem dritten Platz bei einem Nachwuchs-Europacup in Frankreich und einem zweiten Platz beim Lead-Europacup der Erwachsenen in Bologna (ITA) konnte der Kärntner auch bei der Nachwuchs-Europameisterschaft in Helsinki (FIN) aufzeigen: „Der Finaleinzug bei der EM in Finnland war ein richtig großer Moment für mich. Ich habe mich über den fünften Platz unglaublich gefreut, auch wenn ich das erst viel später für mich verarbeitet habe. Ich gehöre zu den fünf besten Athleten dieser Alterststufe in Europa, das ist einfach grandios. Eine Spitzenleistung, auf die ich sehr stolz bin. Ohne mein großartiges Umfeld wäre das alles nicht möglich, dafür bin ich sehr dankbar!“

Wille und Motivation als Treiber

Seit knapp einem Jahr trainiert die rot-weiß-rote Zukunftshoffnung in seiner Heimat Kärnten intensiv mit Robert Zaghloul, ist aber für die Selektionen und Simulationen sowie zu Nationalteam-Lehrgängen oftmals in Innsbruck anzutreffen. „Das letzte Jahr hat mir gezeigt, dass man mit Willen und Motivation sehr viel schaffen kann. Das nehme ich für die nächsten Wochen mit. Ich bin bei jedem Training mit 100 Prozent dabei und versuche immer das Optimum herauszuholen. Die Erfolge in dieser Saison zeigen mir, dass ich auf einem guten Weg bin. Diesen gilt es jetzt weiterzuführen, damit ich meine Ziele auch erreichen kann. Bei der nächsten Europameisterschaft möchte ich noch einen draufsetzen und um eine Medaille kämpfen. Bei der kommenden Nachwuchs-Weltmeisterschaft will ich mir einen Finalplatz erkämpfen – das wäre mein absoluter Traum“, gibt Mader einen Ausblick.

Ab November startet der 18-Jährige wieder mit viel Motivation in die Vorbereitung. Der HTL-Schüler mit dem Zweig Tiefbau wird in den kommenden Wochen trotz eines straffen Zeitplans sieben Trainingseinheiten pro Woche einlegen. Erst in der Wettkampfzeit wird das Pensum dann wieder heruntergeschraubt. „Natürlich ist Schule und Training sehr intensiv, aber ich mache das aus Überzeugung. Daher sehe ich das nicht als Belastung, sondern freue mich jeden Tag, dass ich das machen kann, was ich gerne mache. Ohne meine Eltern wäre das alles in den letzten Jahren nicht in diesem Umfang möglich gewesen, dafür bin ich sehr dankbar. Über den Winter möchte ich viel weiterbringen, das treibt mich jeden Tag an“, so Mader. Vor ziemlich genau zehn Jahren hat der Kärntner dank seines Onkels mit dem Klettersport begonnen. Das Talent ist schnell durchgeblitzt und die ersten Wettkämpfe haben dann ihr übriges getan. Mader war von diesem Sport geflasht und hat seine große Leidenschaft gefunden.

Schubert als Zugpferd

Auch bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften im Lead und im olympischen Format (Boulder & Lead-Bewerb) gab Mader Ende September im Kletterzentrum Innsbruck eine weitere große Talentprobe ab. In beiden Bewerben schaffte es der 18-Jährige als Vierter ins absolute nationale Spitzenfeld. Neben starken Wettkämpfen gab im Rahmen der ÖSTM ein weiteres nennenswertes Highlight: „Ich habe großen Respekt vor Jakob (Anm.: Schubert), auch wenn ich bislang nicht so viel mit ihm direkt zu tun hatte. Aber wenn man dann in der Iso beobachtet, wie er sich auf den Wettkampf vorbereitet und mental einstimmt, ist das für uns junge Athleten schon etwas Besonderes. Er ist unser großes Vorbild, von daher sind das schon spezielle Momente für uns. Es gibt uns einen zusätzlichen Boost, dass wir noch härter an uns arbeiten. Aus diesen Erlebnissen kann ich sehr viel mitnehmen“, verrät Mader.

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