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Amon und Nagl gewinnen Speed-Bewerbe

Kevin Amon und Johanna Nagl haben die ersten Speed-Titelentscheidungen im Rahmen der Österreichischen Staatsmeisterschaften im Kletterzentrum Innsbruck für sich entschieden.

Während es für Amon eine erfolgreiche Titelverteidigung war, konnte sich Nagl über ihren Premierentitel freuen.

Kevin Amon kann auf ein starkes erstes Jahr in der Allgemeinen Klasse zurückblicken. Neben dem österreichischen Rekord gab es nun zum Abschluss noch den zweiten Speed-Staatsmeistertitel in seiner noch jungen Karriere. Der Niederösterreicher setzte sich am Samstagnachmittag im Finale gegen Lukas Knapp durch. Platz drei ging an Lawrence Bogeschdorfer. Für Tobias Plangger war es hingegen ein gebrauchter Tag. Nach zwei soliden Practice-Läufen brachte der Tiroler in der Qualifikation keine Zeit an die Wand und verpasste somit den Aufstieg in das Halbfinale.

„Ich bin sehr stolz, dass ich die Saison so beenden konnte. Die letzten Wettkämpfe sind ja nicht so gelaufen, wie ich das gerne gehabt hätte. Die Zeiten hätten heute sicherlich besser sein können, aber es zählt in den Entscheidungsläufen, dass man schneller ist als sein Gegner. Ich habe mir den österreichischen Rekord heuer geholt, bin jetzt Staatsmeister und in der U20 in der Gesamtwertung Zweiter geworden, obwohl ich den letzten Wettkampf in Hamburg verpasst habe. Dieses Gefühl will ich mitnehmen“, erklärt Amon.

Finalgegner Knapp: „Es war sehr schade, ich hatte ein gutes Gefühl. Ich wollte unbedingt eine neue Bestzeit aufstellen, das wäre drinnen gewesen. Mir ist im Finale ein blöder Fehler unterlaufen, das darf nicht passieren. Ich bin gerade sehr enttäuscht und unzufrieden, auch wenn die restliche Saison sehr gut war und es einige Highlights gegeben hat.“

Bei den Damen holte sich Johanna Nagl ihren Premierentitel. Die 16-jährige Niederösterreicherin entschied das „Finale der Generationen“ gegen ihre Speed-Trainerin Alexandra Elmer für sich und schlug mit 8,95 Sekunden erstmals in ihrer Karriere unter der Neun-Sekunden-Marke ab. Lisa Dorwekinger komplettierte als Dritte das Siegespodest.

„Es war heute richtig cool. Ich freue mich riesig, dass es so gut geklappt hat. Im Finale gegen die eigene Trainerin zu laufen war schon komisch, aber es hat dann gut funktioniert. Ich habe versucht, den Fokus bei mir zu lassen. Besser hätte es nicht laufen können. In den letzten Wochen ist sehr viel weitergegangen und ich bin sehr glücklich, dass ich erstmals eine Achter-Zeit in einem Wettkampf abschlagen konnte“, strahlt Nagl nach der Siegerehrung. Ihre Final-Gegnerin und Trainerin Elmer ergänzt: „Es hat heute sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich jedes Jahr eine Spur langsamer werde. Es ist für mich schon eine spezielle Situation, wenn man auf einmal als Trainerin gegen seine Athletinnen klettert. Ich fiebere mit ihnen immer voll mit und freue mich, dass es Johanna gepackt hat. Aber auch Alex (Anm.: Bergmann) hat bei den Burschen toll performt und zwei Mal persönliche Bestzeit aufgestellt. Der Weg stimmt, den wollen wir konsequent weiterführen.“

Anders als geplant ist das Speed-Saisonfinale für Laura Stöckler verlaufen. Die Speed-Staatsmeisterin der letzten beiden Jahre hat nach ihrem internationalen Karriereende beim Heim-Europacup in Innsbruck den Österreichischen Staatsmeisterschaften entgegengefiebert. Eine Verletzung verhinderte letztendlich den Start der Niederösterreicherin. „Sehr schade. Aber es ist, wie es ist. Natürlich wäre ich heute gerne geklettert und hätte mit dem Mädls gefightet. So bin ich jetzt in die Fan-Rolle geschlüpft und habe von außen supportet.“

ERGEBNISSE
Damen, Top-4:
1. Johanna Nagl (NFÖ Herzogenburg)
2. Alexandra Elmer (ÖAV Tauernkraxxla)
3. Lisa Dorwekinger (NFÖ Herzogenburg)
4. Novalie Sieder (NFÖ Herzogenburg)

Herren, Top-4:
1. Kevin Amon (NFÖ Herzogenburg)
2. Lukas Knapp (NFÖ Salzburg)
3. Lawrence Bogeschdorfer (NFÖ Vöcklabruck)
4. Alexander Bergmann (ÖAV Innsbruck)

Alle genauen Ergebnisse gibt es HIER!

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